5. Kapitel der Deutschlandreise: Strandspaziergang in St. Peter-Ording

Hans und Grete haben Bremen verlassen und fahren nun an die Nordsee. Was sie dort erleben, erfahren die Senioren in dieser kostenlose Geschichte zum Vor- und natürlich auch Selberlesen.

Strandspaziergang in St. Peter-Ording

Am nächsten Tag verließen Hans und Grete Bremen. Hans war froh, als er das Wohnmobil sicher aus der großen Stadt manövriert hatte und über Landstraßen Richtung Norden tuckern konnte.
Ja, Hans und Grete fuhren zum Meer. Grete freute sich schon sehr darauf, die frische Meeresluft zu schnuppern und mit nackten Füßen durch den Sand zu laufen. Landschaft, Licht und Luft veränderten sich innerhalb weniger Stunden schon wieder. Felder und Wiesen waren flach, kein Berg war weit und breit zu sehen. Das Licht schien heller und die Luft roch schon ein bisschen nach salzig.

Nachdem sie das Wohnmobil auf dem Campingplatz geparkt hatten, machten sich die beiden direkt auf den Weg zum Meer. Es war nur ein kurzer Weg bis zum Deich und schon lag die Nordsee vor ihnen. Es war ein herrlicher Anblick!

Das blaue Meer erstreckte sich bis zum Horizont, an dem ein großes Containerschiff vorbeizog. Segelboote lieferten sich ein Rennen, doch ein Motorboot war schneller. In der Brandung versuchten Surfer auf den Wellen zu reiten. Kinder plantschten im Wasser oder bauten Burgen im Sand. Hunde rannten Bällen hinterher und junge Leute Frisbees. Jemand ließ einen Drachen steigen, der lustig in der Luft flatterte und den Möwen Konkurrenz machte. Die Strandkörbe waren besetzt mit Sonnenanbetern, Eisessern, Kreuzworträtsellösern, Liebesroman- und Krimilesern, schlafenden Babys und schnarchenden Opas, Verliebten, Musikliebhabern jeder Art, quengelnden Kindern, Fischbrötchenessern und – wie überall – Handysüchtigen.

Das alles schauten sich Hans und Grete an und atmeten tief ein und aus. Ach, wie war das schön!

Schnell zogen sie Schuhe und Strümpfe aus, liefen bis zur Wasserkante und gingen Hand in Hand am Meer spazieren. Grete bückte sich ab und zu nach einer besonders schillernden Muschel, die sie unbedingt als Andenken mit nach Hause nehmen wollte. Hans interessierte sich mehr für die einmaligen Pfahlbauten, die es so nur hier in St. Peter-Ording gab. Diese Holzhütten auf Stelzen gab es schon mehr als hundert Jahre und sie waren bis zu sieben Metern hoch. In den Pfahlbauten befanden sich Restaurants, in denen Wasserratten und Strandbesucher ihren Appetit stillen konnten.

„Du, Grete, lass uns doch auch hier etwas essen. Man hat bestimmt einen tollen Blick über das Meer.“ „Ja, Hans, das machen wir. Die frische Meeresbrise macht Hunger.“
Hans und Grete suchten sich eine Giftbude aus, in der es dann ganz plattdüütsch „watt geev“.
Sie bestellten sich einen friesischen Fischteller mit Krabben, Matjes und Lachs, denn wenn man schon am Meer ist, dann muss man natürlich auch Fisch essen. Zum Nachtisch gab es Rote Grütze und eine Tasse Ostfriesentee mit Kluntje. Sie blieben lange sitzen und schauten sich den herrlichen Sonnenuntergang an.

„Ach, was geht es uns gut“, seufzte Grete und Hans nickte. Gemütlich schlenderten sie am Strand zurück zum Campingplatz und legten sich schon bald in ihrem Wohnmobil schlafen.

 

 
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Diese Geschichten von Hans und Grete auf Deutschlandreise sind außerdem schon erschienen:

Zu Besuch bei den Bremer Stadtmusikanten. Das 4. Kapitel der Deutschlandreise

3. Kapitel der Deutschlandreise: Kutschfahrt durch die Lüneburger Heide

Zweites Kapitel der Deutschlandreise und erster Stopp: Die Externsteine

Hans und Grete auf Deutschlandreise. Erstes Kapitel: Tausch auf Zeit

 

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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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