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Geld und Gedankenstützen


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Einen schönen guten Tag, und herzlichen Dank für Ihre tolle Internetseite. Ich bin im Bereich Alltagsbegleitung zu Hause über sie Diakonie tätig. Bin gelernte Kinderpflegerin und habe daher nicht dir Ausbildung Alltagsbegleitung. Zur Zeit betreue ich eine nette 93 Jährige, sie ist nicht dement doch ihrem Alter entsprechend vergesslich. Ich möchte ihr gerne dabei helfen die Dinge rasch wieder zu finden dir sie verlegt. Vor allem wenn es um höhere Geldbeträge geht. Vielleicht haben Sie einen guten Rat für uns? Ich dachte an einen Behälter wo wir außen einen großen Geldschein drauf malen? Bin nicht sicher ob dies eine gute Lösung ist.

 

Die Idee, eine Schachtel zu gestalten ist doch gar nicht schlecht! Da die Dame noch nicht dement ist, können Sie die Schachtel auch gemeinsam mit ihr gestalten. Da gibt es viele Möglichkeiten…

Gestalten Sie zusammen einen Schuhkarton für besonders wichtige Dinge. Diesen kann man z.B. mit Acrylfarbe bemalen und anschließend mit Motiven der Lieblingsserviette oder den Lieblingsblumen bekleben. So wird die Schachtel individueller und persönlicher (und auch für Langfinger nicht so schnell ersichtlich).

Sollte der Schuhkarton zu groß sein und es nur um Geld gehen, lassen sich auch Pralinenschachteln oder Joghurtbecher sehr schön persönlich gestalten.



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Vielleicht haben Sie mit der Dame auch schon darüber gesprochen, wo sie früher ihr Geld und wichtige Dinge aufbewahrt hat..? Hat sie das z.B. Zeit ihres Lebens im  Kleiderschrank, in der Sockenschublade oder in der Kaffeedose gemacht, warum dann nicht dort – wenn sie sich dann gut erinnern kann!

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Schranktüren oder Schubladen zur gedanklichen Unterstützung mit Symbolen, Bildern, Aufklebern, etc. zu kennzeichnen. Wenn die Menschen nicht an Demenz erkrankt sind, kann man hierfür sogar Symbole nehmen, die nicht direkt an das Versteck erinnern (z.B. ein Foto vom liebsten Urlaubsort).

Bei Menschen, die an Demenz erkrankt sind, würde ich tatsächlich ein Bild einer Geldbörse, einer Münze oder einem Geldschein (von früher) einsetzen.

In der Praxis kommt es aber, wie in allen Bereichen, auch wieder auf die persönliche Biografie an. Manche Damen haben immer alles Wichtige in ihren Handtaschen bei sich gehabt – das bleibt dort vielleicht weiterhin sicher. Ich hatte mal eine Patientin, die hat alles in ihrem Handarbeitskörbchen aufbewahrt, bei ihr waren später dort die wertvollen Dinge gut aufgehoben…

Schlagen Sie der Dame Ihre Idee mit dem Kästchen vor! Ich bin mir sicher, Sie werden mit der Dame zusammen einen guten und sicheren Platz finden 😉

Wichtig ist auf jeden Falll, dass Die der Dame das Kästchen und den Weg dorthin regelmäßig ins Gedächtnis rufen und den Weg dorthin üben, so prägt sich der Gang (z.B. zum Schrank oder zur Schublade) besser ein.

 

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*

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