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Die neuen Qualitätsprüfungen. Was bleibt, was kommt?

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An der Erarbeitung des neuen Prüfverfahrens, haben viele unterschiedliche Gruppen mitgearbeitet. Fast jeder durfte seinen Senf dazu geben. So waren nicht nur Experten aus den Prüfinstituten, sondern auch Experten aus den Reihen der Leistungserbringer, der Kostenträger, Selbsthilfeverbände, Sozialverbände und Verbraucherschutzverbände mit von der Partie. Nachdem das Konzept entwickelt wurde, wurde es in der Praxis ausprobiert und noch einmal angepasst.

Was ändert sich bei der Dokumentation?

In den meisten Seniorenheimen, die ich kenne, wurde die Dokumentation auf das neue Strukturmodell umgestellt. Ich glaube, dass spätestens jetzt auch die anderen Einrichtungen noch nachziehen werden. Die neuen Prüfinstrumente sind nämlich auf das Strukturmodell abgestimmt und sollen NICHT zu einer aufwändigeren Dokumentation führen.

Die Sache mit der Selbstverantwortung

Immer wenn ich lese, dass die Einrichtungen im Rahmen der neuen Qualitätsprüfungen so viel Selbstverantwortung tragen, bekomme ich ein bisschen Bauchschmerzen. Dabei bin ich grundsätzlich FÜR Selbstverantwortung und glaube auch, dass eben jene nur mit einem Vertrauensvorschuss gut funktioniert. Ich glaube allerdings auch, dass in der Altenpflege die Angst vor einer negativen Bewertung so tief verankert ist, dass ich nicht sicher bin ob das mit der Selbstverantwortung gut funktioniert. Angst lähmt positive Energie und ist kein guter Motivator, auch nicht für Qualitätsprozesse. Zu oft habe ich Rumpfuscherei, Schöndokumentiererei und sogar offene Aufforderungen zur Dokumentenfälschung in der Praxis erlebt, um in diesem Punkt Optimist zu sein. Ich hoffe aber das Beste und würde mich freuen an dieser Stelle zu viel Pessimismus auszustrahlen. Alleine bin ich mit meinen Befürchtungen aber wohl nicht, denn zu dem neuen Prüfverfahren gehört auch die Kontrolle der „Plausibilität der Indikatorendaten“.



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So soll das mit der Selbstverantwortung in der Praxis funktionieren:

Die stationären Pflegeeinrichtungen müssen zwei Mal im Jahr Indikatorendaten erheben (dazu welche Daten das sind, schreiben wir noch einmal einen eigenen Beitrag). Diese Daten sollen dann zeigen ob es qualitative Schwächen in der Einrichtung gibt und durch das Qualitätsmanagement der Einrichtung behoben werden.

Quelle (Stand: 19.02.2020): https://www.mdk.de/fileadmin/MDK-zentraler-Ordner/Downloads/10_Leistungserbringer_Pflege/190813_Fachinfo_QP_stationaer_BA.pdf



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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

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