Unsere Adventskalendergeschichte 2023: 13. Dezember – Die Weihnachtskrippe

13. Dezember – Die Weihnachtskrippe

Heute freute sich Bärbel besonders auf den Kindergarten, denn ihre Gruppe würde am Vormittag den Weihnachtsmarkt besuchen. In den letzten Tagen hatte Gerda, ihre Erzieherin, den Kindern die Weihnachtsgeschichte vorgelesen und sie hatten eine Weihnachtskrippe auf der Fensterbank aufgebaut. Bärbel spielte so gerne mit dem kleinen Baby Jesus, aber lieber noch mit dem Ochsen und dem Esel. Auf dem Weihnachtsmarkt stand zwar auch eine Krippe, aber die war ganz groß, und heute sollten sogar echte Tiere da sein. Bärbel konnte es kaum erwarten, endlich den echten Esel zu sehen. Sie hatte heute Morgen extra eine große Möhre aus dem Gemüsefach des Kühlschranks genommen und in ihren Kindergartenrucksack gesteckt. Die Möhre verstaute sie jetzt schnell in ihrer Manteltasche, als sich die Kinder in der Garderobe noch ihre Warnwesten anzogen.

Unter dem großen Weihnachtsbaum war die Krippe aufgebaut. Es gab einen kleinen Stall, in dessen Mitte eine Raufe stand. In Decken eingewickelt lag eine lebensechte Puppe darin, die den neugeborenen Jesus darstellte. Maria und Josef und auch die Hirten waren echte Personen, die in Kostümen steckten und die Weihnachtsgeschichte nachspielten. Zwei Schafe und ein graues Maultier standen im hinteren Teil des Stalls und knabberten an dem Heu, das auf dem Boden lag.

Interessiert schauten die Kinder dem Schauspiel zu, aber Bärbel hatte nur Augen für den Esel. Er hatte lange Ohren, ein graues Fell und eine kurze dunkelgraue Mähne. Und wunderschöne große schwarze Augen mit langen Wimpern. Bärbel fand ihn soooo süß! Selbst das Kinderkarussell mit seinen hübschen Holzpferden interessierte sie heute nicht.

Als das Schauspiel beendet war, durften die Kinder näherkommen, sich alles anschauen und Fragen zur Weihnachtsgeschichte stellen, die die Schauspieler beantworteten. Bärbel wollte wissen, wie der Esel hieße, wie alt er sei, ob er ein Mädchen oder ein Junge wäre, ob man auf ihm reiten könne, wo sein Zuhause sei und was er am liebsten fressen würde. Ein Hirte konnte ihr sagen, dass der Esel Emma hieß und auf einem nahe gelegenen Bauernhof zusammen mit den Schafen wohnen würde. Bärbel näherte sich Emma und holte ihre Möhre aus der Manteltasche, die sich die Eselin gut schmecken ließ. Bärbel streichelte Emma, die sich das auch gerne gefallen ließ.

Dann rief Gerda, dass sie nun zurück zum Kindergarten gehen wollten. Bärbel konnte sich kaum von Emma trennen. Als sie ein paar Schritte gegangen war, drehte sie sich noch einmal zur Eselin um, winkte ihr zu und rief: „Tschüss!“

Emma antwortete mit einem lang gezogenen „Iiii-aaah!“, das weit über den Weihnachtsmarkt schallte.

 

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Diese Geschichten unseres Adventskalenders 2023 sind bereits erschienen:

  1. Dezember – Endlich wieder Weihnachtsmarkt!
  2. Dezember – Weihnachtslieder
  3. Dezember – Das Kinderkarussell
  4. Dezember – Sankt Barbara
  5. Dezember – Filzpantoffeln für Gustav
  6. Dezember – Beim Nikolaus
  7. Dezember – Opa swingt
  8. Dezember – Ein Pony für Bärbel
  9. Dezember – Ein fröhlicher Abend mit Freunden
  10. Dezember – Eine Spitze für den Weihnachtsbaum
  11. Dezember – Seelenfutter
  12. Dezember – Duftende Kerzen

Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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