Übungen für die Sitzgymnastik mit einer Handvoll Knete

Für die Sitzgymnastik mit Senioren bietet sich Knetmasse als ein aktivierendes Medium an. Das Material ist vielseitig und kann in seiner Beschaffenheit den Bedürfnissen des Übenden angepasst werden. Für die Ausführung der einzelnen Übungen ist es nicht entscheidend, ob Sie Therapieknete, Spielknete, Salzteig oder Softton verwenden. Beachten Sie aber, dass einige Erkrankungen eine Anpassung des Härtegrades der Knetmasse und eine modifizierte Übungsausführung verlangen können. Das Material ist nicht für Menschen mit offenen Wunden oder frischen Narben geeignet. Liegen degenerative Gelenkerkrankungen vor, verwenden Sie kein zu hartes Material und vermeiden Überstreckungen. Die Übungen beziehen sich hauptsächlich auf die Förderung der Beweglichkeit der oberen Extremitäten. Sie bieten sich im Besonderen für Demenzpatienten an, denn sie befriedigen deren Bedürfnis nach taktilen Reizen. Achten Sie bei Menschen mit Demenz bitte unbedingt darauf, dass sie das Material nicht essen. Sind derartige Neigungen bekannt, können Sie auf Salzteig oder ähnliche, unbedenkliche Materialien ausweichen.

  1. Einen Ball formen. Jeder Teilnehmer erhält eine faustgroße Menge Knetmaterial. Bitten Sie die Gruppe zunächst, die Knetmasse zu einem Ball zu formen.
  2. Handpumpe. Der entstandene Ball wird mit jeder Hand mehrfach in Form einer Pumpbewegung zusammengedrückt.
  3. Weichklopfen. Leiten Sie die Teilnehmer an, die Knetmasse kräftig auf die Tischplatte unmittelbar vor sich zu werfen. (5 bis 8 Wiederholungen). Viele Materialien werden davon weicher und lassen sich im weiteren Verlauf besser bearbeiten.
  4. Abrollmassage. Führen Sie den Senioren vor, wie sie mit Hilfe des Knetballes ihre Armmuskulatur massieren können. Dazu wird der Ball, ausgehend vom Handgelenk, in kreisenden Bewegungen langsam zur Schulter hinauf gerollt. Erst bearbeitet die rechte Hand den linken Arm, dann umgekehrt.
  5. Ellenbogendrücken. Der Ball liegt mittig vor den Teilnehmern und wird mit den Ellenbogen wechselseitig auf dem Tisch zu einem Fladen zerdrückt. (5 Wiederholungen pro Seite)
  6. Fingerspreizen. Ist der Fladen breit genug, wird die rechte Hand mit gespreizten Fingern vollständig in die Masse gedrückt. Bitten Sie die Teilnehmer, die Finger im Material abwechselnd zu spreizen und zu schließen (8 bis 10 Ausführungen, Seitenwechsel). Die Knetmasse sollte einen Widerstand in den Fingerzwischenräumen bieten.
  7. Unendlich rollen. Zur Lockerung wird das Material in großen Kreisen und „liegenden Achten“ über die Tischplatte gerollt. (Beide Hände zugleich oder im Wechsel einbeziehen.) Die Finger sollten dabei entspannt gerade gehalten, nicht überstreckt werden.
  8. Schlange. Die Masse wird in der Faust zu einem Wulst geformt, der anschließend mit beiden Händen in der eben beschriebenen Grundhaltung auf der Tischplatte zu einer glatten „Schlange“ gerollt wird.
  9. Haare ziehen. Aus dieser „Schlange“ sollen nun im Spitzgriff so viele „Fäden“ wie möglich gezogen werden. Aus der „Schlange“ entsteht eine „haarige Raupe“.

Es bietet sich an, die Übungen mit einem Gespräch über die Erfahrungen der Teilnehmer mit diesen Tieren ausklingen zu lassen und sich, in dem folgenden lockeren Gespräch, nach dem Befinden der Senioren während der Übungen zu erkundigen.

Autor: Lisette Gunkel

 
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