Rauhnächte. Ein Brauchtumsartikel

 
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Die Nächte zwischen den Feiertagen gelten als besondere Zeit und werden als “Rauhnächte” bezeichnet. Lesen Sie gemeinsam mit den Senioren zu den Bräuchen während dieser Zeit eine Geschichte.

Rauhnächte

Die Nächte zwischen Weihnachten und dem Fest der Heiligen Drei Könige werden als die zwölf heiligen Nächte oder auch als Rauhnächte bezeichnet.
Die Ableitung des Namens ist bis heute nicht ganz klar. Zum einen leitet sich das Wort „rauh“ von „ruch“ ab, was „haarig“ bedeutet und sich auf die Dämonen bezieht, die in den Nächten umherirren. Zum anderen kommt aber „rauh“ auch auf „Rauch“ und „räuchern“, denn das Räuchern war Brauch in dieser Zeit. Warum es „zwischen den Jahren“ heißt liegt an dem alten germanischen Kalender. Es gab einen Wechsel zwischen Mond- und Sonnenjahr. Das Mondjahr hatte 345 und das Sonnenjahr 365 Tage. Somit blieben 11 Tage bzw. 12 Nächte übrig, die in keinem Kalender verzeichnet waren – also „zwischen den Jahren“.

In dieser „toten“ und dunklen Zeit treiben dann Dämonen und böse Mächte ihr Unwesen. Die „wilde Jagd“ ist eine Gruppe mythischer Jäger, die durch die Lüfte reitet. Es kann schwerwiegende Folgen haben, wenn man die wilde Jagd am Himmel sieht: man muss mit den Geistern mitreiten oder es bedeutet, dass Katastrophen wie Kriege bevorstehen oder schlichtweg den Tod desjenigen, der die „wilde Jagd“ beobachtet. Es wird behauptet, dass derjenige, der mit dem Teufel im Bunde steckt, sich in einen Werwolf verwandelt und sein Unwesen in diesen Nächten treibt.

Aus diesem Grund haben sich einige Bräuche, die man in dieser besonderen Zeit anwenden soll, entwickelt.
Damit die Reiter der „wilden Jagd“ sich nicht in der Wäsche verfangen, ist es verboten zwischen den Jahren Wäsche zu waschen und aufzuhängen. Es könnte sonst passieren, dass die weiße Wäsche in Leichentücher verwandelt wird.

 
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Auch das Räuchern soll Dämonen abwehren. Es werden Kräuter, die man an Maria Himmelfahrt gesammelt hat, oder Weihrauch und Myrrhe in den Häusern und Ställen verbrannt. Der Geruch beschützt dann Mensch und Tier. Heute stellt man auch gerne ein Räuchermännchen auf.

Diese besondere Zeit eignet sich auch zur Wahrsagerei und Zukunftsdeuterei. Das Bleigießen zu Silvester ist zum Beispiel so ein Brauch. (Hierzu mehr im Brauchtumsartikel zu Silvester.)
In den Alpenregionen finden in den letzten Tagen der Rauhnächte sogenannte Perchtenläufe statt. Die Menschen verkleiden sich in Dämonen und mit viel Lärm wird das alte Jahr vertrieben.

Quelle: Wikipedia.de & brauchtum.de

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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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