Beim Tanzen kommt man sich näher!

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Wie Musik und Bewegung zur Kontakaufnahme mit Menschen mit Demenz genutzt werden kann

Heute gehen nicht mehr alle Jugendlichen in eine Tanzschule. Früher war das anders. Tanzen war gesellschaftlich weiter verbreitet. Die meisten Jugendlichen besuchten damals eine Tanzschule. Bilder, auf denen die Jungen auf einer Seite der Tanzfläche stehen und die Mädchen auf der anderen, kennen wir aus alten Filmen. In diesen Filmen ist es meist so, dass keiner so recht den ersten Schritt wagt.

Tanzen als sicherer Rahmen

Dann traut sich der Junge und das Mädchen strahlt über beide Wangen. Wenn der erste Schritt, die Tanzaufforderung, gemacht ist, dann ist die Kontaktaufnahme über den Tanz ein Leichtes. Die vorgegebenen Schrittfolgen geben Sicherheit, die erlernten Tänze bilden den Rahmen. Durch die Musik ist eine Unterhaltung und das Finden der richtigen Worte nicht wichtig. Man darf auch NICHT reden. Berührungen, die in einem anderen Rahmen nicht möglich wären, sind als Tanzpaar erlaubt. Man fasst sich an, ohne das andere Hintergedanken haben.

Erinnerungen, die durch das Tanzen erweckt werden

Ob Schützenfest, Hochzeit oder die schon beschriebenen Szenen aus der Tanzschule, tanzen weckt bei vielen alten Menschen Erinnerungen. Die Ereignisse, zu denen getanz wird, sind meistens fröhlich und daher sind auch die damit geweckten Erinnerungen meistens positiver Natur. Ausnahmen gibt es jedoch immer. Viele Erinnerungen, die mit dem eigenen Lebenspartner zusammenhängen, können schmerzen, wenn man diesen verloren hat. Erinnerungen an gemeinsame Tanzerfahrungen gehören dazu.



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Sitztanz als Brücke zur Vergangenheit

Auch wenn die Teilnehmer ein fortgeschirttenes Alter erreicht haben, ist es möglich durch Tanzen Kontakte zu knüpfen und Gemeinschaftserlebnisse herzustellen. Man sollte nicht unterschätzen, wie gut und sicher auch Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen einmal gelernte und verinnerlichte Tanzschritte noch beherschen. Dennoch kann es natürlich zu Einschränkungen kommen, die den Tanz im Stehen verhindern. Auch bei Gemeinschaftstänzen ist es oft praktisch, wenn man diese im Sitzen durchführen kann. Sitztanz ist also eine wunderbare Möglichkeit trotz Einschränkungen ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen und durch das gemeinsame Bewegen in Erinnerungen zu schwelgen.

 


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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin, Master of Arts "Alternde Gesellschaften", Gründerin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Natali Mallek finden Sie hier. Fortbildungen mit Natali Mallek finden Sie hier.

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