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Ist das Wort „Demenzkranke“ diskriminierend?

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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

Kommentare (10) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich erlebe es in meiner Arbeit immer öfter, dass Demenz ein noch sehr großes Tabu ist und mit sehr vielen Ängsten belegt ist. Als Leiterin von 4 Betreuungsgruppen für Demenzkranke erlebe ich auch immer wieder, wie schwierig es ist neue Gäste zu werben. Das Wort Demenz wirkt sehr abschreckend. Auch durch die vielen Beiträge im Fernsehen werden eher Ängste aufgebaut anstatt abgebaut.

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  2. Das Wort Demenz ist für mich und meine demente Mutter immer noch negativ behaftet. Gefreut haben wir uns über den Begriff der „eingeschränkten Alltagskompetenz“ bei der Begutachtung des MDK. „Das ist es“, hat meine Mutter froh zugestimmt.

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  3. Demenz ist ein Schreckbild für jeden gesunden Menschen – keiner möchte je „dement“ sein und deshalb macht das Wort riesige Angst und eine große Hilflosigkeit entsteht.
    Ich erlebe im Alltag wie auch als Betreuungskraft dies und finde es sehr schade, dass dann oft der Rückzug angetreten wird – was soll ich den mit dem/der noch reden. Auch die Hilflosigkeit der Angehörigen ist schade. Wenn die Krankheit angenommen wird, man sich auf den Erkrankten voll einlassen kann, können viele lustige und nette Begegnungen stattfinden ….

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  4. Ich finde nicht, dass das Wort „Demenz“ geändert werden muss. Vielmehr muss in einem langsamen, aufklärenden Prozess die Krankheit Demenz als Krankheit wie jede andere – z.B. Krebs, Parkinson, Herzschwäche etc. etc. in der Gesellschaft verankert werden. Demenz sollte irgendwann nicht mehr negativer gesehen werden als jede andere Krankheit. Es ist unsere Kopflastigkeit, die aus Demenz ein Schreckbild macht!

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  5. Das Wort Demenz wirkt bei vielen Angehörigen und auch Betroffenen sehr negativ und beängstigend.Es werden auch durch die Medien mehr Ängste Auf- statt abgebaut,was schade ist.
    Ich als Sozial-u. Pflegeberaterin erlebe es immerwieder, das wenn von den Angehörigen die Krankheit angenommen wird,das sie oft noch lange viel glückliche, gemeinsamme Zeit haben.
    Das Wort Demenzkranker finde ich nicht schön, es reduziert den Menschen auf die Krankheit.
    Einen Namen muß die Krankheit ja haben und welcher Krankheitsname klingt schön?

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  6. Eigentlich geht es bei der Debatte gar nicht um die Krankheitsbezeichnnung „Demenz“ sondern um das Wort „Demenzkranke“. Es wird empfohlen stattdessen „Menschen mit Demenz“ oder ähnliche Bezeichnungen zu nutzen.

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  7. In meiner Qualifizierung hat man uns beigebracht, dass unsere Senioren nicht krank, sondern „DEMENTIEL VERÄNDERT“ sind. Unsere Berufsbezeichnung lautet doch „Betreuungsfachkraft nach §87b für dementiell veränderte Menschen“.

    Danke, dass sich jemand endlich mal die Zeit nimmt und sich über dieses negative Wort „Dementskranke“ Gedanken macht!

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  8. Ich finde nicht, dass das Wort geändert werden müsste, sondern die Einstellung in der Gesellschaft. Das ist ein langsamer, mühsamer Prozess, und ich finde und erlebe, dass wir in den letzten 25 Jahren (die Zeit meiner Tätigkeit mit dementiell veränderten Menschen) nicht sehr viel geändert hat, leider. Aber solange das Interesse der Gesellschaft lediglich darin besteht, Artikel der Tagespresse mit Titeln wie „Folter im Altenheim“ oder ähnliches, wie es grade noch in der renomierten Rh. Post zu lesen war, zu beklatschen und zu kommentieren mit „siehste, da haben wir es wieder“ – so lange wird sich nichts ändern. Und natürlich auch dadurch, dass man erst nachzudenken beginnt, wenn es heißt „was – so viel soll das alles kosten?“ – was mit dazu beiträgt, dass das öffentliche Interesse daran, dass Altenpfleger auch leistungsgerecht bezahlt werden, um die geforderte Leistung erbringen zu können – so lange wird wich auch an der Präsenz von schwarzen Schafen nichts ändern. Alles in allem eine leider sehr unbefriedigende Wirklichkeit, nichts desto trotz liebe ich die Arbeit mit meinen „Dementen“. Sie geben mir mitunter mehr Wärme und Lebenserfahrung und Wissen, als jeder „Normale“!

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  9. Unser Problem in der Gesellschaft ist, dass kranke Menschen meistens abgewertet werden, egal um welche Krsnkheit es sich handelt. Ich habe z.B. Asthma. Zu mir sagt man, ach da kommt die Asthmatikerin oder die Asthmakranke. Als Erwachsene kann ich gut damit umgehen, als Kind war ich oft traurig und habe mich als nicht normal gesehen. Leider hat sich in den vielen Jahren nicht viel geändert und schon mal gar nicht für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass man allen Menschen egal ob dick oder dünn, groß oder klein, alt oder jung, krank oder gesund, immer mit Achtung und Respekt begegnet. So einfach ist das doch!

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  10. Demenzkrank ist doch nur eine Tatsache die hier genannt wird deswegen finde ich es auf gar keinen Fall diskriminierend. Leider verschließen die meisten die Augen vor dieser Krankheit weil sie einfach nicht damit umgehen können.Wichtig ist eigentlich nur das wir einen wertschätzenden Umgang mit diesen Menschen haben, da diese es sehr wohl spüren ob sie von anderen ernstgenommen werden.

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