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Grüner Frosch. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

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Bringen Sie zum Vorlesen dieser Geschichte grüne Tücher, Stoffe oder Servietten mit. Legen Sie die Tücher, Stoffe oder Servietten in die Mitte und machen Sie an den fettgedruckten Stellen im Text eine kleine Pause.

Grüner Frosch

Die Sonne lacht und Jolanta beschließt einen kleinen Spaziergang zu unternehmen und die Natur zu genießen. Immer wenn sie eine kleine Pause von ihrem turbulenten Alltag braucht, findet sie in der grünen Natur einen Ausgleich. Sie geht sehr gerne spazieren und hat schon viele Wege rund um ihre Wohnung erkundet. Heute entscheidet sie sich für einen Weg durch die Felder und Wälder. Auf diesem Weg kann sie den richtigen Abstand zu ihrem normalen Trott gewinnen. Der Feldweg ist menschenleer und Jolanta weiß die Weite und die Stille zu schätzen. Das angepflanzte Getreide auf den Feldern ist noch ganz jung und schwingt in einem blassen Grün im leichten Wind hin und her. Am Wegesrand steht frisches, saftiges Gras. Zwischen den grünen Halmen sieht Jolanta den ein oder anderen kleinen grünen Grashüpfer sitzen. Das Zirpen der Grillen erfüllt die Luft. Jolanta kann sich gar nicht satt sehen an dem frischen Grün, das für sie ein Symbol für Leben und Lebensfreude ist. Sie freut sich über jeden Schritt, den sie geht. Der Feldweg grenzt auf der anderen Seite an einen kleinen Wald und Jolanta ist ganz erstaunt darüber, dass sie schon an dem Wäldchen angekommen ist. Sie genießt den Spaziergang und die Sonne, die ihre Haut wärmt. Auf den Wald freut sie sich allerdings auch: Dort sprießen die Blätter der Bäume grün aus den Ästen hervor und verbreiten eine ungeahnte Zuversicht. Das Grün der neuen Blätter ist hell und lebenslustig, das Moos auf dem Boden ist dunkler. Das Grün des Mooses strahlt Ruhe und Verlässlichkeit aus, das Moos kennt seinen Platz, ist an seinem Ort und wird dort auch so schnell nicht weggehen. Als Jolanta zu einer Bank kommt, macht sie eine kurze Pause und setzt sich hin. Die Bank steht an einem kleinen Teich. Wenn man nicht weiß, dass an dieser Stelle ein Teich ist, kann man ihn auf den ersten Blick fast nicht sehen. Die Oberfläche des Teichs ist über und über mit grüner Entengrütze bedeckt. Neulich hat Jolanta in der Zeitung gelesen, dass Entengrütze, also Wasserlinsen, auch für den Menschen ein sehr gesundes Nahrungsmittel sein soll. Die kleinen Wasserlinsen sehen allerdings nicht sehr schmackhaft aus, findet Jolanta und überlässt das grüne Gemüse dann doch lieber dem Entenpaar, dass sich auf dem Teich wohl fühlt. Plötzlich hört Jolanta etwas Quaken. Sie kneift die Augen etwas zusammen und versucht die Ursache des Quakens zu entdecken. Dann entdeckt sie ihn. Dort sitzt ein kleiner, grüner Frosch. Zwischen den grünen Wasserlinsen muss man schon ganz genau hingucken um ihn zu erspähen. Jolanta freut sich und beschließt noch ein Weilchen auf der Bank auszuruhen. Sie lässt die vielen Grüntöne weiter auf sich wirken und ist voller Dankbarkeit für das wilde, unberechenbare und doch wundervolle Leben um sie herum.



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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

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