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Emotionen


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Unsere Gefühle steuern unsere Gedanken und unser Handeln. Unser Handeln und unsere Gedanken steuern unsere Gefühle. Man kann es drehen und wenden wie man möchte. Unsere Gefühle gehören zu uns und sind Teil unseres Lebens. Aber was sind Gefühle eigentlich? Während man in früheren Zeiten dazu neigte, Denken und Gefühle strikt voneinander zu trennen, geht man heute davon aus, dass erst eine gute Kombination von Denken und Fühlen Handeln ermöglicht. Danach, stellen Gefühle eine „Gesamterfahrung“ dar, die in ihren Einzelheiten so komplex ist, dass unser Verstand nicht dazu in der Lage wäre, sie in ihren Einzelheiten zu repräsentieren. Gefühle helfen uns also, unsere Umwelt besser zu verstehen, als wir es allein mit unserem Verstand jemals könnten.



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Definition

Emotionen sind Veränderungen auf verschiedenen Ebenen. In einer Situation ändert sich das Erleben, das Handeln und unser körperlicher Zustand. Wir haben Angst (Erleben), flüchten (Handeln) und unser Herz schlägt schneller (körperlicher Zustand). Emotionen suchen sich verschiedene Kanäle um sich Ausdruck zu verleihen, Diese sind Mimik, Gestik, Körperhaltung und Sprache, sowie Stimmmodulationen. In ihrer Qualität unterscheiden sich Emotionen deutlich.

Emotionen im Alter

Zu vielen Bereichen der Emotionen gibt es verschieden Studien, die sich mit den Veränderungen im Alter beschäftigen. Die Befundlage ist allerdings uneinheitlich und es bedarf weiterer Forschung um zu gesicherten Erkenntnissen zu gelangen. Ergebnisse scheinen darauf hinzudeuten, dass es keine Unterschiede im Erleben und Ausdruck von Emotionen gibt, dass sich aber die Möglichkeit zur Emotionsregulation im Alter verbessert.

Emotionsregulation

Ob bewusst oder unbewusst, automatisch oder gesteuert, wenn wir Einfluss auf unsereGefühle nehmen, spricht man von Emotionsregulation. Grund für die Einflussnahme können drei Ziele sein. Entweder wollen wir unsere Gefühle verstärken, wir wollen sie abschwächen oder wir wollen sie erhalten. Mit ansteigendem Alter haben Menschen eine höhere Motivation ihre Emotionen zu kontrollieren. Nach der Theorie der Sozioemotionalen Selektivität rücken Zukunftsziele im Alter in den Hintergrund und emotionale Ziele werden wichtiger. Dies könnte ein Grund dafür sein das Ältere Menschen ihre Gefühle besser unter Kontrollen haben. Ein weiterer Grund könnte sein, dass das kardio-vaskuläre System im Alter eine höhere Rigidität aufweist. Auf gleichstarke Emotionen reagieren Ältere mit weniger physiologischen Veränderungen.

Quellen:

Martin, Mike/ Kliegel, Matthias (2010): Psychologische Grundlagen der Gerontologie. 3. Stuttgart: Kohlhammer.
Scheibe Susanne (2011): „Emotionsregulation – Strategien, neuronale Grundlagen und Altersveränderungen. In: Reimann, Martin/ Weber, Bernd (Hg.): Neurookönomie. Grundlagen- Methoden- Anwendungen. Wiesbaden: Gabler. 61-78.
Steden, Hans-Peter (2004): Psychologie. Eine Einführung für soziale Berufe. 2. Freiburg im Breisgau.
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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

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