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Einkauf auf dem Markt – Eine Sprichwortgeschichte


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Diese Sprichwortgeschichte kann als eine Aktivierung vorgelesen werden oder im Gedächtnistraining mit Senioren und Menschen mit Demenz eingesetzt werden. Für das Gedächtnistraining werden die Sprichwörter in der Geschichte nur zur Hälfte vorgelesen, die andere Hälfte wird von den Teilnehmern ergänzt.

 

 

Heute ist Markttag und wie immer mache ich mich morgens früh auf den Weg, denn es ist ja bekannt: Der frühe Vogel…fängt den Wurm.



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Das Wetter spielt allerdings heute nicht mit: Es regnet wie…aus Eimern!

Darüber wundern sollte ich mich jedoch nicht, denn der April macht ja bekanntlich…was er will! Mit einem Regenmantel, wetterfesten Schuhen und einem Schirm gehe ich trotzdem in aller Vorfreude auf die frische Vielfalt und die neuen Angebote los.

Auf dem Weg zum Markt komme ich, wie immer, an Herrn Meyers Haus vorbei. Herr Meyer steht stets am Fenster und schaut in die Ferne. Ich grüße ihn freundlich, ohne Erwartung an eine Antwort – Herr Meyer redet nicht gerne. Ich grüße ihn trotzdem: Steter Tropfen…hölt den Stein!

Weiter begegnen mir noch Frau Schmidt und Herr und Frau Müller, auch auf dem Weg zum Markt. Wir unterhalten uns kurz an einer Straßenecke und ziehen danach gemeinsam weiter. Herr und Frau Müller befinden sich auf dem Weg im regen Austausch über dies und das: Herr Müller möchte grüne Äpfel, Frau Müller lieber rote. Frau Müller möchte Brot kaufen, Herr Müller mag lieber Brötchen. Und, und, und…bei den Beiden passt wirklich das Sprichwort: Gegensätze…ziehen sich an.

Es gibt grüne Äpfel und ein Brot, so sind Beide zufrieden.

Der Blumenhändler allerdings war heute mit allen Wassern…gewaschen! Das war ein Handeln und Feilschen bis ich meine Blumen endlich zu dem Preis bekam, den ich mir vorgestellt hatte. Kurzum habe ich ihm dann aber vom Käsestand noch seinen Lieblingskäse besorgt: Eine Hand wäscht ja bekanntlich…die Andere.

Zum Mittagessen soll es heute Gulasch geben, deswegen muss ich unbedingt noch zum Fleischer. Die Liebe geht…durch den Magen, hat meine Mutter früher immer gesagt. Und sie hatte Recht! Am Markttag ist deshalb bei uns immer Gulasch-Tag.

Frau und Herr Müller verabschieden sich derweil, sie sind schon mit ihren Einkäufen fertig. Zwischendurch hört man immernoch aus der ein oder anderen Ecke Sticheleien: Was sich liebt…das neckt sich.

Ich habe mein Gulasch besorgt, den Korb voll Obst und Gemüse und auch noch ein frisches Brot gekauft. Die Blumen habe ich in der Hand, es hat mittlerweile aufgehört zu regnen und so bleiben sie frisch.

Auf dem Heimweg komme ich wieder an Herrn Meyers Haus vorbei. Diesmal steht er in seinem Vorgarten. Auf meine Grüße grüßt er völlig überraschend zurück und beginnt, von seinen Blumen und den selbst angebauten Obstbäumen zu berichten…Wir unterhalten uns fast eine ganze Stunde angeregt über dies und das. Ich sag’s ja immer: Stille Wasser…sind tief!

 

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist super…
    Deine Seite gib mir immer super,klasse Anregungen..
    BITTE,BITTE mach weiter so…
    DANKE!!!!!

    Antworten

  2. Hier finde ich immer so viel interessantes Material und tolle Ideen.
    Ganz große Klasse. Vielen Dank.

    Antworten

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