Büttenrede: Laute Nachbarn. Für Karnevalsfeiern mit Senioren

Die folgende Büttenrede gehört zu unserer Reihe mit Büttenreden. Sie ist für eine Feier an Karneval gedacht und soll alle anwesenden Senioren zum Lachen bringen. Viel Spaß beim Vortragen.

Laute Nachbarn

Wie jedes Jahr, wir feiern heute,
ich nicht mit erhobenen Finger deute.
Denn oft, da halt ich’s nicht mehr aus
und muss aus meiner Wohnung raus.
In meinem Haus ist es immer so laut,
wie halten das nur die Nachbarn aus?

Meine Wohnung liegt genau in der Mitte,
deswegen habe ich nur eine Bitte.
Macht eure Dinge doch etwas leiser,
ihr müsst doch schon sein, so furchtbar heiser.

Die Dame in der Wohnung links von mir,
übt Tag und Nacht an ihrem Klavier.
Klaviermusik ist schön und höre sie mir gerne an,
aber nur, wenn man auch Klavierspielen kann.

Der Mann nebenan rechts,
glaubt wohl, er ist ein Specht.
Nein, er ist nicht im Kopf so behämmert,
doch was er immer gegen die Wände hämmert.
Mit viel Motivation und Elan
baut er die Wohnung um, nach Plan.
Frisch eingezogen ist er in diesen Gängen,
wie viel Bilder hat er wohl noch zum Aufhängen?
Mal wird gehämmert, mal gebohrt,
hängt es noch immer nicht, sein blödes Board?

Die Klimperei, die Klopferei,
um das zu überstehen, brauch ich Arznei.
Doch wenn ihr glaubt, dass das alles gewesen sei,
dass es nur laut ist von diesen zwei,
dann irrt ihr gewaltig,
denn es wird noch reichhaltig.

In der Wohnung direkt darunter,
wohnt eine Frau, total putzmunter.
Anfangs dachte ich, dass sie jung ist und fein,
aber die lässt ja jeden Mann bei sich rein.
Mensch! War ich eine Hohlbirne,
weil nicht gleich bemerkt: Das ist ja’ne Dirne.
Anfangs flirtete ich noch mit ihr,
sie lud mich dann ein auf ein Bier zu ihr.
Getrunken habe ich es dann nicht,
ich musste fliehen, denn sie wollt´nur meinen Wicht.
Wenn es ruhig wär, wär´s ja kein Problem,
denn ich wohne ja darüber, ich kann´s eh nicht sehn.
Aber es dringt bis rauf, das laute Gestöhne.
Die ist jung und braucht halt die Löhne.

Oberhalb wohnt ein wilder Mann,
der zieht nur Lederklamotten an.
Einen Bart bis fast zum Knie,
ansprechen werd ich den nie.
Der schaut mich auch immer so finster an,
gegen das ich mich niemals wehren kann.
Aber auch das wäre mir egal,
doch auch seine Töne sind fatal.
Es dringt zwar nicht runter ein Gestöhne,
aber ein furchtbar lautes Musikgedröhne.
Ich höre von oben nur Bumm Bumm,
ja, das macht einem wirklich dumm.

Jetzt stellen Sie sich mal wirklich das vor,
um zu versteh’n, was ich bin, so ein armer Thor.
Klimperei, Gebohre, Gestöhne, Gedröhne, von der Straße noch Geschrei
das ist doch viel zu viel allerlei!
Ich halte es zu Haus,
einfach nicht mehr aus!
Doch wo soll ich bloß hin?
Dort wo ich viel entspannter bin.
Vielleicht in die Wärme,
in eine ruhige Therme?
In eine Bibliothek? Da muss man sein still.
Nein, weil ich kein Leser bin.
Ich steige ins Auto und drück aufs Pedal,
und fahre zum nächsten …. Karneval!

 


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