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Aus dem Schatten treten


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Warum ich mich für unsere Rechte als Demenzbetroffene einsetze

*

Autorin: Helga Rohra
Verlag: Mabuse-Verlag

Inhalt

Aus dem Schatten treten* Helga Rohra ist Mitte Fünfzig als ihr 2009 die Diagnose Lewy-Body-Demenz gestellt wird. In diesem Buch erzählt sie mit Hilfe ihres Schreibassistenten Falko Piest wie sich ihr Leben von diesem Zeitpunkt an drastisch verändert hat, welche Hürden sie überwinden muss und vor welche Herausforderungen sie die Demenzerkrankung stellt.
Aber – soviel sei schon einmal vorab gesagt – dieses Buch sprudelt, anders als wahrscheinlich erwartet, vor Kraft und Lebensfreude.

 

Höhen und Tiefen

Helga Rohra erhält die Diagnose Lewy-Body-Demenz mit 54 Jahren. Zu dieser Zeit ist sie freiberufliche Dolmetscherin mit den Schwerpunkten Medizin und Naturwissenschaften. Sie lebt mit ihrem Sohn zusammen, der gerade sein Abitur macht.

Helga Rohra beschreibt in diesem Buch auf eindrückliche Weise ihren Weg mit der Diagnose Demenz. Von anfänglichen Unsicherheiten bis zur Diagnose, über die Depression in den selbstständigen eingeschränkten Alltag, vom Versteckspiel bis hin zur Rednerin auf Kongressen.
Als besonders beeindruckend empfinde ich, dass man beim Lesen vollkommen in den Bann des Buches gezogen wird und die Gefühle und Empfindungen der Autorin fast greifbar nachempfinden kann. Dabei kommt nie das Gefühl von Selbstmitleid auf – für jedes Problem, für jede Einschränkung werden Lösungen gesucht, von denen sich selbst wir nicht an Demenz erkrankte Menschen eine Scheibe von abschneiden können.
In unserer Gesellschaft ist die Demenzerkrankung leider oft immernoch ein Tabuthema und Betroffene ziehen sich bei Krankheitsbeginn aus der Öffentlichkeit zurück. Gesehen werden sie dann erst wieder, wenn sie wirklich nicht mehr, auch nicht mit Hilfe der Angehörigen, alleine Leben können. Frau Rohra schafft es, der Erkrankung ein neues Bild zu geben und uns, meist hilflosen Angehörigen und Begleitern von Menschen mit Demenz, ihre Gedanken und Gefühle sehr realistisch und nachvollziehbar zu vermitteln.

Natürlich hat Frau Rohra nur eine Form der Demenzerkrankung und jeder Mensch, jeder Krankheitsverlauf ist unterschiedlich. Ihr Buch hat aber auch nicht die Intention, ‘Alles und Jeden’ über einen Kamm zu scheren. Das macht sie an mehreren Stellen deutlich. Vielmehr kommt öfters der Wunsch, nicht die Defizite der Betroffenen sondern vielmehr deren Ressourcen zu sehen und sie darin zu bestärken.
Dieser Blick ist meiner Meinung nach mit einer der wertvollsten in der Begleitung von Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind.

Somit richtet sich das Buch an Betroffene, an Pflege- und Betreuungskräfte, Ärzte, Angehörige, Freunde, Mitarbeiter von Ämtern und an Alle, die einem Menschen mit Demenz in der U-Bahn oder im  Supermarkt begegnen.

 



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Fazit

Helga Rohra hat es geschafft “aus dem Schatten zu treten” und uns Lesern ein anderes Bild eines an Demenz erkrankten Menschen zu vermitteln als es in unserer Gesellschaft oft skizziert wird. Das Buch ist kein neues Handbuch dafür, wie man mit Menschen mit Demenz umgeht, es beschreibt vielmeher einen einzigartigen Weg einer Frau, die trotz ihrer Erkrankung für ihr Leben kämpft mit einem aus tiefstem Herzen kommenden Appell an uns Alle, die Stärken und Ressourcen von Menschen mit Demenz wahrzunehmen und ihre Gefühle ernst zu nehmen.

Aus dem Schatten treten jetzt bei Amazon bestellen.*

 

www.mabuse-verlag.de

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin.

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