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2 Tipps um dem Dokumentationswahnsinn entgegen zu treten!


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Die Dokumentation ist ein großes Thema in Pflegeeinrichtungen.

Auch in der Umfrage, die ich letztes Jahr im Rahmen meiner Mastearbeit durchgeführt habe, wurde immer wieder die Forderung nach besseren Dokumentationsbedingungen laut.



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Fehler bei der Dokumentation

Zu oft hört man, dass die Dokumentation in einigen Pflegeheimen einen höheren Stellenwert hat, als die geleistete Arbeit selbst. Das ist ein kranker Auswuchs unseres Pflegesystems, von dem ich hoffe, dass er die Ausnahme und nicht die Regel darstellt.

Dokumentation in Pflegeheimen ist in der Theorie eine ganz logische und sinnvolle Sache. Laut Literatur und MDK entsteht der Dokumentationswahnsinn vorallem aus zwei Praxisfehlern heraus.

  • Der erste Fehler ist demnach, dass die gleichen Tatsachen doppelt und dreifach dokumentiert werden. Zu viele Formblätter führen dazu, dass die Dokumentation unübersichtlich wird. Dinge, die schon in Checklisten vermerkt wurden, werden in Berichteblättern nochmal schriftlich festgehalten. Das muss nicht sein.
  • Der zweite Fehler ist, dass oft unwesentliche Dinge dokumentiert werden. Wenn man nur etwas schreibt, um etwas zu schreiben, dann ist die Sinnhaftigkeit zweifelhaft. Schuld an einem solchen Vorgehen sind häufig Vorgaben von Vorgesetzen wie “Jeden Tag ein Eintrag”. Solche Vorgaben sind hausgemacht und nicht vom MDK!

2 Tipps für die Dokumentation

Aus den Fehlern bei der Dokumentation ergeben sich zwei Tipps für die Dokumentation. Es ist allerdings anzumerken, dass diese Tipps vorallem auf struktureller Ebene angesiedelt sind und daher meistens die Leitungsebene Änderungen einführen muss.

  1. Überprüfen Sie Checklisten, Formblätter und co. auf Dinge, die doppelt erfasst werden. Streichen Sie alle doppelten Angaben (natürlich nur einmal 😉 ).
  2. Beschränken Sie die Dokumentaion auf das Wesentliche. Wenn Frau M. jede Woche in der Malrunde einen zufriedenen Eindruck macht, reicht vielleicht ein übergeordneter Eintrag. Bei der wöchentlichen Malgruppe, müssen Sie dann nur noch Abweichungen von der Regel notieren.

 

Weitere Tipps zur Dokumentation finden Sie auch in dem Buch:
*
Formulierungshilfen Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung*

 







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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren* und Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck*.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Zum Dokumentationswahnsinn:
    Als “Zaungast”, ich komme ja nur einmal pro Woche für 1,5 Std mit meinem Aktivierungsprogramm ins Pflgeheim,habe ich die ganze Entwicklung von der Zeit vor und mit der Pflegeversicherung mitbekommen.
    Waren die Leistungen vorher in der Pflegepauschale enthalten, muss jetzt jede Handreichung dokumentiert werden.

    Wenn ich da mitbestimmen könnte, würde ich die Pflegekräfte mit Diktafonen ausstatten und eine zentrale Schreibkraft für die Niederschriften einstellen. Das würde bei den Pflegenden viel Stress abbauen und wieder mehr Zeit für das Wesentliche bringen.

    Flummi

    Antworten

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