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Waschtag. Eine kostenlose Alltagsgeschichte für Senioren

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Früher war ein Waschtag doch eine mächtig anstrengende Sache! Erinnern sich Ihre Senioren noch daran? Eine Alltagsgeschichte zum Vorlesen

Waschtag

In früheren Zeiten war so ein Waschtag eine anstrengende Sache. Unten im Kessel wurde ein Feuer gemacht. Dafür musste man natürlich auch passende Holzscheite haben – sie durften nicht zu groß sein, dann passten sie nicht rein, aber zu klein war auch blöd, denn dann musste man öfter nachlegen. Der Waschzuber musste dann mit Wasser befüllt werden. Und es dauerte ewig bis das Wasser kochte. Die Flecken in der Wäsche wurden vor dem eigentlichen Waschen mit Gallseife heraus gerubbelt.

Wenn das Wasser im Waschzuber kochte, wurde die weiße Wäsche hinein getaucht. Dazu gab es extra einen breiten Holzstab, damit rührte man in dem dampfenden Kessel herum. Ach ja, natürlich wurde, bevor die Wäsche in den Waschkessel kam, noch Kernseife hinein gebröselt.
Auf einem Waschbrett wurde die Wäsche auch noch einmal kräftig über die Rippel gerieben, so wurden alle Flecken heraus gerubbelt. Das war eine mühselige Arbeit, denn die Flecken heraus zubekommen, war gar nicht so einfach. Auch taten nach einiger Zeit immer die Finger weh.

War die weiße Wäsche fertig und das Wasser im Waschkessel nicht mehr ganz so heiß, wurde die dunkle Wäsche auf die gleiche Art gewaschen. Hemden und Tischdecken wurden zusätzlich gestärkt.

War die gesamte Wäsche sauber gekocht und gerubbelt, wurde die Wäsche in einem zweiten Bottich mit klarem Wasser ausgespült. Dann musste die Wäsche ganz fest ausgewrungen werden, denn eine Schleuder gab es nicht.



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Die Wäsche wurde dann im Garten auf die Leine gehangen und die weiße Wäsche zum Bleichen auf die Wiese gelegt. In vielen Ortschaften gab es sogar eine Bleichwiese, zu der man dann seine Wäsche hinbringen konnte. Die Sonne blich noch zusätzlich die Flecken aus.

Im Winter wurde die Wäsche in der Küche über den Ofen gehangen, damit sie trocknen konnte. Aber im Winter wurde auch nur das Nötigste gewaschen. Falls man die Wäsche doch nach draußen auf die Leine hing, war sie oft steif gefroren und musste erst einmal auftauen. Man wechselte seine Kleidungsstücke auch nicht so häufig wie heute – eben weil das Waschen so anstrengend war.

Meistens war montags Waschtag und die Frauen kochten das Mittagessen vor oder es gab Reste vom Sonntag. An einem Waschtag hatten die Frauen so viel zu tun, dass sie zu nichts anderem kamen. Am Abend taten dann nicht nur die Hände weh vom heißen Wasser und vom Wäscherubbeln, sondern auch der Rücken vom Bücken und vom Tragen der schweren nassen Wäsche.

Heute haben wir es doch wirklich viel einfacher. Tausendfacher Dank an den Erfinder der Waschmaschine!



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Monika

© by Monika Kaiser

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