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Hoffnungsgeschichte: Der Rosenstrauch. Kostenlos

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Geschichten für Senioren. Im Frühling wächst und blüht alles. Auch die Rosensträucher.

Der Rosenstrauch

Gerda Müller hatte einen wunderschönen Garten. Im Vorgarten blühten in diesem Frühjahr schon Tulpen, Narzissen und Krokusse. Die Forsythiensträucher leuchteten gelb und die Weidenkätzchen tanzten im lauen Wind an den Ästen. Hinter dem Haus stand auf der Wiese eine Magnolie in voller Pracht und streckte ihre pfirsichfarbenen Blütenarme in den blauen Himmel. An den Bäumen und Sträuchern sprangen die Knospen auf und alles fing an zu wachsen und zu blühen. An ihrem Lieblingsplatz auf der Terrasse stand der Rosenstrauch. Jedes Jahr im Sommer umhüllte er sie mit seinem süßen Honigduft, wenn sie in ihrem Liegestuhl lag. Als es nachts nicht mehr so kalt war, nahm sie den alten Jutesack fort, mit dem sie ihn abgedeckt hatte und erschrak als sie ihn sah. Denn dieses Jahr war noch keine Knospe zu sehen und die Zweige waren vertrocknet und tot.

Frau Müller nahm die Gartenschere und schnitt alle vertrockneten Zweige ab. Sie kaufte guten Rosendünger und düngte und wässerte den Strauch. Dann wartete sie ab. Jeden Tag ging sie in den Garten und schaute nach ihrem Rosenstrauch. Doch nichts passierte. Er wuchs nicht und es zeigte sich auch keine Knospe. „Ob er wohl Frost abbekommen hat? Vielleicht hätte ich ihn besser abdecken sollen? Oder ob die Mäuse an seinen Wurzeln genagt haben?“, Frau Müller konnte sich keinen Reim darauf machen, was mit ihrem wunderschönen Rosenstrauch passiert war. Sie versuchte es mit Kompost und Pferdemist und immer wieder wässern und sie wurde von Tag zu Tag trauriger, denn nichts passierte. Sie hatte die Rose damals mit ihrem Mann gepflanzt als die Kinder noch klein waren. Jedes Jahr erfreute Frau Müller sich an den rosafarbenen, duftenden Blüten. Der Strauch blühte bis in den Herbst hinein und bildete dann knallrote Hagebutten.



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Und das sollte jetzt vorbei sein? An diesem Morgen ging Gerda Müller wieder in den Garten. Sie spazierte über die Wiese, die mit Blütenblättern der Magnolie übersät war. Unter den Sträuchern guckten die Maiglöckchen mit ihren weißen Köpfchen hervor. In den Bäumen zwitscherten die Vögel. Es würde ein schöner warmer Tag werden. Sie holte ihren Liegestuhl aus dem Schuppen und setzte sich auf die Terrasse in die Sonne. Ihr Blick fiel auf den Rosenstrauch. Sie konnte es nicht glauben. War da eine Knospe? Sie schlurfte ins Haus, holte ihre Brille und ja, die Rose hatte nicht nur eine Knospe sondern sogar drei. Frau Müller konnte ihren Blick kaum abwenden. Glücklich setzte sie sich wieder in den Liegestuhl, wurde umhüllt von den warmen Sonnenstrahlen und freute sich auf den Sommer.



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Monika

© by Monika Kaiser

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