Gold polieren. Gestalten Sie eine schöne Hauswirtschaftsrunde.

Im Verlauf eines langen Lebens sammeln sich viele Besitztümer an. Einige bleiben, die meisten geraten in Vergessenheit. Unter den Dingen, die bleiben, sind oft Schmuckstücke. Wir verwahren sie wegen ihres materiellen Wertes, aber auch aufgrund ihrer symbolischen Funktion. In der Arbeit mit Senioren bekommen wir solche symbolträchtigen Schmuckstücke häufig präsentiert. Die Besitzer berichten stolz oder ehrfürchtig von den dazugehörigen Ereignissen. Wir erfahren von Hochzeiten, Todesfällen, Freundschaften und Urlaubsreisen. Diese Symbolwirkung ist tief im Gedächtnis verankert. Sie erleichtert die Biografiearbeit und macht selbst billigen Modeschmuck zu einem wertvollen Diamanten. Sie können eine kleine Hauswirtschaftsrunde planen, in der Sie diese Schätze sowohl auf sachlicher, als auch auf symbolischer Ebene pflegen. Versuchen Sie z. B. gemeinsam mit Ihren Senioren deren liebsten Goldschmuck zu polieren.

Material

Bitten Sie die Teilnehmer, eines ihrer goldenen Schmuckstücke mitzubringen. Stellen Sie Schalen mit lauwarmem Wasser, eine Packung Natron, ein mildes Geschirrspülmittel, weiche Kinderzahnbürsten, weiche Tücher zum Abtrocknen und trockene Brillenputztücher für den eigentlichen Poliervorgang bereit. Bedenken Sie, dass das Wasser während der Arbeit erneuert werden muss. Befindet sich kein Waschbecken mit Warmwasseranschluss im Raum, stellen Sie einen Wasserkocher bereit.

Durchführung

Eigene Schätze und deren Geschichte. Sprechen Sie im Vorfeld mit den Senioren über die Pläne für den heutigen Tag und helfen Sie ihnen, sich ihren Möglichkeiten entsprechend darauf vorzubereiten. Jeder sollte letztendlich eine Münze oder ein Schmuckstück aus Gold zur Verfügung haben. In der Gruppe können diese Schätze nun gemeinsam, betrachtet werden. Das Erzählen der dazugehörigen Geschichten kann unter Umständen viel Zeit in Anspruch nehmen. Behalten Sie die Uhr im Auge und greifen Sie, wenn notwendig, mit gezielten Fragen in die Schilderungen ein.

Goldvarianten. Betrachten Sie gemeinsam mit der Seniorengruppe die Goldstücke etwas genauer. Welche Bedeutung haben die Markierungen? Welche Goldarten liegen vor ihnen? Gibt es noch andere? Was kann aus Gold hergestellt werden? Eventuell belesen Sie sich grob bezüglich des Materials, um das Gespräch geschickt leiten zu können.

Politurmittel. Sammeln Sie nun gemeinsam auf einem großen Blatt Ideen zum Thema „Gold polieren“. Welche Politurmittel sind den Teilnehmern bekannt? Gibt es Hausmittel, die hier Anwendung finden können? Weisen Sie in diesem Zuge prophylaktisch auf mögliche Probleme hin. Erinnern Sie daran, nur weiche Materialien zu verwenden, da Gold leicht zerkratzt.

Polieren. Nun können Sie die für heute angedachte Politurvariante vorstellen. Das Gold soll in einer Schüssel mit lauwarmen Wasser, etwas Natron und Geschirrspülmittel eingeweicht werden. Nach ein paar Minuten können Sie es mit einer sehr weichen Kinderzahnbürste reinigen. Bei zufriedenstellendem Ergebnis wird die Natron-Mischung mit lauwarmen Wasser gründlich abgespült und das Schmuckstück kann mit einem weichen Tuch getrocknet werden. (Kein Papiertuch!) Die eigentliche Politur erfolgt schließlich mit Hilfe eines trockenen Brillenputztuches. Besprechen Sie die einzelnen Arbeitsschritte mit den Senioren und kommen Sie dann in die Betätigung. Es ist denkbar, die Arbeitsschritte nacheinander vorzustellen. So tragen Sie einer verminderten Gedächtnisleistung Rechnung.

Achten Sie bei der Arbeit mit Wertgegenständen peinlich genau darauf, wem was gehört und dass jedes Schmuckstück zum Ende der Veranstaltung in Händen seines Besitzers ist.

 


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