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Die Entwicklung des Gehirns im Alter


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Ein Mann und ein Baby- Die Entwicklung des Gehirns.

Wie entwickelt sich unser Gehrin im Alter? Gibt es nur negative Veränderungen? Wie entwickeln sich unsere Nervenzellen? Wie altert das Gehirn?

100 Milliarden Nervenzellen

Wir haben in unserem Gehirn ungefähr 100 Milliarden Nervenzellen, so genannte Neuronen. Mit den meisten davon kommen wir auf die Welt.

Früher ging man davon aus, dass ein erwachsenes Gehirn gar keine neuen Zellen mehr bilden kann. Das die Entwicklung des Gehirns irgendwann abgeschlossen ist, ist ein sehr unschöner Gedanke. Das ist mittlerweile zum Glück widerlegt. Trotzdem verlieren wir im Verlauf unseres Lebens viele unserer Neuronen wieder. Die Entwicklung unseres Gehirns im Alter geht mit einem Verlust an Nervenzellen einher.

Dieser Verlust schreitet nicht langsam voran, sondern schreitet, vor allem ab dem 40. Lebensjahr, relativ schnell voran. Ist die Entwicklung unseres Gehirns doch eine Einbahnstraße?

Positive Aspekte?

Das klingt erstmal nach einer negativen Nachricht zur Entwicklung des Gehirns im Alter. Es ist allerdings fragwürdig, ob dieser Verlust ausschließlich negativ ist, oder ob er auch positive Aspekte hat. Es könnte zum Beispiel so sein, dass vor allem Nervenzellen abgebaut werden, die wir nicht benötigen. So wäre eine Entwicklung, die erstmal so klingt als habe sie nur negative Aspekte, eine positive Entwicklung.

Fakt ist: Wir sind der Entwicklung unseres Gehirns nicht schutzlos ausgeliefert! Fordern Sie Ihre grauen Zellen heraus! Machen Sie Gedächtnistraining.

Die Entwicklung des Gehirns

Das Gehirn ist plastisch, es hat die Fähigkeit, sich den Umständen anzupassen, sich zu verändern und ständig neue Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Während in früheren Zeiten angenommen wurde, dass das Gehirn nur bei Kindern besonders formbar und flexibel sei, weiß man heute, dass die Veränderungsfähigkeit bis ins hohe Erwachsenenalter hinein erhalten bleibt.



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Hirnareale

Die Größe von verschiedenen Hirnarealen ändert sich mit der Nutzungshäufigkeit, ein schönes Beispiel hierfür sind die Veränderungen des Gehirns, wenn jemand das Spielen eines Instruments erlernt. Bei sehr gut ausgebildeten Musikern ist zum Beispiel der Teil des Gehirns, der Laute verarbeitet, etwa 25% größer als bei Nicht-Musikern. Bei gut ausgebildeten Musikern kann natürlich davon ausgegangen werden, dass das Gehirn mit einer sehr hohen Intensität über Jahre hinweg trainiert wurde. Doch auch, wenn Dinge erst im Erwachsenenalter trainiert werden, und auch innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne, können Veränderungen des Gehirns erreicht werden.

“Use it- or loose it!”

Auch der bestausgebildete Musiker muss, um seine Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, täglich mehrere Stunden üben. Im Gehirn gilt das Prinzip „use it or loose it“. Fähig- und Fertigkeiten, die nicht genutzt werden, gehen verloren.

Verlagerung von Funktionen

Neben der Vergrößerung von Arealen im Gehirn ist das Gehirn auch in der Lage, bestimmte Funktionen zu verlagern. Gehirnzellen, die normalerweise eine bestimmte Aufgabe haben, können diese Aufgaben unter bestimmten Umständen abändern. Ein Beispiel für eine derartige Anpassungsleistung ist, dass bei vielen Blinden die Gehirnareale, die normalerweise für das Sehen verantwortlich sind, beim Lesen von Blindenschrift die Verarbeitung der Tastinformationen übernehmen. Bei Schlaganfallpatienten kann durch die Verlagerung von Funktionen im Gehirn der Verlust bestimmter Hirnregionen häufig ausgeglichen werden. Es werden Kortexpartien, also Bereiche des Gehirns, für einen anderen (wenn auch meist ähnlichen) Zweck genutzt als den, für den sie vorgesehen waren.

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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren* und Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck*.

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