Der Drache fliegt im Wind. Einschlafgeschichte für Erwachsene

„Der Drache fliegt im Wind” ist eine Einschlafgeschichte für Erwachsene. Sie eignet sich für den Einsatz in der Arbeit mit Demenzkranken und Senioren. Weitere Geschichten gibt es hier. 

Der Drache fliegt im Wind

Sabrina wohnt in Hamburg an einer sehr windigen Stelle ganz in der Nähe der Elbe. Von Ihrem Wohnzimmer aus kann sie durch ein riesiges Fenster auf ihren Balkon schauen. Dort hat sie einen riesigen Drachen befestigt, der aussieht, wie ein Pinguin. Dieser Drache ist an mehreren Fäden befestigt. Je nachdem, von wo der Wind kommt, fliegt der Drache entweder nach vorne, oder nach hinten. Manchmal fliegt er auch von rechts nach links. Wenn der Wind sehr stark bläst, blähen sich die Wangen des Pinguins auf. Sobald der Wind nachlässt, fallen seine Wangen und sein Körper wieder ein. Das sieht lustig aus. Sabrina liegt auf ihrer Wohnzimmer-Couch und beobachtet den Pinguin. Sie schaut interessiert zu, wie er von rechts nach links fliegt. Mal kommt der Pinguin ganz nah auf sie zu und schaut nahezu durch die Scheibe. Dann entfernt er sich wieder. Das abwechselnde Sich-Aufblähen und Einfallen seines Gesichtes sieht witzig aus. Jetzt kommt der Wind von rechts. Der lustige Pinguin fliegt nach links in Richtung der Elbe. Nun ändert der Wind die Richtung. Jetzt fliegt der Pinguin nach rechts zu Sabrina Garten hin.
Während sie das Spiel des Drachens beobachtet, denk sie darüber nach, wie es sich wohl anfühlen mag, wenn man fliegen könnte. Der kleine Pinguin hat es gut. Er ist so leicht, dass der Wind ihn tragen kann. Wie mag es sich wohl anfühlen, wenn der Wind einen von hinten nach vorne schubst?

Dann stellt sie sich vor, dass sie selbst auch ein Drache sei. Der Drache in ihrer Phantasie hat die Form eines Adlers. Er hat weit aufgespannte Flügel und lange Federn am Schwanz, die ihn durch die Lüfte schweben lassen. Seine Beine und Füße baumeln entspannt im Wind. Inzwischen fliegt sie neben ihrem Freund, dem kleinen Pinguin, im Wind hin und her. Sie fliegen gemeinsam nach links hin zur Elbe und nach rechts hin zu Sabrinas Garten. Manchmal bläht der Wind ihre Gesichter auf. Dann zieht der Wind sich zurück und lässt ihre Gesichter und Körper luftleer zurück. Gemeinsam schweben sie nach vorne hin zu Sabrina Terrassentüre und wieder zurück. Dies ist ein herrliches Gefühl.

Nach einiger Zeit ist Sabrina zu müde, um weiterhin dieser Vorstellung nachzugehen. Sie kommt wieder im eigenen Körper an. Sie reckt und streckt alle Glieder. Dann geht sie ins Bett und schläft voller Entspannung ein.

 


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