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Das SOK-Modell und Lernen im Alter


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Ein Koch und das SOK-Modell.



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Selektion, Optimierung, Kompensation

Die Selbstständigkeit und die Alltagskompetenz leiden in aller Regel nicht unter den Veränderungen der Gedächtnis- und Intelligenzleistung im Alter.

Das SOK-Modell

Das Modell der Selektion, Optimierung und Kompensation von Baltes (1989- siehe Literatur) setzt sich mit der Kompensation von altersbedingten Veränderungen auseinander. Es beschreibt mehr oder weniger bewusste Anpassungsprozesse, die eine Person einsetzen kann, um möglichst lange ein zwar eingeschränktes, aber selbstwirksames Leben zu führen.

Die Optimierung des SOK-Modells ist ein Element, bei dem durch Übung, Training und Auseinandersetzung mit dem Thema die Leistung optimiert wird. Lernen ist also ein wichtiger Teil des SOK-Modells, denn wer übt, trainiert und sich mit etwas auseinandersetzt, befindet sich in einem Lernprozess. Um das Lernen als Teil des  SOK-Modells zu beleuchten, ein Beispiel:

Ein Koch betreibt einen Catering-Service, in jungen Jahren hatte er über 400 verschiedene Buffets mit Speisen aus allen möglichen Ländern im Angebot.

Selektion: Der Koch bietet nicht mehr 400, sondern nur noch 50 verschiedene Buffets an. Die Speisen der Buffets drehen sich alle rund um die mediterrane Küche.

Kompensation: Früher schlug der Koch alle Cremes mit der Hand auf. Mittlerweile hat er sich Küchengeräte angeschafft, die diese anstrengende Arbeit für ihn übernehmen.

Optimierung:  Der Koch  besucht Fortbildungen zum Thema „mediterrane Küche“, er liest alle erscheinenden Fachbücher zum Thema, er hat Fachzeitschriften abonniert, mit denen er sich intensiv auseinandersetzt. Er befindet sich also in einem fortwährenden Lernprozess.

Die Gestaltung des Lernprozesses

Lernen kann aber nicht nur als Element des SOK-Modells gesehen werden, es kann auch zur Gestaltung des Lernprozesses genutzt werden. Bei der Selektion wird im SOK-Modell die Auswahl von Dingen, die man tut, beschränkt. Im Bezug auf das Lernen würde das bedeuten, dass man sich nicht so viele Lernfelder aussucht, sondern eine  Auswahl trifft.

Die Optimierung würde beinhalten, dass man sich mit diesem Lernfeld besonders intensiv auseinandersetzt, dass die Trainingsintensität gesteigert wird und mehr Übung investiert wird.

Bei der Kompensation werden Strategien und Fertigkeiten eingesetzt, um Defizite auszugleichen. Es könnten zum Beispiel gezielt Merktechniken eingesetzt werden, die altersbedingte Einschränkungen auffangen.







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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften".

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