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Selbstbestimmung und Demenz. Passt das zusammen?


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Immer wieder wird in Fort- und Weiterbildungen über das Thema Selbstbestimmung bei demenziell veränderten Menschen diskutiert. Können Menschen mit Demenz überhaupt selbstbestimmt entscheiden? Sind Sie in der Lage gezielt mitzuteilen was sie gerade möchten? Oder nimmt die Krankheit Demenz einem das Recht und die Möglichkeit selbstbestimmt zu entscheiden und ein selbstbestimmtes Leben zu führen?

Sieht man Demenz als Krankheitsbild welches nur aus  Einschränkungen, Einbußen von Fähig- und Fertigkeiten sowie Abhängigkeit mit sich bringt, dann wird man auch der Meinung sein, dass Menschen mit Demenz nicht selbstbestimmt entscheiden können.

Demenz ist vielschichtig. Neben den unterschiedlichen Stadien einer Demenz ist es wichtig zu wissen, dass es  nicht “die eine Demenz” gibt und nicht “den einen” Menschen, der sich so verhält und entscheidet, weil er Demenz hat.

Man sollte seine Sichtweise gegenüber Menschen mit Demenz überdenken oder nochmal genauer durchleuchten, um jeden Menschen Selbstbestimmungskompetenzen zusprechen zu können.

Demenz  ist mit Einschränkungen  verbunden, jedoch schließt das nicht aus, dass man auch mit Demenz ein schönes Leben führen kann. Ausschlaggebend  dafür ist das Umfeld des Betroffenen. Wie geht das Umfeld mit dem Menschen mit Demenz um? Wie ist sein Umfeld gestaltet?

Was, wenn der Mensch mit Demenz sich schon im zweiten oder dritten Stadium befindet? Kann man dann noch entscheidungsfähige Aussagen zu gestellten Fragen erwarten? Kann man mit einer Antwort rechnen, die adäquat ist?

  • Es kommt 1. immer  darauf an, wie diese Frage gestellt ist.

Zeigen Sie dem demenziellveränderten Menschen, wenn möglich, um was es geht” Beispiel: Möchten sie einen Apfel oder eine Banane essen?” und Fragen sie zeitnah “möchten Sie jetzt spazieren gehen?” und nicht “möchten Sie in drei Tagen spazieren gehen?”. 

  • 2.  Die eigene Einstellung.

Man sollte sich selber die Frage stellen, ob man von sich aus dem betroffenen Menschen noch eine Entscheidungsfähigkeit zuspricht. Jemand der sagt “ach, der ist doch dement. Der bekommt doch eh nichts mehr mit”, wird einem Menschen mit Demenz die Möglichkeit selbstbestimmt zu handeln und zu entscheiden mit Sicherheit abnehmen.

Kann ein Mensch aufgrund seiner Demenz nicht mehr antworten oder sich durch Lautieren verständigen, achten Sie verstärkt auf Mimik und Gestik Ihres Gegenübers. Auf die Reaktionen zu Ihrer Mimik und Gestik.

Menschen mit Demenz, die ihre sprachliche Fähigkeiten verlieren, sagt man ein höheres Gefühl für nonverbale Kommunikation zu. Sie nehmen Gefühle empfindlicher wahr und reagieren dementsprechend gemäß ihrer Fähigkeiten.

Einen interessanten Artikel dazu finden Sie HIER, herausgegeben von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachen e.V. , www.gesundheit-nds.de – IMPULSE – Ausgabe Nr. 80, 3. Quartal Sept. 2013

 

Weitere Tipps zur Dokumentation finden Sie auch in dem Buch:
*
Formulierungshilfen Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung*

 



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