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Bewohnerorientierte Hauswirtschaft

Praktische Konzepte und ihre Umsetzung in der Altenhilfe

Autorin: Elisabeth Leicht-Eckardt
Verlag: Verlag Neuer Merkur GmbH

Inhalt

Bewohnerorientierte Hauswirtschaft*. Das Buch gliedert sich in die drei Teile „Hauswirtschaft als Basis des Bewohneralltags“, „Hauswirtschaftliche Einzelbereiche“ und „Hauswirtschaft in der Praxis“. Es wird ein Überblick über die Planung, Durchführung und Evaluation von hauswirtschafltichen Bereichen in Einrichtungen der Altenhilfe vermittelt.

Höhen und Tiefen

In dem Buch „Bewohnerorientierte Hauswirtschaft“ steht die Lebensqualität der Menschen auf jeder Seite im Mittelpunkt. Es gelingt den verschiedenen Autoren sehr gekonnt, die Brücke zwischen wissenschaftlichen Hintergrundwissen und praktischer Anwendung zu schlagen. Neben der Lebensqualität der Bewohner, wird auch die Arbeitsqualität der Mitarbeiter nicht außer Acht gelassen.

Die vorgestellten Informationen sind nicht nur für hauswirtschaftliche Mitarbeiter Arbeitshilfe und Wissenserweiterung, sie können auch für Mitarbeiter der sozialen Betreuung sehr nützlich sein. Beschäftigung der Bewohner, Einbezug der Bewohner und zeitgeschichtlicher Hintergrund hauswirtschaftlich relevanter Bereiche werden in dem Buch ausführlich dargestellt.

Fazit

Das Buch gehört zu den wenigen Büchern, die sich mit Hauswirtschaft im allgemeinen UND hauswirtschaftlichen Angeboten auseinander setzen. Es ist sogar das Einzige mir bekannte ;-). Es ist zwar sehr wissenschaftlich geschrieben, wer davor nicht zurückschreckt, erhält aber einen umfassenden Überblick und viele Anregungen, um die Hauswirtschaft bewohnerfreundlich gestalten zu können.

 

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Was früher auf den Tisch kam

Kochen mit Demenzkranken

Autor: Regine Stoltze
Verlag: Verlag an der Ruhr

Inhalt

Was früher auf den Tisch kam* ist eine Praxisanleitung mit 24 Rezeptkarte für das Kochen mit an Demenz erkrankten Menschen. Das Buch besteht aus einem Praxisteil, der Rezepte, dazugehöriges Hintergrundwissen, Tipps und Aktivierungen beinhaltet und einem Theorieteil. Der Theorieteil gliedert sich in die Kapitel ‚Demenzkranke verstehen lernen‘, ‚Was Demenzkranke gern essen: Die Essbiografie‘, ‚Wie kochen mit Demenzkranken gelingt‘ und ‚Von der Vorbereitung bis zum fertigen Gericht‘.

Höhen und Tiefen

Der Theorieteil ist sehr umfangreich und bietet vielseitige und umfassende Hintergrundinformationen zur Essbiografie der Generation, mit der wir aktuell arbeiten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Autorin sich im Kapitel „Wie Kochen mit Demenzkranken gelingt“ auf die verschiedenen Stadien der Demenz bezieht und wertvolle Anregungen und Tipps für die Praxis gibt. Zusätzlich geht sie in allen Teilen auch auf die Angehörigen ein, so dass diese mit Hilfe des Buches gemeinsames Kochen mit ihren an Demenz erkrankten Verwandten zuhause realisieren können. Das Buch bietet Tipps für den Aufbau und die Durchführung von Kochgruppen, sowie Anregegungen und Impulse um möglichst viele Teilnehmer integrieren und verstehen zu können.

Der Praxisteil besteht aus bekannten Rezepten von früher mit anregenden Bildern, einer Zutatenliste, kurzen Beschreibungen zur Zubereitung, Tipps und Aktivierungen. Ergänzt werden die Rezepte oft durch passende bekannte Gedichte und Geschichten.

Zu jedem der Rezepte gibt es eine passende Bildkarte aus festem, abwaschbarem Karton. Auf der Rückseite der Bildkarten steht die dazugehörige Zutatenliste.

Das Buch und die Bildkarten sind liebevoll, mit dem Blick fürs Detail gestaltet und überzeugen inhaltlich und auf das Material bezogen von hoher Qualität. Man merkt, dass die Autorin aus der Praxis kommt. Es ist schön, dass sie uns an ihren Erfahrungen teilhaben lässt und den Leser an der ein oder anderen Stelle nochmal für das Wesentliche, worauf es bei unserer Arbeit mit Menschen mit Demenz ankommt, sensibilisiert. Erschienen ist ihr Buch im Verlag an der Ruhr .

Fazit

Ein wirklich schönes, liebevoll gestaltetes, inhaltlich wertvolles Buch für die Praxis. Wer eine Kochgruppe plant, leitet oder mit seinem an Demenz erkrankten Angehörigen mal wieder gemeinsam kochen möchte, sollte sich dieses Buch gönnen. Es ist sowohl für den beruflichen als auch für den privaten Gebrauch wunderbar geeignet.

Sehen Sie sich hier unser Interview zum Thema Kochen mit Menschen mit Demenz mit Regine Stoltze an

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Wir haben einfach gekocht

100 Erinnerungen an Lieblingsrezepte

Autoren: Jörg Reuter, Manuela Rehn, Cathrin Brandes, Caro Hoene
Verlag: Umschau

Inhalt

Wir haben einfach gekocht* ist ein ganz besonderes Kochbuch. Die Autoren Jörg Reuter, Manuela Rehn, Cathrin Brandes, Caro Hoene haben sich für ihr Projekt auf eine Reise durch ganz Deutschland begeben und Senioren in Seniorenheimen besucht, um mit ihnen gemeinsam zu kochen. Herausgekommen ist ein Buch mit 100 Lieblingsrezepten, kulinarischen Erinnerungen, wunderbaren Fotos und vielen Lebensgeschichten von begeisterten Köchen und Köchinnen.

Höhen und Tiefen

Die Idee klingt gut! Und aus dieser Idee ist ein wunderbares Buch entstanden: Drei Köche (ein Koch und zwei Köchinnen) und eine Fotografin machen eine Reise quer durch Deutschland und besuchen Senioren in Seniorenheimen um mit ihnen zu kochen. Meist bleiben sie zwei Tage dort: Am ersten Tag lernen sie sich kennen und sprechen über kulinarische Vorlieben und die persönlichen Erinnerungen an das Kochen früher. Am zweiten Tag wird dann gemeinsam ein ganzes Menü gekocht. Dabei behalten die erfahrenen und begeisterten Senioren das Zepter in der Hand und verraten den Köchen ihre persönlichen Tipps und Tricks rund um die Zubereitung regionaler Speisen. Die Geschichten rund um das Kochen sind wunderbar und humorvoll erzählt – eben so, wie sie geschehen sind. Die Senioren blühen richtig auf und sind mit Leidenschaft wirklich in ihrem Element. Sätze wie „Wie haben einfach so gekocht“, „Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon…“ oder „… ist fertig wenn er fertig ist!“ ziehen sich wie ein roter Faden durch das Kochbuch, das einfach nur Lust aufs Nachkochen macht. An vielen Stellen muss man wirklich schmunzeln und oft ist man von der Begeisterung und Leidenschaft der Senioren wirklich sehr gerührt.
Am Ende stellt sich die Frage, inwieweit das Essen als emotionaler Genuss für Menschen in Seniorenheimen dort überhaupt berücksichtigt und ggfs. integriert wird. In den meisten Pflegeeinrichtungen heute sind die Bewohner bzw. Gäste nicht aktiv an der Zubereitung der Mahlzeiten beteiligt. Der Anstoß einer solchen Debatte ist mitunter ein Anliegen der Autoren, den sie mit ihrem Projekt erreichen wollten. Vielleicht motiviert das Buch ja den ein oder anderen, mehr Angebote rund um das Kochen und Backen in Pflegeeinrichtungen anzubieten. Wir werden auf jeden Fall einige der Rezepte mit unseren Seniorengruppen nachkochen!
Das Buch kostet zur Zeit 29,95 €, was alleine auf die 100 Rezepte bezogen wirklich angemessen ist. Die Anleitungen sind unkompliziert und lassen sich so wie beschrieben in der Seniorenarbeit umsetzen. Beschrieben werden Klassiker aus der deutschen Küche und regionale Spezialitäten.

Fazit

Ein tolles Kochbuch, das zu mehr hauswirtschaftlichen Angeboten rund um das Kochen und Backen in Senioreneinrichtungen motiviert und auf den Stellenwert der selbstständigen Zubereitung der Speisen aufmerksam macht. Der Genuss des frischen Essens hat für Viele einen hohen emotionalen Stellenwert. Für Betreuungskräfte, Ehrenamtliche, Pflegende und Angehörige wirklich zu empfehlen! An dem Projekt der vier Köche/Köchinnen haben sichtlich viele Menschen Freude gehabt! Mit dem Buch hoffentlich noch mehr…

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Thalia*

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