Zuckerfest. Ein Brauchtumsartikel

Im Islam wird nach dem Ende der Fastenzeit das sogenannte Zuckerfest gefeiert. Lesen Sie in unserer Geschichte für Senioren, welche Bräuche es bei diesem Fest der muslimischen Mitbürger gibt.

Zuckerfest

Am Ende des Fastenmonats Ramadam feiern alle Muslime das sogenannte Zuckerfest oder Eid al-Fitr. Familie und Freunde kommen zusammen und mit leckeren Gerichten und Süßigkeiten wird drei Tage lang gefeiert.
Ein festes Datum im Kalender für das Zuckerfest gibt es nicht. Es wird nach dem Fastenmonat gefeiert und der richtet sich nach dem Mondkalender. Somit verschiebt sich das Fest immer um elf Tage nach vorne. Im Jahr 2022 findet das Zuckerfest vom 2. bis 4. Mai statt. Ramadam ist der neunte Monat im islamischen Kalender. Die Fastenzeit beginnt gleichzeitig mit der Phase des Neumondes und endet einen Monat später, wenn die Mondsichel am Himmel erscheint.

Während der Fastenzeit dürfen die Erwachsenen vier Wochen lang tagsüber nichts essen und trinken, darum freuen sie sich – und natürlich auch die Kinder – sehr auf das Zuckerfest. Es ist der Beginn des zehnten Monats Schawwal im islamischen Kalender. Alle ziehen sich am Morgen chic an, oft werden für dieses Ereignis neue Kleider gekauft, und gehen in die Moschee zum Beten. Dort danken sie Allah, dass sie die Mühen des Fastens überstanden haben.

Die Freude, dass das Fasten vorbei ist, will geteilt werden. Darum werden nach dem Moscheebesuch die Freunde und Bekannten besucht oder man lädt sie zu sich nach Hause ein. Dann wünscht man sich alles Gute und ein gesegnetes Fest. Auf arabisch heißt das „Eid mubarak“ und auf türkisch „ Bayram mübarek olsun“.

Tagelang vor dem Fest wird ein gründlicher Hausputz durchgeführt, festliche Kleidung herausgelegt und werden natürlich die herrlichsten Gerichte zubereitet. Vor allen Dingen gehören aber ganz viel Süßes, Gebäck, Kuchen und Bonbons zu den typischen Speisen. Die Kinder freuen sich über die Leckereien, aber es werden auch Geschenke verteilt. Oft wird Geld, Spielzeug, Bücher und neue Kleidung verschenkt. Aber nicht nur die Kinder freuen sich über die Geschenke. Jeder Muslim erhält ein Geschenk. Denn es ist Tradition, dass alle Familien eine Pflichtabgabe, Zakat Al-Fitr, leisten, so dass auch die Bedürftigen sich auf das Fest freuen und feiern können.
In den islamischen Ländern wird nicht nur mit der Familie und den Freunden gefeiert, dort gibt es dann auch Karussells, Verkaufsbuden, Konzerte und andere Attraktionen.

 

Quelle: party.de

 


Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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