Zu Besuch bei den Bremer Stadtmusikanten. Das 4. Kapitel der Deutschlandreise

Heute sind Hans und Grete in der schönen alten Hansestadt Bremen. Natürlich darf ein Besuch der weltberühmten Bremer Stadtmusikanten nicht fehlen. Lesen Sie die Geschichte für Senioren der Deutschlandreise hier weiter.

Zu Besuch bei den Bremer Stadtmusikanten

Hans und Grete brachen schweren Herzens aus der Lüneburger Heide auf. Hier hatte es ihnen sehr gut gefallen! Aber es warteten ja noch so viele schöne und spannende Flecken auf ihrer Deutschlandreise! Die nächste Etappe sollte die alte Hansestadt Bremen sein. Die beiden waren schon ganz gespannt.
Ihr Sohn Thomas hatte einen Stellplatz für das Wohnmobil auf der Werderinsel reservieren lassen. Thomas wollte ja ursprünglich diese Reise unternehmen, konnte sie aber nicht antreten, weil er einen schlimmen Rücken hatte. Jetzt hütete er zu Hause die Tiere und goss die Pflanzen.

Hans und Grete freuten sich sehr über diese Reise. Hans kam ganz gut mit dem Wohnmobil klar, aber in einer so großen Stadt wie Bremen zu fahren, das machte ihn dann doch nervös. Zum Glück fand er aber ohne Probleme den Weg zum Campingplatz. Der modernen Technik und dem Navi sei Dank!
Als er dann noch das Wohnmobil mit Einweisungshilfen von Grete geparkt hatte, brauchte Hans erst einmal eine Pause zum Erholen. Er war eben nicht mehr der Jüngste.
Hans ruhte sich auf dem Campingstuhl aus, während Grete frischen Fisch einkaufte. Den wollten sie später auf dem Grill braten und dazu Ofenkartoffeln und Salat essen. Den restlichen Tag verbrachten die beiden auf dem Campingplatz. Sie lernten ihre Nachbarn kennen, die aus Süddeutschland kamen, und genossen das leckere Essen mit einem Gläschen Wein.

Ausgeruht besichtigten die beiden am nächsten Tag die schöne Altstadt. Sie gingen durch schmale Gassen und bewunderten die schmucken alten Fachwerkhäuser. Auf dem Marktplatz neben dem Rathaus standen sie auf einmal vor den Bremer Stadtmusikanten. Die sind das Wahrzeichen von Bremen und wurden von Touristen umringt.
„Du Hans, es soll Glück bringen, wenn man die Vorderbeine des Esels umfasst. Deswegen sind die schon ganz blank“, meinte Grete. „Ja, aber man muss beide Beine gleichzeitig anfassen, sonst könnte man meinen, ein Esel gibt dem anderen die Hand“, lachte Hans.

Hans und Grete suchten sich ein Plätzchen in einem der vielen Biergärten. Dort aßen sie ein typisches hanseatisches Gericht „Pluckte Finken“, das war ein deftiger Eintopf, der früher sogar mit Walfleisch gekocht wurde. Und natürlich schmeckte dazu ein kühles Bier am besten.
Auf einmal traten viele Leute in Kostümen auf den Platz. Sie spielten das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten nach. Immer, wenn eines der Tiere sprach: „Was Besseres als den Tod findest du überall“, sprachen die Zuschauer mit und klatschten. Besonders gut gefielen Hans und Grete wie der Esel, dem Räuber einen Tritt verpasste und der Hahn laut dazu krähte.

„Wie es wohl unserem Hahn und den Hühnern geht“, seufzte Grete. „Der Thomas kümmert sich schon“, beruhigte Hans sie. „Unsere Tiere – Morle und Bello – brauchen nicht nach Bremen wandern. Denn bei uns können sie auf ihrem Altenteil leben.“
„Das stimmt, Hans“, antwortete Grete, „unsere Tiere haben es gut bei uns.“
Hand in Hand schlenderten sie zurück durch das schöne Bremen und über die Weser zum Campingplatz.

 

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3. Kapitel der Deutschlandreise: Kutschfahrt durch die Lüneburger Heide

Zweites Kapitel der Deutschlandreise und erster Stopp: Die Externsteine

Hans und Grete auf Deutschlandreise. Erstes Kapitel: Tausch auf Zeit

 

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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für diese schönen Kurzgeschichten. Die lassen sich wunderbar vorlesen. Meine Senioren sind immer gespannt auf die nächste Folge.
    Melanie

    Antworten

  2. Hallo,
    vielen Dank für die tollen interessanten Geschichten. Arbeite im Demenzhaus und unsere Bewohner lieben es, wenn man ihnen vor liest . Hatten heute einen schönen Tag. Unsere Senioren haben gespannt zugehört und anschließend aktiv selber erzählt von früher . Ziel erreicht 🙂
    Vielen lieben Dank!
    Liebe Grüße
    B. Lipinski
    Haus Franziskus
    Caritas Nievenheim

    Antworten

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