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Was früher auf den Tisch kam… Das Interview

Im Gespräch mit Regine Stoltze über das gemeinsame Kochen mit Menschen mit Demenz

Hallo Frau Stoltze, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Ich bin 1957 in Bremen geboren, verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Nach meinem Theologiestudium habe ich in Kirchengemeinden in Hildesheim und Solingen gearbeitet, zuletzt hier im westlichen Ruhrgebiet. Vor 9 Jahren habe ich dann etwas ganz Neues gewagt und mir eine Stelle in der sozialen Betreuung in einer vollstationären Pflegeeinrichtung in Mülheim an der Ruhr gesucht. Seit dem arbeite ich überwiegend in der Betreuung Hochbetagter und Menschen mit einer Demenz. Ich habe aber weiterhin noch einen Teilzeitauftrag in einem kirchlichen Projekt, in dem Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen zusätzliche Betreuung und Unterstützung bekommen.

Ich habe vor kurzem eine kleinen Ausschnitt aus einem Video gesehen, in dem Sie mit an Demenz erkrankten Menschen gekocht haben. Es sah so aus, als hätten sie alle sehr viel Spaß dabei gehabt und als seien alle mit Leib und Seele dabei gewesen! Ich selbst habe ähnliche Erfahrungen gemacht.
Können Sie beschreiben, was diese Menschen beim Kochen so bewegt?

Menschen mit einer Demenz sind immer besonders froh, wenn sie die Erfahrung machen, dass sie noch etwas können. Besonders glücklich macht sie, dass plötzlich wieder Erinnerungen wach werden, die sie längst verloren geglaubt haben. Beim gemeinsamen Kochen machen sie diese Erfahrungen. Ihre Hände erinnern sich wieder, wie das mit dem Schälen der Kartoffeln geht, auch wenn sie manchmal nicht mehr wissen, wie sie ihr Brot richtig schmieren können. Oder der Geruch von Zwiebeln lässt sie strahlen, weil ihnen wieder einfällt, dass sie das mit ihrer Mutter immer gerne gemacht haben. Und dann der Geschmack des Essens… Die moderne, gesunde Küche achtet auf Kalorien und Nährstoffe und es wird schonend mit Dampf gegart und tief gekühlt in großen Mengen.
Beim gemeinsamen Kochen sparen wir nicht mit Speck und guter Butter. Und dieser Geschmack weckt Erinnerungen. Nicht immer nur Gute. Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Nicht jeder liebt z.B. Schweinefüße, aber alle können erzählen wie Mutter oder Großmutter die voller Hingabe verzehrt hat.

Zu dem Thema Kochen mit Demenz haben Sie bereits ein Buch veröffentlicht, in dem sie unter anderem auch beschreiben, was in der Umsetzung von solchen Angeboten für Menschen mit Demenz wichtig ist. Können Sie für uns noch einmal zusammenfassen, worauf man besonders achten sollte? Vielleicht auch, was vermieden werden sollte?
Haben Sie evtl auch Tipps, welche Gerichte sich mit Menschen mit Demenz gut selber zubereiten lassen?

Was auf jeden Fall vermieden werden sollte, ist die Demenzerkrankten zu verunsichern. Alles was sie tun ist so, wie sie es tun richtig. Das ist von Seiten der Mitarbeitenden oft nicht so schwierig. Schwierig ist, wenn Demenzerkrankte, die noch relativ selbständig mithelfen können, nicht aushalten, wenn jemand neben ihnen eine Kartoffel so lange schält, bis nichts mehr von ihr übrig ist und immer helfend eingreifen wollen. Sie sind aber selber oft schon nicht mehr in der Lage zu respektieren, dass da jemand mit am Tisch sitzt, der das nicht mehr so gut umsetzen kann, wie sie das selber noch können. Da braucht es sehr viel Fingerspitzengefühl und validierende Fähigkeiten, besonders denen gegenüber, die noch etwas fitter sind, damit keine größeren Frustrationen auf allen Seiten entstehen.
Da kann es manchmal hilfreicher sein, mit den schwerer Dementen extra zu kochen und ganz einfache Gerichte zu zubereiten. Da bieten sich immer Eintöpfe an. Mit den nur leicht Erkrankten können wir aufwändigere Speisen zubereiten. In dieser Gruppe haben wir viel praktische Hilfe, dafür sind wir mehr mit unseren validierenden Fähigkeiten gefordert, weil es schon mal hoch her gehen kann, weil jede(r) früher in seiner Küche Chef war und diese Haltung in das gemeinsame Kochen mit einbringt.
Wir kochen nicht für Demenzerkrankte, sondern mit ihnen. Das bedeutet, die Erkrankten bestimmen, was wie gekocht wird. Je weiter die Erkrankung voran schreitet, um so mehr müssen wir diese Aufgabe übernehmen. Dabei ist aber wichtig, den Erkrankten immer wieder mit einzubeziehen. Ihn um Rat fragen, ob die Menge so reicht, genug Salz oder Gewürz dran ist oder noch Butter fehlt.
Mit den Fitteren bereiten wir auch schon mal moderne Gerichte zu, die es aus der Großküche nicht gibt, wie z.B. Pizza. Für die schwerer Dementen sind solche Gerichte nicht so geeignet. Da weckt der Pfann- oder der Reibekuchen weit mehr den Appetit und die Erinnerungen.
Und gerade bei solchen Gerichten, versuchen wir immer die Erinnerungen in Erfahrung zu bringen, die sich mit Eintopf, Reibe- und Pfannkuchen verbinden.

Besonders ansprechend fand ich die dem Buch beiliegenden Rezeptkarten, die fast allein von den Bildern und den tollen Farben her eine besonders anregende Wirkung haben. Welche Erfahrungen haben Sie in der Praxis mit diesen Karten gemacht? Was unterscheidet diese Rezeptkarten von üblichen Rezeptkarten?

Die Rezeptkarten kommen weitgehend ohne Text aus. Vorne drauf das fertige Gericht. Nicht immer haben Demenzerkrankte zu einem Begriff auch ein inneres Bild. Wirsingeintopf sagt ihnen was, aber sie wissen nicht mehr genau was. Das Bild füllt die Lücke aus. Und wenn dann auf der Rückseite noch alle Zutaten als Bild abgebildet sind, können leicht Erkrankte, die noch selber wirtschaften, mit Hilfe der Karte einkaufen, was sie dafür benötigen, bzw. nachsehen, ob sie alles da haben, was sie dafür brauchen. In der Regel können sie dann noch ganz selbständig kochen oder aber im Buch nachsehen, wie das gemacht werden kann.
Die Beschreibungen im Buch sind auch eher für Mitarbeitende, die sich mit Mengen, bzw. den Abläufen nicht so auskennen, oder einfach die Sicherheit brauchen.

Neben Ihrem Beruf als Pfarrerin und Seelsorgerin arbeiten Sie außerdem im Sozialen Dienst eines Altenpflegeheims.
Was ist ihrer Erfahrung nach im Umgang mit Menschen mit Demenz besonders wichtig?

Persönliche Zuwendung und das Herz der Menschen zu erreichen. Ich muss nicht wirklich verstehen, mit welcher Not der Erkrankte sich gerade abmüht und mir versucht zu erklären. Ich muss mich ihm zuwenden und versuchen zu verstehen und aus dieser Haltung für ihn da sein. Ich habe mal in einer Kindergeschichte gelesen, dass „ein Engel einer ist der bleibt. Der auch dann noch bleibt, wenn alle anderen weg gegangen sind“. Wir dürfen bei Menschen mit schwerer Demenz, die uns nicht mehr erklären können, was sie quält und die evtl. ein sehr herausforderndes Verhalten an den Tag legen, bleiben, für ihn einfach nur da sein, in den Arm nehmen oder eine validierende Haltung einnehmen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das ganz oft die Not schon wendet.

Würden Sie uns eine kleine Geschichte oder Anekdote erzählen, die verdeutlicht, was Sie mit Ihrer Arbeit erreichen können?

Wenn wir bei diesem herausfordernden Verhalten bleiben: Eine unserer schwer dementen Bewohnerinnen war in ein fremdes Zimmer gegangen und wollte dort etwas. Die Tochter des Bewohners, dem das Zimmer gehörte, versuchte sie liebevoll aus dem Zimmer zu drängen. Das brachte diese Frau total auf. Voller Entrüstung wollte sie mir erzählen, was vorgefallen war. Ich wurde nicht schlau daraus. Die erklärenden Worte der Angehörigen und die Worte der Bewohnerin passten gar nicht zusammen. Aber das war auch egal. Sie hatte etwas gesucht, konnte aber nicht sagen, was. Ich habe ihr angeboten,gemeinsam in ihrem Zimmer zu schauen, ob es dort zu finden sei, was auch immer. Im Zimmer angekommen haben wir gemeinsam festgestellt, dass alles am Platz war, wo es hin gehörte und dass auch sie hier hin gehörte. Die Entrüstung fiel von ihr ab. Sie fühlte sich wieder etwas mehr am richtigen Platz und ließ sich dann sogar in die Abendgruppe begleiten, an der sie nur teil nimmt, wenn es ihr gut geht.
Wir können Menschen, die sich immer mehr selbst verlieren, hier und da helfen, sich in der Welt, in der sie innerlich leben und der Welt um sie herum in den Einrichtungen oder Zuhause, wieder ein klein wenig Zuhause zu fühlen. Einen Ort zu spüren, wo sie hin gehören, wo sie sich selbst immer wieder ein wenig finden können.

Was wünschen Sie sich von der Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir von Dementen lernen. Dass unsere Gesellschaft lernt, so authentisch und ehrlich zu sein, wie Demente es sind.
Wir können von ihnen lernen, wie wichtig es ist, die eigenen Empfindungen ernst zu nehmen und so lange wir dazu noch in der Lage sind, besonders mit unseren negativen Gefühlen bewusst und konstruktiv umgehen und sie nicht auf andere zu projizieren und dort zu bekämpfen.
Und wenn ich mal dement werde, wünsche ich mir Menschen, die mich aushalten, zu mir halten und sich mir zuwenden.

Herzlichen Dank, Frau Stoltze!!!

Das Buch von Regine Stoltze „Was früher auf den Tisch kam. Kochen mit Demenzkranken“, erschienen im Verlag an der Ruhr, haben wir Ihnen auf mal-alt-werden.de bereits vorgestellt. Zur ausführlichen Buchvorstellung gelangen Sie hier.

Das komplette Programm Altenpflege vom Verlag an der Ruhr können Sie sich hier anschauen

Und hier geht es zur Homepage der Kellerkirche Duisburg, in der Frau Stoltze wirkt

*Rezepte*

Die Weihnachtsgans. Ein kurzes Weihnachtsgedicht zum Mitsprechen!

Unsere Gedichte für Senioren beschäftigen sich in der Adventszeit natürlich mit weihnachtlichen Themen. In diesem Gedicht geht es um die Weihnachtsgans. Viel Spaß beim Vorlesen!

Die Weihnachtsgans

Dies Jahr macht der Hans
eine Weihnachts… gans.
Beim Bauer kauft er nun,
das Gänschen für sein… Tun.

Die Gans wird eingerieben,
zum in den Ofen… schieben.
Dazu gibt`s Rotkraut satt
und Knödel rund nicht… platt.

Die Gans braucht ohne Eile,
eine ganze… Weile.
Der Duft zieht durch das… Haus,
das wir einen richt’ger… Schmaus.

Dann muss die Gans schon raus,
sie sieht gar köstlich… aus.
Der Tisch wird schnell gedeckt,
wie das Tier erst… schmeckt!



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Puzzle selbst gestalten mit Fotos: Kochlöffel-Puzzle!

Selbst gestaltete Puzzle sind ein Highlight in der Arbeit mit Senioren und Menschen mit Demenz. Man kann die selbst gestalteten Puzzle optimal an die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Interessen von den Menschen, mit denen man arbeitet, anpassen. Heute haben wir in unserer Rubrik Spiele für alte Menschen ein Puzzle mit einem eigenem Foto selbst gestaltet. Das Motiv, welches wir gewählt haben ist neutral. Es handelt sich um zwei Kochlöffel. Selbstverständlich sind auch sehr persönliche Motive bei selbst gestalteten Puzzles möglich. Je kleiner die Motive auf dem Foto sind, desto schwieriger wird das Puzzle. Einfache Motive sind daher für die Arbeit mit Menschen mit Demenz besonders geeignet. Das Herstellen dieser Puzzles geht so schnell und ist so einfach, dass man sehr schnell Puzzle für jede Gelegenheit und in jeder Schwierigkeitsstufe zaubern kann. So geht es…

Material:

Passende Fotos als Datei
Drucker
Laminiergerät oder Tonkarton
Schere

Anleitung:

Drucken Sie die Fotos im DIN A4-Format aus (Natürlich können auch mit kleinen Fotos Puzzle hergestellt werden, die Schwierigkeit beim Zusammensetzten steigt dadurch aber deutlich). Laminieren Sie die Fotos. Wenn Sie kein Laminiergerät haben, können Sie die Puzzle stabiler machen, in dem Sie die Fotos auf Tonkarton aufkleben. Der Nachteil ist dann allerdings, dass die Puzzle nicht abwaschbar sind. Gerade in Altenheimen und wenn sich verschiedene Senioren und Menschen mit Demenz mit den Puzzles beschäftigen, hat sich das Laminieren daher bewährt.

Zerschneiden Sie die Fotos nun in die gewünschte Anzahl von Teilen. Fertig ist ein wunderschönes, selbst gestaltetes Puzzle für die Arbeit mit Senioren und Menschen mit Demenz.

TIPP: Wir bewahren unsere selbst gestalteten Puzzle aus Fotos in großen Briefumschlägen auf. Auf die Vorderseite der Briefumschläge schreiben wir das abgebildete Motiv. Wenn man viele selbst gestaltete Puzzle hat, kann man die Briefumschläge wiederum in einer Kiste aufbewahren. So kann kein Teil verloren gehen und man hat die Puzzle für Aktivierungen und Einzelbetreuungen immer schön sortiert und griffbereit.



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Apfelmus kochen. Eine hauswirtschaftliche Beschäftigungsidee

Apfelmus kochen ist ein echter Klassiker in der hauswirtschaftlichen Beschäftigung für Senioren im Herbst. Es schmeckt gut, passt zu viele Gerichten, ist vitaminreich und lässt sich durch Einwecken lange haltbar machen. Nicht umsonst sind Äpfel das beliebteste Obst der Deutschen. Im Spätsommer beginnt die Zeit, in der man die ersten reifen Äpfel pflücken kann.
Viele der heutigen Senioren hatten (oder haben immernoch) Äpfel im eigenen Garten. Selbst angebaute Obst- und Gemüsesorten waren früher wertvolle Lebensmittel, die die Familie im Winter gesund und relativ kostengünstig ernährten. Die gepflückten Äpfel wurden zu einem Teil weiterverarbeitet und zum Anderen eingekellert. Dabei waren das Schälen und schneiden der Äpfel echte Fleißarbeit.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, beginnen Sie das Apfelmus-Kochen auf dem Markt. Ein Marktbesuch sorgt für Abwechslung und regt die Sinne an. Zu Beginn des eigentlichen Apfelmus-kochens hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, einen oder mehrere Äpfel in die Hand zu nehmen und daran zu riechen. Vielleicht erzählt der ein oder andere vom Apfelmus-kochen früher oder es werden Tipps und Rezepte ausgetauscht. Wie mit vielen Klassikern, scheiden sich aber auch hier die Geister wenn es um die Konsistenz, die richtige Süße und darum geht, zu welchen Gerichten man das Apfelmus am besten reichen kann. Gerade das hat aber auch einen Anreiz und ein gewisses Potential für anregende Gespräche.

Das Äpfel-Schälen..

ist beim Apfelmus-Kochen die Tätigkeit, die am meisten Zeit in Anspruch nimmt, an der sich aber auch alle beteiligen können. Insbesondere Menschen mit Demenz können hier besonders gut integriert werden. Sofern keine weiteren motorischen Einschränkungen vorliegen funktioniert das Äpfel-schälen noch ziemlich lange ziemlich gut.

Für selbst gemachtes Apfelmus benötigen Sie:
Äpfel
Apfelsaft
Zucker
evtl. Gewürze wie Nelken oder Zimt

Die Äpfel werden geschält und grob in Stücke geschnitten. In einem großen Topf wird der Zucker leicht karamellisiert und dann die Äpfel kurz mit angedünstet. Mit Apfelsaft ablöschen. Unter zwischenzeitlichem Rühren werden die Äpfel weich gekocht. Dann können Sie mit einem Pürierstab, Kartoffelstampfer oder einem Passiersieb bis zur gewünschten Konsistenz püriert werden.
Wer mag, kann ein paar Nelken mitköcheln lassen oder das Apfelmus im Anschluss mit Zimt und Zucker süßen. Abgekühlt kann es pur oder zu frischen Kartoffelpuffern zum gemeinsamen Probieren serviert werden.

*Rezepte*

Hauswirtschaftliche Beschäftigung für Senioren im September

Der Sommer geht langsam seinem Ende zu. Ja, Sie haben recht – Wenn wir aufs Wetter schauen, hat er noch gar nicht richtig begonnen. Trotzdem, es geht in Richtung September. Die Nächte werden merklich kühler und in dem ein oder anderen Windzug spürt man schon den Herbst. Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Quitten und Holunder haben jetzt Saison. Für Ihre hauswirtschaftlichen Beschäftigungsangebote für Senioren haben wir heute vier Anregungen für Sie zusammengestellt, die gut in den Monat September passen.
Wir wünschen viel Spaß damit!

  1. Birnenkuchen Backen
    Neben dem klassischen Apfelkuchen ist auch Kuchen mit Birnen eine beliebte Zutat am Kaffeetisch. Die einfachsten Rezepte für Birnenkuchen sind die Rührteigrezepte, bei dem die Birnen in den Teig gedrückt werden. Ein anderes leckeres Rezept ist ein Knetteig, der mit einer Masse aus Mandeln und Eiern aufgefüllt wird. Auch hier werden die vorher kurz gedünsteten Birnen dann auf die Masse gelegt und das ganze gebacken. Wer gerne Vanillepudding mag, kann auch diesen wunderbar in die Rezepte integrieren… Es gibt viele Rezepte. Suchen Sie sich eins aus, bei dem Sie meinen, dass die Arbeitsschritte von den Senioren verstanden und ausgeführt werden können. Ein gemeinsames Kaffeetrinken mit dem selbst gebackenen Kuchen sollte immer der krönende Abschluss (wenn auch vielleicht einen Tag später) einer solchen hauswirtschaftlichen Beschäftigung für die Senioren sein. Neben Birnen eignen sich natürlich auch andere Obstsorten wie Äpfel, Zwetschgen oder Mirabellen für leckeren Kuchen im September.
  2. Marmelade Kochen
    … haben früher viele der heutige Senioren selber gemacht. Mit den Früchten der Saison aus dem eigenen Garten, vom Markt oder vom Bauer nebenan. Beim Marmelade kochen müssen die Früchte erst geschält und dann eingekocht werden. Beliebte Früchte zum Marmelade-Kochen in der hauswirtschaftlichen Beschäftigung im September sind unter anderem Zwetschgen, Holunder und Quitten. Aber auch die Klassiker, wie Birnen und Äpfel schmecken als Marmelade oder Gelee. Birnen und Quitten kann man beispielsweise gut miteinander kombinieren. Die Früchte müssen geschält, aber nicht „schön“ geschnitten werden, da sie sowieso hinterher verkocht sind. In diesem Angebot zählt also hauptsächlich die Schälarbeit und viel Geduld beim Rühren
  3. Apfelmus selbst herstellen
    Apfelmus kochen ist eine stets dankbare hauswirtschaftliche Beschäftigung für Senioren. Die Zubereitung ist relativ einfach, Apfelmus wird von vielen gerne gegessen, ist gesund und ist mit vielen Geschichten aus dem Leben der Senioren verbunden. Das Rezept können sie Ihnen am besten selbst verraten, Tipps zur Lagerung und langen Haltbarkeit auch. Während des Äpfel-Schälens können sich tolle und bewegende Gespräche entwickeln, aus denen wir als Betreuende, Angehörige oder Pflegende viel über die Sache an sich, aber noch viel mehr über die Senioren selbst erfahren können. Mit ein wenig Zucker gesüßt oder als Beigabe zum Reibekuchen trifft das Apfelmus viele Geschmäcker. Und gemeinsam verzehrt schmeckt es doch um so besser
  4. Obst schälen
    Aus Zwetschgen, Äpfeln und Birnen können leckere, frische Obstsalate gezaubert werden. Vielleicht finden Sie auch noch ein paar frische Blaubeeren aus regionalem Anbau an der Gemüsetheke. Für den Obstsalat muss im hauswirtschaftlichen Beschäftigungsangebot fleißig geschält und geschnibbelt werden. Je nach Fähigkeiten der Senioren kann man im Voraus die Früchte schon schälen oder sogar eine kleine Portion Obstsalat vorbereiten, so dass alle noch die Möglichkeit haben, vor Ende des Angebots etwas von dem frischen Salat zu probieren. Wenn Sie noch eine Portion Sahne mit den Teilnehmern schlagen bleibt bestimmt nicht mehr viel übrig



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In der Schürze liegt die Würze? Ein Reimrätsel für das Gedächtnistraining

In diesem Reimrätsel für das Gedächtnistraining mit Senioren dürfen wir einer Köchin über die Schulter gucken. Die Reimwörter reimen sich auf den vorangegangenen Text und können so ganz leicht und zwanglos erraten werden.

In der Schürze liegt die Würze? Ein Reimrätsel für das Gedächtnistraining

  1. Was hat denn Marianne,
    hier heute in der … Pfanne?
    Sie verleiht dem Essen Würze,
    trägt um den Bauch ’ne … Schürze.
  2. Ei hat sie gebraten,
    doch müssen wir noch … warten.
    Ganz freundlich nickt sie mit dem Kopf,
    schaut nach Kartoffeln in dem … Topf.
  3. Ich hab‘ noch eine Frage:
    Was wiegt sie mit der … Waage?
    Gleich wissen wir es besser,
    sie zückt noch schnell ein … Messer.
  4. Ach ja, das gute Butterschmalz,
    kommt dann noch in den Topf – mit … Salz.
    Zeitgleich ertönt schon fast die Schelle,
    serviert wird heute mit der … Kelle.



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Welches Gericht? Ein Reimrätsel rund ums Kochen…

  1. In Essig muss das Fleisch noch warten,
    dann gibt es leck’ren… Sauerbraten.
  2. Das Ketchup-Gewürz macht großen Durst
    es gibt heut Berliner… Currywurst.
  3. Wenn Frau Bolte in die Töpfe schaut
    sieht sie leck’res… Sauerkraut.
  4. Frau Meyer gibt sich keine Blöße,
    macht aus Kartoffeln runde… Klöße.
  5. Wie man sie formt bleibt mir ein Rätsel,
    trotzdem ess ich gerne… Bretzel.
  6. Semmelbrösel steht im Gekritzel,
    es ist ein Rezept für herrliche… Schnitzel.
  7. In Deutschlands Norden ist er Zuhaus
    mit roter Beete schmeckt der… Labskaus.
  8. Äpfel mögen nicht nur die Pferde,
    mit Kartoffeln und Blutwurst heißt`s … Himmel und Erde.



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Außenseiter finden – Ein Arbeitsblatt für Senioren zum Thema Kochen

Welches Wort rund um das Thema Kochen passt jeweils nicht in die Reihe? Lassen Sie die Senioren im Gedächtnistraining knobeln.

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Lösung:
1. Gemüse (Oberbegriff)
2. Schälmesser (Kein Utensil mit dem man rühren kann)
3. Petersilie (Kein Gewürz sondern ein Kraut)
4. heiß (keine Geschmacksrichtung)
5. wenden (keine Zubereitungsart)



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Chaos in der Küche – Ein Arbeitsblatt zur Satzreihenfolge

Bei diesem Arbeitsblatt müssen die Sätze von den Senioren in die richtige Reihenfolge gebracht werden. So zieht das Kochen ins Gedächtnistraining ein.

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Lösungen:
1. Die Kartoffeln werden eingekauft.
2. Die Kartoffeln werden geschält.
3. Die Kartoffeln kommen ins Wasser.
4. Die Kartoffeln sind gar.
5. Die Kartoffeln kommen auf den Teller.



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Sprichwörter und Redewendungen zum Thema Kochen ergänzen: Ein Arbeitsblatt für Senioren

Bei diesem Arbeitsblatt für das Gedächtnistraining mit Senioren müssen Sprichwörter und Redewendungen rund um das Thema Kochen ergänzt werden.

sprichwoerter-ergaenzen-kochen

Lösung:
Viele Köche verderben den Brei.
Die Liebe geht durch den Magen.
Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Auf jeden Topf passt auch ein Deckel.



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