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Ein Kind des Frühlings. Eine Bewegungsgeschichte mit Körperteilen im Frühling

Für diese Bewegungsgeschichte für die Sitzgymnastik mit Senioren benötigen Sie keine zusätzlichen Materialien. Hier stehen die Körperteile ganz im Mittelpunkt. Die Geschichte wird langsam vorgelesen. Jedesmal, wenn ein bewegliches Körperteil in der Geschichte genannt wird, wird dieses bewegt und so weit wie möglich hochgehalten. Auf unbewegliche Körperteile, wie die Haut, der Bauch, der Hals usw. kann gezeigt werden. Bei Augen, Nase und dem Mund beispielsweise könnte man auch die Nase rümpfen, mit den Augen blinzeln und den Mund auf und zu machen.
Fitte Gruppen können zusätzlich bei dem Wort Frühling in die Hände klatschen.

Ein Kind des Frühlings. Eine Bewegungsgeschichte mit Körperteilen im Frühling

Wenn Luise im Frühling nach draußen ging, war es für sie immer wie ein Fest für die Sinne. Die Natur hatte viele Überraschungen für sie vorbereitet – vertraute Klänge für die Ohren, Düfte für die Nase, leuchtende Farben für die Augen, die Wärme der Sonne, die sie auf ihren Wangen spürte und eine leichte Brise, die durch ihr Haar strich.

Luise war ein Frühlingsmensch durch und durch. Schon als Kind konnte sie es kaum erwarten, nach dem Winter endlich wieder mit bloßem Fuß durch das saftig grüne Gras zu streifen. Ihre Mutter sah das nicht gerne mit ihren Augen. Sie ermahnte Luise stets mit erhobenem Finger, doch bitte wieder die Strümpfe über die Knie und die Schuhe an die Füße zu ziehen, aber Luise machte schon früh, was sie wollte. Einmal um die Ecke des Schuppens gegangen, hatte sie die Schuhe mit gekonntem Handgriff schnell wieder ausgezogen.
Luise konnte tagelang ihre Zeit im Garten verbringen. Ihre Augen schauten den Blumen förmlich beim Wachsen zu wenn sie langsam mit ihren schmalen Beinen immer wieder an den Beeten entlang ging. Ihre Mutter mochte fröhliche, kräftige Farben und hatte mit Luise gemeinsam mit den Händen viele Blumenzwiebeln eingepflanzt, deren Stängel sich dann im Frühling nach und nach den Weg zur Sonne bahnten. Dabei hatte Luise es richtig genossen, mit den Fingern in der Erde zu graben. Später stupste sie dann die hellgrünen Spitzen, die aus der Erde schauten, regelmäßig ungeduldig mit ihrem Zeigefinger an – so sehr freute sich ihr Herz über das neue Leben im Garten.

Später als Erwachsene wusste Luise, dass es für die Blumen besser war, die Finger bei sich zu behalten. Und auch die Füße blieben stets in den Schuhen – so erhoffte sie sich, die ein oder andere laufende Nase und einen schmerzenden Hals zu umgehen. Nicht selten musste sie als Kind das Bett hüten, nachdem sie nicht auf ihre Mutter gehört hatte und ohne Schuhe im Garten herumlief. Dann wurden Beine, Bauch und sogar die Arme warm in die Decke eingepackt und das Kind musste die Erkältung ausschwitzen. Nur noch das Gesicht war zu sehen, bis zum Hals war Luise eingepackt.

Aber das alles gehörte Gott sei Dank der Vergangenheit an. Für Luise war es in ihrem eigenen Garten später ein Genuss, die Vogelstimmen in ihren Ohren erklingen zu hören, sich mit den Augen der leuchtenden Farben zu erfreuen und die Sonne auf der Haut zu spüren. Lediglich die roten, saftigen Erdbeeren stibitzte sie ab und zu, indem sie sie vorsichtig mit ihren Fingern von der Pflanze pflückte. Die Blumen aber durften in Ruhe wachsen. Und Luise ging mit ihren Beinen ruhigen Schrittes durch den Garten zur Terrasse und setzte sich mit ihrem Po in einen Liegestuhl. Von dort hatten ihre Augen die volle Frühlingspracht ihres Gartens im Blick.



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Erdbeeren mit Vanilleeis – Eine Bewegungsgeschichte für die Seniorengymnastik mit Tüchern

„Erdbeeren mit Vanilleeis“ ist eine Bewegungsgeschichte für die Seniorenarbeit, bei der mit Tüchern gearbeitet wird. Jeder der Teilnehmer bekommt ein gelbes oder ein rotes Tuch. Hier finden Sie passende Tücher bei Amazon.*
Als Alternative eignen sich auch farbige Servietten.
Bei dem Signalwort „Erdbeeren“ oder „Erdbeer“ wird das rote Tuch/die rote Serviette hochgehalten
Bei dem Signalwort „Vanilleeis“ wird das gelbe Tuch/die gelbe Serviette hochgehalten

Erdbeeren mit Vanilleeis – Eine Bewegungsgeschichte für die Seniorengymnastik mit Tüchern

Erdbeeren waren schon von Kind auf Margots Lieblingsfrüchte. Und sie sind es bis heute. Erdbeeren schmecken einfach so frisch und süß, sehen schön aus und lassen sich zudem noch leicht anbauen und ernten. Früher als Kind hat Margot die Erdbeeren im Garten immer unter dem grünen Netz herausgefummelt und heimlich davon genascht. Lange glaubte ihre Mutter an eine Schneckenplage, bis Margot eines Tages mit einem mit Erdbeersaft verschmierten Mund zum Mittagessen ins Haus kam, und der Groschen dann auch bei ihrer Mutter fiel…

Margots Lieblingsessen waren früher Erdbeeren mit Vanilleeis. Sie hätte gut und gerne Erdbeeren mit Vanilleeis zum Frühstück, Vanilleeis mit Erdbeeren zum Mittagessen und Erdbeeren mit Vanilleeis zum Abendbrot verspeisen können… so gerne aß sie Vanilleeis mit Erdbeeren. Und diese Leidenschaft hat sich eigentlich bis heute gehalten. Natürlich hat Margot in ihrem eigenen Garten seit vielen Jahren auch ein großes Erdbeerfeld angelegt, das sie hütet und pflegt, wie ihren Augapfel. Seit nun drei Jahren hat sie auch eine tatkräftige Arbeitshilfe im Garten, die sie bei der Erdbeerernte unterstützt – ihren kleinen Enkel Jakob.

Wenn Jakob zu Besuch ist, geht Margot mit ihm nach den ersten Sonnenstrahlen im Frühling meistens in den Garten. Dann jäten sie Unkraut, lockern die Erde auf, beobachten Regenwürmer und schauen den Erdbeeren beim Reifen zu. Auch Jakob freut sich in diesem Jahr schon darauf, die roten Erdbeeren dann endlich wieder naschen zu können. Den langen Winter hatte Oma Margot Jakob mit Vanilleeis und heißen Kirschen oder Vanilleeis mit Schlagsahne die Wartezeit auf frische Erdbeeren versüßt. Doch beide freuen sich nun auf frische Erdbeeren, die sie dann gemeinsam mit einem Klacks Vanilleeis in Margots gemütlicher Küche verspeisen können.

Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm! Oder in diesem Fall wohl eher die Erdbeere



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Putzen meine Leidenschaft. Eine Bewegungsgeschichte für die Gymnastik mit Senioren

In dieser Bewegungsgeschichte für die Gymnastik mit Senioren
kommen einige Tätigkeiten rund ums Putzen vor. Führen Sie gemeinsam mit den Teilnehmern an den entsprechenden Stellen folgende Bewegungen durch:

Fegen: Fiktiv mit einem Besen von links nach rechts fegen
Putzen: Einmal mit der linken Hand und einmal mit der rechten Hand vor dem Körper wischen
Schrubben: Eine Handfläche mit der Innenseite nach oben vor den Oberkörper halten und mit der Faust der anderen Hand mehrfach schnell darüber streichen

Putzen meine Leidenschaft

Für viele Menschen ist Putzen eine lästige Pflicht. Für mich nicht. Ich putze gerne. Ich fege gern. Ich schrubbe gern. Wenn morgens beim Frühstück gekrümelt wird, lacht mein Herz weil es sich schon auf das Fegen freut. Doch ich liebe nicht nur das Fegen. Putzen mag ich einfach in jeder Variation. Am liebsten ist es mir, wenn etwas richtig dreckig geworden ist. Dann kann ich es ordentlich schrubben. Wenn ich putze, wird alles wieder strahlend, glänzend und sauber. Schon als Kind habe ich mir als Spielzeug einen kleinen Besen gewünscht und als ich ihn bekam, musste meine Mutter nie wieder selbst fegen. Ich fegte und fegte jeden Tag durch die Wohnung und der Fußboden blitzte und blinkte. Das ist es auch, was ich am Putzen so sehr liebe. Der Moment nach dem Putzen. Der Moment, wenn man fertig mit Schrubben und Fegen ist. Der Moment wenn man auf sein getanes Werk blickt und jedes Staubkörnchen vertrieben wurde. Wenn die Fenster geputzt, der Boden gefegt und aller Dreck weggeschrubbt wurde. Wenn der Schmutz mit Lappen und Staubwedel vertrieben wurde. Wenn ich mich im Boden spiegeln kann, dann weiß ich, dass das Fegen, das Schrubben und das Putzen sich gelohnt hat. Doch nach dem Putzen ist vor dem Putzen. Innerlich warte ich manchmal schon auf die nächste Kleckerei. Auf die nächste Gelegenheit zu Putzen. Putzen, Schrubben und Fegen ist einfach meine Leidenschaft. Es muss allerdings keiner verstehen, dass ich das Fegen, das Schrubben und das Putzen so sehr mag.



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Weiße oder braune Eier? Eine Bewegungsgeschichte für die Gymnastik mit Senioren

Bei dieser Bewegungsgeschichte für die Gymnastik mit Senioren, bekommt jeder Teilnehmer ein weißes und ein braunes Tuch, Sie können auch gut auf Servietten zurück greifen. Immer wenn das Wort „Weiß“ oder eine Form davon in der Geschichte vorkommt, heben die Teilnehmer das weiße Tuch in die Luft. Immer wenn das Wort „Braun“ oder eine Form davon in der Geschichte vorkommt, heben die Teilnehmer das braune Tuch in die Luft.

Weiße oder braune Eier?

„Papa, warum sind manche Eier braun und manche Eier weiß?“ fragt Lotta am Frühstückstisch, als sie gerade ihr braunes Ei pellt.
„Hmmm,“ überlegt der Vater kurz und erklärt dann überzeugend: „Braune Hühner legen braune Eier und weiße Hühner legen weiße Eier!“
„Ich glaube das stimmt so nicht ganz,“ mischt sich die Mutter ein. „Meine Oma hatte als ich klein war braune Hühner und die haben schnee-weiße Eier gelegt. Es muss einen anderen Grund dafür geben, dass manche Eier weiß und manche Eier braun sind.“
Der Vater schaut ein wenig beklommen nach unten, er hatte gehofft, mit seiner Theorie zu braunen und weißen Eiern durch zu kommen.
Lotta grübelt: „Sind die braunen Eier vielleicht in die Matsche gefallen? Lagen die weißen Eier vielleicht lange in der Sonne? Sind braune Eier vielleicht älter und weiße Eier frischer?“

„Ich weiß es wirklich nicht. Ruf doch mal die Oma an!“, schlägt die Mutter vor „Oma Gertrud ist mit Hühnern aufgewachsen. Bestimmt weiß sie, warum manche Eier weiß und manche Eier braun sind!“ Lotta läuft schnell zum Telefon und stellt Oma Gertrud die Frage nach den braunen und den weißen Eiern. Oma Gertrud kann tatsächlich weiterhelfen, bei dem braun-weißen Eierproblem. Sie erklärt:
„Weißt du Lotta es ist so, dass manche Hühnerrassen weiße Eier und manche Hühnerrassen braune Eier legen. Wenn du dir ein Huhn anguckst, kannst du es nicht an den Federn erkennen, ob die Eier braun oder doch eher weiß sind. Trotzdem haben Hühnerkenner einen Trick um herauszufinden, ob die Hühnerrasse nun braune oder weiße Eier legt: Unter dem Ohr, haben Hühner einen Hautlappen. Wenn dieser Hautlappen rot ist, legt das Huhn braune Eier. Wenn dieser Hautlappen weiß ist, legt das Huhn weiße Eier.“

Lotta ist zufrieden. Endlich kennt sie die Lösung des Rätsels rund um die weißen und die braunen Eier. Nun kann sie ihr braunes Frühstücksei in Ruhe zu Ende essen.



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Tanzen ist Pflicht. Eine Bewegungsgeschichte für die Gymnastik mit Senioren

Lesen Sie diese Bewegungsgeschichte in der Gymnastik für Senioren vor. Immer wenn der Satz „Auf Schritt und Tritt im Walzerschritt“ in der Geschichte vorkommt, führen Sie mit den Senioren folgende Bewegungsfolge durch:

Auf: Die linke Ferse auf dem Boden aufsetzen
Schritt: Die linke Fußspitze auf dem Boden aufsetzen
und: Die rechte Ferse auf dem Boden aufsetzen
Tritt: Die rechte Fußspitze auf dem Boden aufsetzen
im: Mit beiden Händen auf die Oberschenkel klatschen
Wal-: In die Hände klatschen
zer-: Mit der rechten Hand schnipsen
schritt: Mit der linken Hand schnipsen

Tanzen ist Pflicht

Tanzen ist Hugos große Leidenschaft. Wenn Hugo morgens aufsteht, dann hat er meist schon ein kleines Lied auf den Lippen und sobald er die Füße und Beine aus dem Bett geschwungen hat, führen sie auch schon Tanzschritte aus. Hugo bewegt sich:

Auf Schritt und Tritt im Walzerschritt.

Schon als Jugendlicher in der Tanzschule, war er der große Mädchenschwarm. Während andere Jungs die Füße kaum voreinander setzen konnten, wirbelte er die Damenwelt nur so über die Tanzfläche. Alle wollten mit ihm Tanzen. Am liebsten Walzer. Hugo hatte nichts dagegen. Er tanzte mit den Mädels:

Auf Schritt und Tritt im Walzerschritt.

Nur ein Mädel gab es, dass ihn auch bei Damenwahl nie zum Tanzen aufforderte. Das war die Irmtraud und natürlich hatte Hugo sich genau in dieses Mädchen verguckt. Zu gerne hätte er mit ihr getanzt, doch er selbst traute sich nicht sie um einen Tanz zu bitten. Wie wunderbar musste es sein mit Irmtraud durch die Welt zu tanzen:

Auf Schritt und Tritt im Walzerschritt.

Die Zeit verging und irgendwann näherten er und Irmtraud sich doch noch auf einem Dorffest an. Natürlich gab es auch Musik auf dem Dorffest und selbstverständlich wurde getanzt. An diesem Abend traute sich Hugo endlich Irmtraud um einen Tanz zu bitten. Um so enttäuschter war er, als Irmtraud ablehnte. „Tanzen tue ich nicht gerne und vor allem nicht gut. Ich trete meinem Tanzpartner immer nur auf die Füße!“, eröffnete sie ihm. Hugos Herz sank ein wenig herab. Wie konnte man denn nicht gerne Tanzen? Er selbst liebte das Tanzen. Tanzen war Pflicht. Aus der Traum vom Walzer mit Irmtraud:

Auf Schritt und Tritt im Walzerschritt.

Doch so schnell ließ sich Hugo nicht unterkriegen. Er redete gut zu, er versuchte zu überreden und schließlich bettelte er ein bisschen. Irgendwann wurde Irmtrauds Herz weich und sie willigte in einen Tanz ein. Der Tanz lief wie am Schnürchen. Mit den starken Armen von Hugo, die sie führten, verfehlten Irmtrauds Füße nicht einmal den Takt. Sie wirbelten über die Tanzfläche. Irmtraud konnte es selbst kaum glauben:

Auf Schritt und Tritt im Walzerschritt.

Fortan tanzten sie sehr oft miteinander und wenige Jahre später tanzten sie einen ganz besonderen Tanz. Den Hochzeitstanz. Irmtraud war glücklich und Hugo war glücklich. Walzer tanzend verbrachten die beiden nun ihr Leben gemeinsam.

Auf Schritt und Tritt im Walzerschritt.



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Ein Tag als Clown! Eine kleine Bewegungsgeschichte mit Bällen

Ballspiele für Senioren sind sehr beliebt und Bewegungsgeschichten kommen ebenfalls oft gut an. Heute haben wir beides für Sie kombiniert. Für die Durchführung der Bewegungsgeschichte bekommt jeder Teilnehmer einen kleinen Ball. Passende kleine Bälle finden Sie hier bei Amazon.*Immer wenn das Wort „WERFEN“ in einer beliebigen Form vorkommt, werfen die Teilnehmer den Ball einmal in die Luft und fangen ihn wieder auf. TIPP: Es kann auch ein Tuch oder ein Bohnensäckchen hochgeworfen werden. Beides ist für Menschen mit motorischen Einschränkungen leichter zu fangen.

Ein Tag als Clown

„Heute verbringe ich den Tag als Clown“, teilte Olaf seiner Frau Regina mit, bevor er zum Karnevalsumzug ging. „Als Clown?“ fragte Regina erstaunt und warf schmunzelnd ein „dann ist doch alles wie immer!“. Olaf streckte ihr die Zunge raus, stieg in seinen Anzug, schlüpfte in seine viel zu großen Schuhe, setzte seine Clownsnase auf uns warf seinen kunterbunten Hut noch einmal in die Luft bevor er ihn auf den Kopf setzte. „Wie seh‘ ich aus?“ fragte er Regina erwartungsvoll. „Du siehst umwerfend aus!“, antwortete diese und gab ihrem Clown einen Kuss auf die große Nase.
Dieser war zufrieden mit der Antwort seiner Frau, warf sich noch einen Schal um den Hals und zog von dannen. Er traf sich mit Jens und Kai, die sich natürlich ebenfalls in Schale geworfen hatten. Jens hatte sich als Zauberer und Kai als Arzt verkleidet. Sie gingen immer schon früh los um einen guten Platz in den vorderen Reihen zu bekommen, schließlich wollten sie nicht leer ausgehen, wenn süße Leckereien von den Wagen geworfen wurden.
Dann ging es endlich los und der erste Wagen zog an den Männern vorbei. Doch es wurden keine Süßigkeiten vom Wagen herunter geworfen. Nur ein bisschen Konfetti wurde geworfen und schmückte schon bald die Frisuren der drei Freunde. Bei den nächsten Wagen hatten sie dann aber mehr Glück. Es wurde Schokolade geworfen. Es wurde Weingummi geworfen. Es wurden Bonbons geworfen. Das Trio hatte viel Spaß, sang laut Karnevalslieder und trank die ein oder andere Kleinigkeit.

Am Abend kam Olaf müde, aber glücklich nach Hause. Er schlüpfte aus seinen viel zu großen Schuhen, streifte den Anzug ab, warf ihn auf den Boden und entfernte seine rote Clownsnase. Dann warf er sich auf das Bett und schlief ein, bevor Regina ihn richtig begrüßen konnte. Regina seufzte. Sie nahm den Anzug von Boden und warf ihn über einen Stuhl. Dann legte sie schon einmal eine Kopfschmerztablette bereit. Sie wusste aus Erfahrung, dass Olaf diese am nächsten Morgen einwerfen würde…



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Die tolle Wolle. Eine Bewegungsgeschichte für die Gymnastik mit Senioren

Lesen Sie diese Bewegungsgeschichte in der Gymnastik für Senioren vor. Jeder der Senioren bekommt ein Wollknäuel (Alternativ können Sie mit Tüchern oder Servietten arbeiten. Hier finden Sie passende Tücher bei Amazon.*). Immer wenn das Wort Wolle oder „Woll-“ in der Geschichte vorkommt, halten die Senioren das Wollknäuel hoch.

Die tolle Wolle

Als ich ungefähr 6 Jahre alt war, ging ich mit meiner Mutter in ein Handarbeitsgeschäft um Wolle zu kaufen. Meine Mutter strickte für ihr Leben gern und so waren wir immer gut mit Pullovern, Strickjacken, dicken Socken und wärmenden Mützen aus Wolle ausgestattet. Bei der Wolle war meine Mutter sehr preisbewusst. Oft wurden alte, gestrickte Sachen aus Wolle aufgeribbelt und in neue Kleidungsstücke verwandelt. Auch im Handarbeitsgeschäft hielt sie immer Ausschau nach günstiger Wolle und Restbeständen. Das Wollknäuel, das ich an diesem Tag entdeckte, gehörte nicht zu den Restbeständen. Es war so groß wie mein Kopf, die Wolle war dick und sah wunderbar weich, gemütlich und flauschig aus. Sie leuchtete in allen Farben des Regenbogens. Eine Mütze aus dieser Wolle, wie hübsch musste das sein.

Mein Mund stand offen als ich diese wundervolle Wolle entdeckte. Ich zupfte am Ärmel meiner Mutter und zeigte auf das Knäuel meiner Träume. „Das ist zu teuer!“, sagte meine Mutter und vertiefte sich wieder in das Gespräch mit der Verkäuferin über die neuste Wollmode. Mein Herz rutschte ein bisschen hinab und eine kleine Träne stahl sich in mein Auge, als ich erkannte, dass ich dieses Wollknäuel wohl niemals würde in meinen Händen halten dürfen. Dass niemals ein Schal aus dieser weichen, flauschigen Wolle sich um meinen Hals schmiegen würde.

Der Gedanke an die Wolle hing mir noch lange nach und seitdem ich Erwachsen bin, muss ich in jedes Wollgeschäft und in jede Handarbeitsabteilung im Kaufhaus gehen um nachzuschauen, ob sie ein Wollknäuel vorrätig haben, wie das von jenem Tag. Nie hatte ich Glück. Bis heute. Gerade heute, eigentlich war ich in Eile, ging ich an einem kleinen, neueröffneten Wollgeschäft bei uns in der Stadt vorbei. Fast hätte ich das Schaufenster gar nicht wahrgenommen. Doch ein Wollknäuel, das in Regenbogenfarben leuchtete, strahlte mich an. Erst traute ich meinen Augen beim Anblick der Wolle nicht. Dann machte mein Herz einen kleinen Hüpfer. Die Wolle sah genau so aus, wie die Wolle, die ich einst mit sechs Jahren entdeckt hatte. Die Verkäuferin hat sich wahrscheinlich gewundert, warum sich eine alte Frau so über den Kauf eines Wollknäuels freuen kann. Denn gekauft, habe ich die Wolle natürlich sofort.

Nun sitze ich hier und darf dieses Wollknäuel in den Händen halten, habe meine Stricknadeln heraus gekramt und mache mich daran einen Schal zu nähern. Bald wird ein Schal aus dieser weichen, flauschigen Wolle sich um meinen Hals schmiegen.



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Johannas Wolldecke. Eine Bewegungsgeschichte zu dem Thema Handarbeiten

Für diese Bewegungsgeschichte rund um die Themen Wolle und Handarbeiten benötigen Sie für jeden Teilnehmer ein Wollknäuel (die Farbe spielt hierbei keine Rolle).
Jedesmal, wenn in der Geschichte das Wort „Wolle“ vorkommt, wird das Wollknäuel an den linken Nachbarn weitergegeben. Fällt das Wort „Stricken“, wirft jeder sein Wollknäuel einmal in die Luft und fängt es wieder auf.

Johannas Wolldecke. Eine Bewegungsgeschichte zu dem Thema Handarbeiten

Johanna war im Handarbeits-Fieber. Endlich hatte sie eine Woche Urlaub und konnte sich voll und ganz dem Stricken widmen. Das Stricken hatte sie im letzten Jahr für sich entdeckt und war mit der Zeit schon richtig gut geworden. Die ganze Familie hatte sie schon mit Wolle eingekleidet – ja, Mützen, Schals und dicke Socken konnte sie stricken!
Für ihren Urlaub hatte sie sich vorgenommen, eine große warme Decke aus Wolle für gemütliche Stunden auf dem Sofa zu stricken. Die Wolle dafür hatte sie schon besorgt. Dunkelgrün sollte die Decke werden, das war Johannas Lieblingsfarbe.

Johanna setzte sich mit einer Tasse heißem Tee auf das Sofa, nahm die grüne Wolle und ihre Stricknadeln zur Hand und fing an zu Stricken. Sie strickte und strickte und strickte… und bemerkte gar nicht, wie schnell die Wolle weniger und weniger wurde. Nach ungefähr einem Drittel der Decke bemerkte sie, dass sie gar keine Wolle mehr zum Stricken übrig hatte. Johanna war enttäuscht. Es war schon Abend und das Geschäft, in dem sie die Wolle gekauft hatte, hatte bereits geschlossen. Sie wollte die Decke aber unbedingt weiter stricken!

Johanna schmierte sich ein Brot, trank noch eine Tasse Tee und überlegte, wie sie weiter stricken könnte.
Auf einmal kam ihr eine Idee! Mutter hatte doch mal erzählt, dass sie eine ganze Kiste mit Resten von Stoffen und Wolle auf dem Dachboden untergebracht hatte. „In der roten Holzkiste“, hatte sie immer gesagt. Johanna war allerdings ehrlich gesagt sehr lange nicht mehr auf dem Dachboden gewesen und hatte deswegen nicht den leisesten Schimmer, wo diese besagte Kiste mit der Wolle stand.

Im Nu stand sie auf und eilte die Treppen nach oben. Sie wollte so schnell wie möglich nachschauen, ob da oben noch Wolle zum Stricken für sie parat lag. Noch mit dem letzten Bissen Brot zwischen den Zähnen öffnete sie die Tür zum Dachboden. Sie knartschte entsetzlich!
Johanna machte das Licht an, viel konnte sie nicht erkennen, hell war etwas anderes! „Aber wenn man sich über die Jahre nicht um den Dachboden kümmert…“, dachte sie. Doch noch ehe sie den Gedanken zu Ende bringen konnte, fiel ihr Blick auf die rote Holzkiste. Sie stand genau gegenüber der Tür. Johanna wischte den Staub vom Deckel und öffnete ihn. Sie konnte gar nicht glauben, was sie sah. In der Kiste lagen unzählige Wollknäuel – in Reih und Glied. Helle Wolle, dunkle Wolle, Baumwolle, Mohairwolle, Merinowolle und, und, und.
„Damit kann ich ja ganze Lkw-Ladungen stricken„, dachte Johanna und durchstöberte die Kiste. Zu ihrem Bedauern war keine Wolle in dunkelgrün in der roten Holzkiste. „Das scheint nicht Mutters Lieblingsfarbe gewesen zu sein!“, murmelte sie.

Da Johanna unbedingt weiter Stricken wollte, fasste sie einen Entschluss: Streifen! Der Rest der Decke sollte in bunten Streifen gestrickt werden – aus Mutters Wolle.
Johanna schnappte sich so viel Wolle, wie sie mit beiden Armen tragen konnte, und ging hinunter ins Wohnzimmer. Sie strickte und strickte die ganze Nacht hindurch. Am nächsten Morgen war die Decke fertig. Ein Traum in dunkelgrün und … bunt!
Johanna war stolz! Und glücklich!

Noch heute denkt sie jedesmal, wenn sie sich mit der Decke zudeckt, an ihre besondere Entdeckung auf dem Dachboden. Und jedesmal, wenn sie mit der Hand über die Decke aus Wolle streicht, auch an ihre Mutter…

Zu dem Thema Wolle oder Handarbeiten kann man auch schöne Übungen in der Seniorengymnastik machen. Einige Anregungen, ob mit Materialien oder ohne, finden Sie unter dem Link Seniorengymnastik Übungen.



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Im Märchenland. Eine Bewegungsgeschichte mit Schwungtuch

Für diese Bewegungsgeschichte mit Senioren wird ein Schwungtuch und zwei oder mehr (nach Möglichkeit rote) Bälle benötigt. Hier finden Sie Schwungtücher bei Amazon.*

Im Märchenland

Es ist ein sonniger, kalter Tag im Märchenland. Rotkäppchen geht ein wenig im Wald spazieren. Sie hat ihren Mantel gut verschlossen und ihre rote Kappe aufgesetzt. Es weht ein leichter Wind.

Mit dem Schwungtuch den leichten Wind imitieren

Der Wind wird immer stärker und Rotkäppchen bindet ihre rote Kappe noch ein bisschen enger zusammen um sich vor dem stärker werdenden Wind zu schützen. Sie beschließt, sich einen Unterschlupf zu suchen.

Mit dem Schwungtuch den immer stärker werdenden Wind imitieren.

Plötzlich hört Rotkäppchen das Heulen des Wolfes, sie hat ihn zwar schon einmal besiegt, sie möchte ihm aber trotzdem nicht noch einmal begegnen. Sie nimmt die Beine in die Hand und läuft so schnell sie kann zu dem nächsten Unterschlupf. Beim Laufen weht ihr Mantel im starken, kalten Wind.

Mit dem Schwungtuch den wehenden Mantel und den starken Wind imitieren

Endlich sichtet Rotkäppchen das kleine Haus im Wald. Die Tür ist so klein, dass sie sich zum Klopfen etwas bücken muss. Schneewittchen öffnet die Tür. „Komm herein, das ist aber windig geworden!“, begrüßt Schneewittchen sie. Das lässt sich Rotkäppchen nicht zweimal sagen. Als sich die Tür des Häuschens langsam schließt, muss der Wind draußen bleiben und ihr Mantel wird nicht mehr durchgepustet.

Den Wind mit dem Schwungtuch weniger werden lassen.

„Ich hab frische rote Äpfel da!“, erzählt Schneewittchen. Mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: „Ich hab sie selbst geerntet und meine Stiefmutter hatte sie auch garantiert nicht in den Händen. Möchtest du einen?“ Rotkäppchen greift gerne zu und auch Schneewittchen nimmt sich einen.

Zwei Bälle auf das Schwungtuch legen und leicht hin und her bewegen

Da klopft es wieder an der Tür und die beiden Mädchen erschrecken sich. „Erwartest du noch Besuch?“, fragt Rotkäppchen aber Schneewittchen schüttelt den Kopf. Sie geht zur Tür und öffnet vorsichtig. Vor der Tür steht der Wolf. Er ist Rotkäppchen bis zu dem Haus gefolgt. Geistesgegenwärtig nimmt Rotkäppchen ihren angebissenen Apfel und schmeißt ihn dem Wolf ins Gesicht. Auch Schneewittchen verwandelt ihren Apfel in ein Wurfgeschoss und der Wolf ergreift die Flucht. Die Mädchen schleudern auch noch den Rest der Äpfel hinter dem Halunken her und freuen sich über ihren Sieg!

Die Bälle wild mit dem Schwungtuch auf und ab fliegen lassen. Nach Wunsch können noch mehr Bälle auf das Schwungtuch gegeben werden.



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Der Laternenumzug: Bewegungsgeschichte mit Schwungtuch

Bei dieser Bewegungsgeschichte wird ein buntes Schwungtuch benötigt. Abhängig von den Möglichkeiten der Gruppe, kann die Geschichte im Stehen oder im Sitzen gespielt werden. Hier finden Sie Schwungtücher bei Amazon.*

Der Laternenumzug

Heute ist ein schöner Tag für unseren St. Martinsumzug. Wir haben alle unsere Laternen dabei und laufen zu dem verabredeten Startpunkt. Ein ganz leichter Wind begleitet uns und lässt die Laternen zart schwingen.

Mit dem Schwungtuch einen ganz leichten Wind nachahmen.

Wir schauen uns die Laternen genau an. Sie leuchten in allen Farben. Wir entdecken… rote… gelbe… blaue und grüne Laternen (die genannten Farben eventuell an die Farben des Schwungtuchs anpassen).

Es heben jeweils die Senioren das Schwungtuch an, die die entsprechende Farbe des Schwungtuchs in der Hand halten. Wenn Sie kein Schwungtuch mit abgeteilten Farbabschnitten verwenden, können Sie auch einfach eine, im Kreis gehende, wellenförmige, Bewegung mit dem Schwungtuch ausführen, in dem die Teilnehmer nacheinander das Schwungtuch anheben.

Am Startpunkt unseres Martinsumzug angekommen, entdecken wir schon St. Martin mit seinem weißen Pferd. Wir erkennen schmunzelnd, dass sich in diesem Jahr Bauer Herrmann als St. Martin verkleidet hat. Alle sind eingetroffen und der Martinsumzug beginnt. Erst setzt sich St. Martin und dann die ganze Kinder- und Erwachsenenschar in Bewegung. Weil es so voll ist, können wir nur kleine Schritte machen.

Mit dem Schwungtuch kleine Schritte imitieren in dem kleine, kurze Wellen erzeugt werden.

Während wir Martinslieder singen, wird der Wind immer stärker. Nicht nur unsere Haare, auch die Laternen schwingen nun sehr deutlich hin und her.

Den stärker werdenden Wind mit dem Schwungtuch nachahmen.

Wir beobachten Bauer Herrmann, äähh St. Martin natürlich, auf seinem Pferd. Sein roter Umhang pustet sich durch den starken Wind immer wieder auf wie ein großer Ballon.

Alle lassen das Schwungtuch so weit nach oben steigen wie es geht und sich aufplustern. Dann wird es langsam nach unten gelassen. Den Vorgang mehrmals weiderholen.

Bei einer Laterne hat der Wind dafür gesorgt, dass das Papier Feuer gefangen hat. Während die Eltern fluchen, staunen die Kinder und freuen sich über das kleine Martinsfeuer. Der Wind pfeift mit einer unheimlichen Kraft weiter.

Den sehr, sehr starken Wind mit dem Schwungtuch nachahmen.

Doch nun kommt der Martinsumzug auch langsam zu einem Ende. Das ist auch gut so, der Wind hat nicht nur dafür gesorgt, dass eine Laterne Feuer gefangen hat, mehrere Laternen sind von den Stäben gepustet worden und ein Stück weit geflogen.

Alle lassen das Schwungtuch so hoch steigen wie möglich und lassen dann gleichzeitig los.

Wir wärmen uns nach dem Martinsumzug am warmen Martinsfeuer und gönnen uns eine schöne, warme Tasse Glühwein.



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