Sommerliche Hauswirtschaft: 10 kleine Ideen für Normalität in der Betreuung

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Für sommerliche Hauswirtschaft in der Betreuung finden Sie hier zehn kleine Ideen, die vertraute Alltagstätigkeiten aufgreifen und ohne großen Aufwand Normalität in Aktivierungen bringen.
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Hauswirtschaftliche Tätigkeiten gehören für viele Seniorinnen und Senioren fest zur eigenen Lebensgeschichte. Gerade im Sommer erinnern kleine Aufgaben rund um Obst, Wäsche, Getränke, Blumen und Garten an frühere Routinen. Sie schaffen Gesprächsanlässe, regen die Sinne an und vermitteln das Gefühl, gebraucht zu werden.
Wenn Sie hauswirtschaftliche Tätigkeiten gezielt in die soziale Betreuung einbinden möchten, passt dazu die Online-Fortbildung „Hauswirtschaft in der sozialen Betreuung“.
10 kleine Ideen für sommerliche Hauswirtschaft
- Erdbeeren verlesen
Legen Sie Erdbeeren in eine Schale und lassen Sie die Teilnehmenden gemeinsam schauen, welche Früchte besonders schön sind und bei welchen Stellen abgeschnitten werden müssen. Dabei kann über Erdbeerkuchen, Marmelade, Ausflüge zum Erdbeerfeld oder das Naschen direkt aus der Schüssel gesprochen werden. - Kräuter zupfen
Petersilie, Schnittlauch oder Minze lassen sich gut ansehen, riechen und vorsichtig zupfen. Die Kräuter können anschließend für Quark, Salat oder Wasser mit Geschmack genutzt werden. Fragen Sie, welche Kräuter früher im Garten oder auf der Fensterbank wuchsen. - Zitronenwasser vorbereiten
Gemeinsam können Zitronenscheiben, Minze oder Gurkenscheiben in eine Karaffe gegeben werden. Diese kleine Aufgabe ist überschaubar und führt direkt zu einem sichtbaren Ergebnis. Beim Trinken entstehen Gespräche über Sommerhitze, Gartenarbeit und Erfrischungen von früher. - Servietten falten
Bunte Servietten werden für den Kaffeetisch oder eine Sommerfeier gefaltet. Die Aufgabe eignet sich gut für Gruppen und Einzelbetreuung. Wer möchte, kann Farben auswählen oder erzählen, wie früher für Besuch, Geburtstage oder Sonntagskaffee gedeckt wurde. - Wäscheklammern sortieren
Legen Sie Wäscheklammern aus Holz und Kunststoff auf den Tisch. Die Teilnehmenden sortieren nach Material, Farbe oder Größe. Dazu passen Fragen nach Wäscheleinen, Waschtagen, Bügelwäsche und dem Duft von draußen getrockneter Wäsche. - Sommerobst benennen
Zeigen Sie Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Johannisbeeren oder Bilder davon. Die Gruppe benennt das Obst und sammelt passende Erinnerungen: Einmachen, Entsteinen, Kompott kochen, Obstkuchen backen oder Obst aus dem eigenen Garten ernten. Im Anschluss kann gemeinsam ein Obstsalat zubereitet werden. - Blumen für den Tisch vorbereiten
Ein kleiner Strauß wird gemeinsam betrachtet, sortiert oder in eine Vase gestellt. Geeignet sind zum Beispiel Margeriten, Rosen, Lavendel oder Sonnenblumen. Die Teilnehmenden können erzählen, welche Blumen früher im Garten standen oder zu besonderen Anlässen auf den Tisch kamen. - Geschirr für eine Sommerpause bereitstellen
Tassen, Gläser, kleine Teller und Löffel werden gezählt und auf einem Tablett zusammengestellt. Die Aufgabe wirkt alltagsnah und sinnvoll. Fragen Sie: „Wie wurde früher für Besuch vorbereitet?“ oder „Was durfte auf dem Kaffeetisch im Sommer nicht fehlen?“ - Duftende Hausmittel erinnern
Zeigen Sie Zitrone, Essig, Lavendel, Seife oder ein Stück Kernseife. Die Gruppe überlegt, wofür diese Dinge im Haushalt genutzt wurden. Dabei entstehen oft Erinnerungen an Putzen, Waschen, Vorratshaltung oder Tricks aus dem Alltag. - Sommerliche Einkaufsliste sammeln
Die Teilnehmenden sammeln gemeinsam Dinge, die im Sommer häufig eingekauft wurden: Obst, Mineralwasser, Eis, Grillwürstchen, Salat, Sonnencreme oder Blumen. Die Wörter können sichtbar notiert und anschließend nach Lebensmitteln, Haushalt und Garten sortiert werden.
Tipps für die Durchführung
Sommerliche Hauswirtschaft muss nicht groß vorbereitet werden. Oft reicht ein Tablett mit wenigen vertrauten Gegenständen. Wichtig ist, dass die Tätigkeit überschaubar bleibt und nicht als Prüfung erlebt wird. Geben Sie kleine Aufgaben, lassen Sie Zeit und greifen Sie Erinnerungen wertschätzend auf.
Für Menschen mit Demenz eignen sich besonders Tätigkeiten, die über Sehen, Riechen, Fühlen und einfache Handgriffe funktionieren. Erdbeeren anschauen, Kräuter zupfen, Servietten falten oder Wäscheklammern sortieren kann Sicherheit geben, weil die Abläufe vertraut wirken.
Als passende Ergänzung können Sie die Exklusiv-Aktivierungskarten rund um den Haushalt einsetzen. Sie eignen sich gut, um nach einer praktischen Hauswirtschaftsidee weitere Gespräche anzuregen und biografische Erinnerungen rund um den Haushalt aufzugreifen.
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