Schnitzel mit Bratkartoffeln: “Lautes Gehämmer” Eine Kurzgeschichte für Menschen mit Demenz

Im Exklusiv-Bereich finden Sie ausgearbeitetes und sofort einsetzbares Praxismaterial:
Geräusche aus dem Alltag bleiben oft lange im Gedächtnis. Gerade aus der Küche kennt man viele davon.
Diese Kurzgeschichte erzählt von einem Nachbarn, der neugierig wird und später einfach klingelt.
Sie eignet sich gut zum Vorlesen und bietet viele Gesprächsanlässe rund um Kochen, Nachbarschaft und gemeinsames Essen.
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Was tun, wenn ein Mensch mit Demenz Hilfe ablehnt, immer wieder dieselbe Frage stellt oder sich kaum noch mit Worten ausdrücken kann?
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Lautes Gehämmer
Herr Becker steht mittags in der Küche.
Auf dem Herd braten die Schnitzel.
In der Pfanne daneben liegen die Bratkartoffeln.
Es klingelt an der Tür.
Herr Becker wischt sich die Hände ab und öffnet.
Draußen steht Herr Lehmann.
„Guten Tag“, grüßt Herr Lehmann.
„Ich wollte mal fragen, ob Sie Hilfe brauchen.“
Herr Becker schaut ihn überrascht an.
„Hilfe“, fragt er, „wobei?“
Herr Lehmann nickt.
„Heute Morgen habe ich lautes Hämmern gehört“, erklärt er.
„Da dachte ich, Sie renovieren.“
Herr Becker lacht.
„Nein“, entgegnet er.
„Ich habe Schnitzel geklopft.“
Aus der Küche zieht ein guter Geruch.
„Bratkartoffeln gibt es auch“, fügt Herr Becker hinzu.
Herr Lehmann atmet tief ein.
„Die riechen hervorragend“, stellt er fest.
Herr Becker überlegt kurz.
Dann meint er:
„Wenn Sie möchten, können Sie gern bleiben.“
Herr Lehmann nickt.
„Beim Essen helfen ist sogar besser als beim Renovieren helfen“, scherzt er.
Kurz darauf sitzen beide am Tisch.
Die Schnitzel sind goldbraun.
Die Bratkartoffeln knusprig.
Herr Lehmann nimmt einen Bissen.
„Gut, dass ich geklingelt habe“, sagt er.
Herr Becker lächelt.
„Gut, dass Sie gekommen sind“, antwortet er.
Diese Geschichte lädt dazu ein, über Nachbarschaft, spontane Besuche und gemeinsames Essen zu sprechen.
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Eine Anmeldung lohnt sich für alle, die Alltagssituationen mit Nähe und Wärme aufgreifen möchten.










