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Murmeltier. Eine Naturgeschichte nicht nur für Senioren

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Wenn man hoch genug in den Bergen wandert, dann kann man das Murmeltier sehen und vor allen Dingen auch hören. Eine Naturgeschichte zum Vorlesen  für Senioren

Murmeltier

„Hallo Opa und Oma, wir sind aus dem Urlaub zurück“, Kati und Wim stürmten durch die Haustür. „Na, wie war es denn?“, fragten die Großeltern, „ihr ward ja das erste Mal in den Bergen. Hat es euch gefallen?“ „Ja, es war ganz toll! Die Berge sind ganz hoch und wir sind mit einem Sessellift gefahren. Und die Straßen sind schmal und kurvig und Kati ist schlecht geworden“, berichtete Wim. „Und wir haben Kühe mit Glocken getroffen, die waren einfach auf dem Weg. Und Ziegen konnte man streicheln und stellt euch vor, wir haben sogar Murmeltiere gesehen!“, rief Kati begeistert.

„Und habt ihr sie auch pfeifen gehört?“, fragte der Opa. „Ja, gepfiffen haben sie, aber nicht gemurmelt, obwohl sie Murmeltiere heißen“, berichtete Wim enttäuscht. „Murmeltiere murmeln auch nicht. Der Name stammt von dem althochdeutschen Begriff Murmunto ab. Und dieses Wort stammt aus dem Lateinischen „muris montis“, was „Bergmaus“ bedeutet. In der Schweiz werden sie übrigens Murmeli und in Bayern Mankei genannt.“ „Wie eine Maus sehen sie aber nicht aus. Sie sind viel größer.“, meinte Kathi.



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„Ja, da hast du Recht. Murmeltiere sind Erdhörnchen und werden etwa 50cm groß. Sie graben weit verzweigte Tunnel in der Erde und kommen ab und zu raus. Dann machen sie Männchen, um ihre Umgebung besser beobachten zu können oder sie futtern Gräser oder Früchte, die sie mit ihren Vorderpfoten festhalten.“ „Und warum pfeifen sie?“, fragte Wim. „Wenn sie Gefahr wittern oder sehen, zum Beispiel ein am Himmel kreisender Adler, dann pfeifen sie und warnen mit den durchdringenden Pfiffen die anderen Murmeltiere. Übrigens mögen die Murmeltiere keine Hitze. Deswegen leben sie nur in kühlen Gegenden. Die Alpenmurmeltiere, die ihr gesehen habt, haben ihren Lebensraum in 2200 m Höhe. Und sie halten einen ca. achtmonatigen Winterschlaf“, erklärte der Opa.

„Es gibt aber auch ein ganz besonderes Murmeltier“, erzählte die Oma. „ Es heißt Phil und lebt in Amerika in einer Stadt mit einem unaussprechlichen Namen – ich habe ihn vergessen. Immer am 02. Februar wird es von der Bevölkerung befragt, wann der Winter vorbei ist. Es kann natürlich nicht antworten, aber wenn es aus seiner Höhle herauskommt und einen Schatten wirft, dann dauert der Winter noch sechs Wochen. Wenn es aber keinen Schatten wirft, dann kommt der Frühling. Diesen Brauch haben Siedler aus Europa mit nach Amerika gebracht. In dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ wird dieser Brauch beschrieben. Wenn ihr mögt, können wir den Film später ansehen.“ „Oh ja, das machen wir,“ riefen die Kinder.



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Monika

© by Monika Kaiser

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