Mariä Himmelfahrt mit Senioren feiern: Eine Kurzandacht

Diese Kurzandacht zu Mariä Himmelfahrt ist für Seniorinnen und Senioren sowie für Menschen mit Demenz gedacht. Sie eignet sich für Pflegeeinrichtungen, Tagespflegen, Seniorengruppen und Bibelkreise.

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Kurze Sätze und vertraute Bilder machen die Andacht für unterschiedliche kognitive Fähigkeiten zugänglich. Kognitiv fitte Seniorinnen und Senioren können eigene Erinnerungen einbringen.

Gestaltung, Aktivierung und Gesprächsimpuls sind Vorschläge. Jede Einrichtung sollte auswählen, was zur eigenen Gruppe passt.

Weitere Anregungen für Ihre Arbeit mit Senioren finden Sie in unseren Online-Fortbildungen für Betreuungskräfte.


Kurzandacht zu Mariä Himmelfahrt

(ca. 15 Minuten)


Gestaltung der Mitte – Tisch / Altar

    • ein weißes oder blaues Tuch
    • eine echte oder elektrische Kerze
    • ein kleiner Kräuterstrauß
    • wenn vorhanden: ein Marienbild

1. Ankommen

Die Kerze wird entzündet oder eingeschaltet.

Wir sind hier zusammen.
Gott ist in unserer Mitte.

Wir zünden ein Licht an.

Das Licht erinnert uns:
Gott ist da.

Gott begleitet uns durch unser Leben.
Bei ihm dürfen wir geborgen sein.


2. Hinführung

Heute feiern wir Mariä Himmelfahrt.
Das Fest heißt auch: Aufnahme Mariens in den Himmel.

Dieses Fest erinnert an Maria, die Mutter von Jesus.
Sie ging mit ihm durch Freude und Leid.

Gott hat Maria bei sich aufgenommen.
Mit Leib und Seele.

Maria setzte ihre Hoffnung auf Gott.
Die Bibel erzählt von ihrem Vertrauen.


3. Bibelwort – Nacherzählung nach Lukas 1,26-56

Ein Engel sagte zu Maria:

„Du wirst einen Sohn bekommen.
Du sollst ihm den Namen Jesus geben.“

Maria vertraute Gott.

Dann machte sie sich auf den Weg zu Elisabeth.

Elisabeth freute sich sehr.

Sie sagte:

„Du bist gesegnet.
Du hast Gott vertraut.“

Da lobte Maria Gott.

„Gott hat Großes an mir getan.
Er ist barmherzig.
Er vergisst die Menschen nicht.“

Maria blieb einige Zeit bei Elisabeth.
Die beiden Frauen stärkten einander.

(Stille.)


4. Auslegung – Gott sieht unser ganzes Leben

Maria machte sich auf den Weg.

Sie wusste nicht, was vor ihr lag.
Aber sie vertraute Gott.

Vielleicht kennen Sie solche Wege.

Eine Arbeit begann.
Eine Familie wurde gegründet.
Später veränderte eine Krankheit den Alltag.

Manche Wege waren leicht.
Andere waren schwer.

Maria erlebte Freude und Sorge.
Sie musste auch Abschied nehmen.

Doch Gott vergaß Maria nicht.

Er sah ihren Mut.
Er sah ihre Liebe.
Er sah auch ihre Tränen.

Das Fest Mariä Himmelfahrt sagt uns:
Am Ende ihres Lebens fiel Maria nicht ins Leere.
Gott nahm Maria ganz bei sich auf.

Maria ist für uns ein Zeichen der Hoffnung.

Sie zeigt uns:
Unser Leben hat bei Gott eine Zukunft.

Gott geht mit.
Er begleitet uns durch unser Leben.

Und wir dürfen darauf vertrauen:
Bei Gott sind wir geborgen.


5. Aktivierung – Der Duft der Kräuter

Die leitende Person nimmt den Kräuterstrauß in die Hand.

Zu Mariä Himmelfahrt gehören vielerorts duftende Kräuter.
Dieser Strauß erinnert an Gottes Schöpfung.

Ich gebe den Kräuterstrauß langsam durch die Runde.
Wer möchte, darf ihn halten, betrachten oder vorsichtig daran riechen.

Vielleicht erinnert Sie der Duft an einen Garten, an die Küche oder an das Kräutersammeln früher.

Der Kräuterstrauß wird einer Person nach der anderen gereicht. Bei Bedarf hält die leitende Person ihn fest. Beachten Sie Empfindlichkeiten und Allergien.

Nach der Runde wird der Kräuterstrauß wieder in die Mitte gelegt.


6. Gebet

Guter Gott,

wir danken dir für Maria.
Sie hat dir vertraut.
Du hast sie begleitet.

Wir danken dir für unser Leben.
Für liebe Menschen und gute Erinnerungen.

Sei bei uns in Freude und Trauer.
Bleibe bei uns, wenn unsere Kräfte nachlassen.

Lass uns vertrauen:
Du vergisst uns nicht.
Du gehst mit uns.

Amen.


7. Vaterunser

Wir beten gemeinsam:

Vater unser im Himmel …


8. Liedvorschläge

    • „Maria aufgenommen ist“
    • „Sagt an, wer ist doch diese“
    • „Großer Gott, wir loben dich“

9. Segen

Gott segne uns.

Er begleite unsere Schritte.
Er stärke uns in schweren Stunden.

Gott halte unser Leben in seiner Hand.

Er schenke uns Hoffnung:
Bei ihm sind wir geborgen.
Heute, morgen und über dieses Leben hinaus.

Amen.


Die Kurzandacht verbindet Marias Geschichte mit der Hoffnung auf Gottes Begleitung. Weitere Kurzandachten und praktische Ideen für die Seniorenarbeit erhalten Sie über unseren kostenlosen Newsletter.

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