Märchensymbole neu interpretieren: Kreatives Denken mit bekannten Bildern
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Märchenbilder wecken bei vielen Senioren sofort Erinnerungen. Ein Korb erinnert an Rotkäppchen. Ein Spiegel an Schneewittchen. Ein Schuh vielleicht an Aschenputtel. Genau diese Vertrautheit macht Märchensymbole zu spannendem Material für kreative Denkspiele.
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Bei dieser Aktivierung geht es gerade nicht darum, das richtige Märchen zu erraten. Stattdessen werden bekannte Märchensymbole bewusst aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst. Die Teilnehmenden überlegen gemeinsam, in welchen ganz anderen Situationen das Bild auftauchen könnte. Dadurch entstehen überraschende Ideen, humorvolle Gedanken und oft ganz neue Sichtweisen.
Das Spiel eignet sich hervorragend für das kreative Gedächtnistraining mit Senioren und Menschen mit Demenz. Es fördert Fantasie, Sprache und flexible Denkprozesse, ohne Druck aufzubauen.
Noch mehr kreative Methoden für das Gedächtnistraining lernen Sie in unserer Fortbildung „Flügel der Fantasie“ kennen. Dort geht es darum, eingefahrene Denkwege spielerisch zu verlassen und neue Ideen gemeinsam entstehen zu lassen.
So funktioniert das Spiel
Für das Spiel benötigen Sie Bildkarten mit Märchensymbolen. Besonders gut eignen sich die Karten aus unserem Zuordnungsspiel Märchen aus dem Exklusiv-Bereich. Die Karten zeigen Gegenstände und Symbole aus bekannten Märchen.
Normalerweise werden die Bilder den passenden Märchen zugeordnet. Bei diesem Spiel geschieht aber genau das Gegenteil.
Die Teilnehmenden ziehen oder wählen ein Symbol aus und überlegen:
Wo könnte dieses Bild noch auftauchen?
Wofür könnte der Gegenstand heute genutzt werden?
Welche ganz andere Geschichte könnte dahinterstecken?
Dadurch lösen sich die Gedanken vom bekannten Märchen. Das Gehirn wird angeregt, neue Verbindungen herzustellen.
Bekannte Bilder neu betrachten
Gerade vertraute Symbole eignen sich gut für kreative Denkprozesse. Viele Menschen haben sofort ein bestimmtes Märchen im Kopf. Nun geht es darum, bewusst umzudenken.
Ein Spiegel muss nicht mehr zu Schneewittchen gehören. Vielleicht hängt er plötzlich in einem Friseursalon, in einer Theatergarderobe oder in einem Raumschiff.
Ein Korb ist nicht mehr automatisch der Korb von Rotkäppchen. Vielleicht wird darin ein Überraschungsgeschenk transportiert oder ein kleiner Hund spazieren gefahren.
Ein Schuh gehört nicht mehr Aschenputtel. Vielleicht wurde er am Strand gefunden oder gehört einem berühmten Tänzer.
Durch diese neue Betrachtungsweise entstehen oft besonders lebendige Gespräche.
Flexible Denkprozesse spielerisch fördern
Viele Menschen denken zunächst automatisch in bekannten Mustern. Genau deshalb ist dieses Spiel so spannend. Die Teilnehmenden üben, vertraute Zusammenhänge zu verlassen und neue Möglichkeiten zu entdecken.
Das geschieht ganz ohne Leistungsdruck. Es gibt keine richtige Lösung. Jede Idee darf stehen bleiben. Auch ungewöhnliche Gedanken sind willkommen.
Gerade bei fitten Gruppen entstehen dadurch oft kreative und humorvolle Einfälle. Menschen mit Demenz profitieren häufig davon, dass bekannte Bilder als Ausgangspunkt dienen. Das Symbol wirkt vertraut, die neue Idee darf trotzdem frei entstehen.
Fragen, die das Spiel erleichtern
Manche Gruppen kommen sofort ins Erzählen. Andere brauchen kleine Impulse. Dann helfen konkrete Fragen wie:
Wo könnte man diesen Gegenstand heute finden?
Wer könnte ihn benutzen?
Wofür könnte man ihn noch verwenden?
Welche moderne Geschichte passt dazu?
Wie würde das Symbol in einer anderen Zeit wirken?
Auch humorvolle Fragen lockern die Runde auf:
Was würde passieren, wenn der Gegenstand plötzlich im Supermarkt auftaucht?
Wie könnte ein Kind den Gegenstand heute nutzen?
Was wäre die verrückteste Verwendung dafür?
Varianten für verschiedene Gruppen
Für eine ruhigere Runde können Sie immer nur ein Bild gemeinsam besprechen. So bleibt genügend Zeit für einzelne Gedanken und Erinnerungen.
Fitte Gruppen können kleine Fantasiegeschichten entwickeln. Vielleicht entsteht aus mehreren Symbolen sogar ein völlig neues Märchen.
Ein Märchenspiel mit überraschenden Ideen
„Märchensymbole neu interpretieren“ verbindet bekannte Bilder mit kreativem Denken. Die vertrauten Symbole geben Sicherheit. Die neue Sichtweise eröffnet Fantasie und Gesprächsanlässe.
Mit den Karten aus dem Zuordnungsspiel Märchen lässt sich das Spiel schnell vorbereiten und immer wieder neu gestalten. Oft entstehen dabei Ideen, auf die vorher niemand gekommen wäre.
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