Männer und Musik: Schlager, Marsch, Rock und Radio

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Musik begleitet viele Lebensgeschichten. Bei vielen Senioren gehören dazu das Radio in der Küche, Tanzveranstaltungen, Vereinsfeste, Blasmusik, Rockmusik aus jungen Jahren oder Schlager, die im Auto, in der Werkstatt oder bei Feiern liefen. Gerade bei biografischen Angeboten kann Musik einen schnellen Zugang schaffen, weil Melodien, Stimmen und Liedanfänge lange vertraut bleiben.
Wenn Sie männliche Interessen in der Seniorenarbeit gezielt aufgreifen möchten, passt dazu die Online-Fortbildung „Männliche Interessen im Fokus“.
10 Ideen für Aktivierungen mit Musik
- Das Radio von früher
Fragen Sie nach Radiosendungen, Wunschkonzerten, Sportübertragungen und dem ersten eigenen Radio. Ein altes Radio oder ein Foto davon kann herumgereicht werden. Gesprächsimpulse sind zum Beispiel: „Wann lief bei Ihnen das Radio?“ oder „Wurde beim Frühstück, in der Werkstatt oder im Auto Musik gehört?“ - Schlager erkennen
Spielen Sie kurze Ausschnitte bekannter Schlager an oder nennen Sie bekannte Titel. Die Gruppe errät den Interpreten, ergänzt eine Liedzeile oder erzählt, bei welchen Gelegenheiten das Lied gehört wurde. Beispiele können Udo Jürgens, Peter Alexander oder Roy Black sein. - Marschmusik und Vereine
Sprechen Sie über Schützenfeste, Feuerwehrfeste, Karneval, Umzüge und Blaskapellen. Fragen Sie, wer in einem Verein war, ein Instrument gespielt hat oder regelmäßig Festzüge besucht hat. Ein Beispiel für den Einstieg kann der „Radetzky-Marsch“ sein. - Rockmusik aus jungen Jahren
Nennen Sie Begriffe wie Gitarre, Plattenspieler, Tanzlokal, Beatmusik oder Lederjacke. Fragen Sie, welche Musik früher als modern, laut oder ungewohnt galt. Als Beispiele eignen sich Elvis Presley, die Beatles oder die Rolling Stones. - Musik und Arbeit
Fragen Sie, ob bei der Arbeit Musik lief. Gab es ein Radio in der Werkstatt, im Büro, auf dem Bau, im Auto oder im Lager? Die Teilnehmenden können erzählen, welche Musik zur Arbeit passte und ob Nachrichten, Fußballübertragungen oder Schlager bevorzugt wurden. - Instrumente zuordnen
Legen Sie Bilder oder Begriffskarten aus: Trompete, Gitarre, Akkordeon, Schlagzeug, Klarinette. Die Gruppe ordnet sie Musikrichtungen zu. Trompete und Klarinette passen zum Beispiel zur Blasmusik, die E-Gitarre eher zum Rock, das Akkordeon zu Schlager oder Volksmusik. - Musik im Auto
Fragen Sie nach Autofahrten, Autoradio, Kassetten im Handschuhfach und Musik auf Urlaubsreisen. Wer erinnert sich an lange Fahrten mit Schlagern, Verkehrsfunk oder Fußball im Radio? Als Gesprächsimpuls können Sie fragen: „Welche Musik lief bei Ihnen im Auto?“ - Lieblingslied erzählen
Jede Person darf ein Lied nennen, das ihr wichtig war. Fragen Sie nach Ort, Anlass und Menschen, die mit diesem Lied verbunden sind. Wer nicht erzählen möchte, kann einfach zuhören oder bei bekannten Melodien mitsummen. - Platte, Kassette, CD
Zeigen Sie, wenn vorhanden, verschiedene Tonträger. Die Gruppe erinnert sich an Plattenspieler, Kassettenrekorder, Tonbandgeräte und das Aufnehmen von Liedern aus dem Radio. Auch Begriffe wie „Bandsalat“ oder „Schallplattennadel“ lösen oft Gespräche aus. - Musikrichtungen sortieren
Schreiben Sie Begriffe auf Karten: Schlager, Marsch, Rock, Radio, Tanzmusik, Volksmusik. Die Teilnehmenden ordnen passende Erinnerungen, Feste, Instrumente oder Interpreten zu. So entsteht eine gemeinsame Sammlung, die sichtbar auf dem Tisch liegen bleiben kann.
So kann die Musikstunde gestaltet werden
Für die Stunde eignen sich kurze Musikimpulse besser als lange Musikstücke. Spielen Sie zum Beispiel den Anfang eines Liedes, einen bekannten Refrain oder ein kurzes Instrumentalstück ab. Die Musik kann über ein Tablet, ein Handy mit Bluetooth Box oder einen CD-Spieler abgespielt werden. Achten Sie darauf, dass die Lautstärke angenehm bleibt und alle gut hören können.
Ergänzend können passende Gegenstände gezeigt werden: ein altes Radio, eine Schallplatte, eine Kassette, eine CD, ein Liedheft, ein Foto von einer Blaskapelle, ein Vereinsabzeichen oder ein Instrumentenbild. Solche Gegenstände machen das Thema anschaulich und helfen den Teilnehmenden, eigene Erinnerungen leichter abzurufen.
Um Gespräche über verschiedene Tonträger zu vertiefen, können Sie die Biografiekarte “Schallplatte” aus dem Exklusiv-Bereich wunderbar einsetzen.
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