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Kohlsuppe. Die Zeiten ändern sich: Eine impulsgestützte Kurzaktivierung im Winter

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In dieser impulsgestützten Kurzaktivierung beschäftigen wir uns mit dem Winter. Im Mittelpunkt steht Kohlsuppe, an die jeder von uns seine ganz eigenen Erinnerungen hat. Und genaus darum geht es in der Aktivierung: das Wecken von Erinnerungen mit Hilfe der kurzen Geschichte und des Kohlkopfes.
Geben Sie den Senioren im Anschluss an die Kurzgeschichte ausreichend Raum, um von ihren Gedanken und Erinnerungen an Kohlsuppe von früher erzählen zu können.Vielleicht hat sich bei den Zuhörern ja auch der Geschmack im laufe der Zeit verändert?

Material

Einen Kohlkopf

Kurzgeschichte
Als Kind mochte ich Kohlsuppe gar nicht gerne. Wenn ich nach der Schule nach Hause kam und ich im Treppenhaus diesen ganz bestimmten Geruch wahrnahm, dann wusste ich immer schon Bescheid. Kaum stieg mir dieser, unheimlich penetrante, Kohlgeruch in die Nase, hatte ich es plötzlich gar nicht mehr eilig. Ganz, ganz langsam, ließ ich die Tür ins Schloss fallen und schaute ihr in Seelenruhe dabei zu. Dann stieg ich die Treppenstufen im Schneckentempo hinauf. Während ich die sonst immer mehrere Stufen auf einmal hinauf hechtete, ließ ich mir an den Kohlsuppentagen Zeit. Doch ich konnte so langsam machen wie ich wollte, irgendwann, kam ich immer oben an.

Meine Mutter stand dann mit ihrer Schürze am Herd und rührte in einem großen Topf. „Schön, dass du da bist!“, sagte meine Mutter und stellte dann den Topf auf den Tisch an dem auch schon meiner Geschwister Platz genommen hatten. Dann bekam jeder von uns einen Teller mit Kohlsuppe. Meine Mutter schnitt immer Mettwürstchen in die Suppe hinein. Das war das einzige, was ich an der Suppe mochte. Dementsprechend aß ich die Mettwürstchen auch als erstes auf. Nach den Mettwürstchen aß ich die Kartoffeln. Die schmeckten mir zwar nicht besonders gut, ich fand sie aber auch nicht schlimm. Dann waren nach und nach meine Geschwister fertig mit dem Mittagessen und durften spielen gehen. Nur ich nicht. Ich musste sitzen bleiben, bis ich mir den Rest der Suppe hineingezwängt hatte. Endlos zog sich die Zeit am Tisch. Doch dann, dann hatte auch ich es irgendwann geschafft und meine Suppe aufgegessen.

Als ich erwachsen war, habe ich lange Jahre keine Kohlsuppe mehr gegessen. Irgendwann habe ich aber wieder welche probiert. Und was soll ich sagen? Sie hat himmlisch geschmeckt! So kann sich der Geschmack verändern!

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Kohl und Kohlsorten



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Geschmacksvorlieben von Kindern

Wie sich Geschmack verändern kann

Rituale rund ums Mittagessen

Erziehung und Essen

 



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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

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