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Hoffnungsgeschichte: Der Nistkasten. KOSTENLOS

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Wir haben heute eine Hoffnungsgeschichte für Sie vorbereitet, da wir in diesen Tagen alle Hoffnung brauchen.Die Geschichte ergänzt unseren großen Fundus an Geschichten für Senioren.

Der Nistkasten

Heinrich lebt jetzt schon seit einigen Jahren im Altenheim. Er wollte ja nicht hierhin, aber als Ruth gestorben war und er den Schlaganfall hatte, haben die Kinder gesagt, es wäre besser für ihn. Das Haus wurde verkauft und dann ist er hier eingezogen. Am Anfang war es sehr schwer. Aber mittlerweile fühlt er sich wohl. Er hat ein schönes Zimmer, denn er kann direkt in einen Apfelbaum schauen, der vor seinem Fenster steht.

Vor zwei Jahren haben sie zusammen in der Männergruppe einen Nistkasten gebaut. Franz war ja gelernter Schreiner und konnte das gut. Heinrich und Peter haben ihn dann angemalt und lackiert. Als der Hausmeister ihn dann in den Apfelbaum gehängt hat, standen alle dabei und haben applaudiert. Letztes Jahr ist dann doch tatsächlich ein Meisenpaar in den Nistkasten gezogen. Heinrich saß am Fenster und konnte alles beobachten: Die beiden Meisen sind emsig hin und her geflogen und haben kleine Zweige und Halme, Moos und Gras in ihren Schnäbeln transportiert, um das Nest zu bauen. Dann sah er nur noch eine Meise den Nistkasten ansteuern, von der anderen sah er nur ab und zu das Köpfchen aus dem kleinen Loch des Nistkastens schauen.
Und nach einiger Zeit waren doch tatsächlich kleine Meisen da! Das war ein Gezwitscher! Die Meiseneltern hatten mächtig viel zu tun und konnten die Würmer und Fliegen gar nicht so schnell beschaffen, wie sie von den Jungen aufgefressen wurden. Als diese groß genug waren, kamen sie vorsichtig aus dem Nest und übten sich im Fliegen. Heinrich hatte sehr viel Freude daran. Dieses Jahr sitzt er auch oft am Fenster und schaut in den Apfelbaum, aber die Meisen sieht er nicht. Er mag gar nicht zu den anderen in den Aufenthaltsraum gehen oder an den Gruppenangeboten teilnehmen, weil er denkt, er verpasst die Vögel, wenn sie einziehen.



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Doch die Tage vergehen und keine Meise ist in Sicht. Schade, denkt Heinrich, dann bleibt ja der Nistkasten leer. Aber als er heute von der Sitzgymnastikgruppe wieder in sein Zimmer kommt, flattert etwas vor seinem Fenster. Er setzt sich in seinen Stuhl und schaut heraus und wartet. Und tatsächlich! Da ist eine kleine Meise mit einem dünnen Zweig im Schnabel in den Nistkasten geflogen. Und gleich kommt auch die zweite hinterher. Heinrich seufzt. Ganz entspannt sitzt er nun in seinem Stuhl und freut sich auf die kommende Zeit.



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Monika

© by Monika Kaiser

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