Hildegard kommt vorbei. Eine lustige Geschichte für Senioren

Eigentlich hatte Heribert keine Lust auf Besuch. So überhaupt nicht. Und doch hatte sich seine Tante Hildegard angemeldet. Zum Abendessen wollte sie kommen und dann auch noch über Nacht bleiben. Und Tante Hildegard quasselte so viel. Am liebsten über ihre Katze. Wie konnte man nur stundenlang über eine Katze quatschen? Na ja, es half ja alles nichts. Er schnappte sich ein Rezeptbuch und fing an darin zu blättern, schließlich musste er Hildegard auch etwas zu essen anbieten. Sein Blick blieb einem Rezept für Rotweingulasch hängen. Das hörte sich doch gut an. Zum Nachtisch würde er einfach Vanilleeis mit Rumtopf servieren, den Rumtopf hatte er einst von Tante Hildegard geschenkt bekommen, das traf sich also ganz gut.

Als Hildegard kam, schenkte er ihr gleich ein Glas Sekt ein und mit roten Wangen fing die Tante an von Miezchen zu erzählen. Heribert hörte sich die Katzen-Geschichten so geduldig und aufmerksam wie möglich an. Servierte das Rotweingulasch, zu dem er selbstverständlich auch Rotwein ausschenkte und gönnte Hildegard zum Nachtisch einen extra großen Löffel Rumtopf zum Vanilleeis. Es dauerte noch ungefähr 5 Geschichten über Miezchen und eine halbe Flasche Eierlikör, da schlief Hildegard auf dem Sofa ein. Es war noch keine 22.00 Uhr. Heribert hatte also tatsächlich noch ein bisschen was vom Abend, ganz ohne Katzen-Geschichten. Bestimmt gab es die nächsten Katzengeschichten zum Frühstück…

Am nächsten Morgen, als Tante Hildegard aufwachte, hatte sie Kopfschmerzen und ihr war schlecht. Tante Hildegard war übrigens nicht der Typ Mensch, der im Stillen litt. Sie jammerte und jammerte und erzählte ausschweifend und sehr detailliert davon, wie es ihr ging. Sie nahm ihren Zustand auch zum Anlass, um über andere Male in ihrem Leben zu berichten, bei denen sie das ein oder andere Glas zu viel getrunken hatte. Anscheinend hatte sie schon oft ihn ihrem Leben Kopfschmerzen. Von Ihrer Katze erzählte sie an diesem Morgen nicht. Heribert lächelte bei sich, jetzt musste er sich an Stelle der Katzen-Geschichten, Kater-Geschichten anhören. Das nannte man dann wohl Gleichberechtigung.

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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin, Master of Arts "Alternde Gesellschaften", Gründerin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Natali Mallek finden Sie hier. Fortbildungen mit Natali Mallek finden Sie hier.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo, ich habe ihren Beitrag zu den Nutzungsbedingungen gelesen. Ich lese dort heraus, dass ich eine Geschichte ihrer Seite für unsere hausinterne Heimzeitung nutzen dürfte?
    Diese dient ausschließlich zum Lesen unserer Bewohner und wird auch nur hier im Haus kostenlos verteilt.
    Selbstverständlich würden wir uns an die angesprochene Quellenangabe halten
    Mit freundlichen Grüßen
    Ingrid T.-H.

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    • Die Geschichte unter der die Nutzungsbedingungen angegeben sind, dürfen Sie wie beschrieben verwenden.

      Herzliche Grüße aus Dortmund
      Natali Mallek

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