Herbstliche Psychomotorik: Aktivierung mit Bewegung

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Herbstliche Psychomotorik vorbereiten
Für eine Aktivierung mit Bewegung reichen wenige Materialien aus. Legen Sie Tücher in Herbstfarben, Kastanien, Bildkarten mit Herbstmotiven und bei Bedarf einen Würfel bereit. Prüfen Sie vor Beginn, ob alle Teilnehmenden sicher sitzen und genug Platz für Armbewegungen haben.
Starten Sie ruhig und übersichtlich. Eine kurze Einstimmung hilft der Gruppe, anzukommen: Die Teilnehmenden reiben die Hände warm und bewegen die Finger wie fallende Blätter. Danach kann die Runde einen herbstlichen Gegenstand betrachten, ertasten oder benennen. So entsteht ein natürlicher Übergang von Wahrnehmung zu Bewegung.
Bewegungsideen für die Gruppenstunde
Blätter im Wind: Jede Person erhält ein leichtes Tuch. Die Tücher werden erst langsam, dann etwas schwungvoller bewegt. Geben Sie klare Bewegungsaufgaben: hochheben, zur Seite führen, vor dem Körper kreisen lassen, auf den Schoß legen. Wer möchte, kann erzählen, an welchen Herbstspaziergang die Farben erinnern.
Kastanien weitergeben: Eine Kastanie oder ein kleiner Ball wandert im Kreis. Nennen Sie dazu Bewegungsvarianten: mit beiden Händen weitergeben, auf dem Handteller balancieren, einmal um den eigenen Körper führen und dann weiterreichen. Bei kognitiv stärkeren Gruppen kann jede Weitergabe mit einem Herbstwort verbunden werden.
Apfelernte im Sitzen: Die Teilnehmenden greifen mit einer Hand nach oben, als würden sie einen Apfel pflücken und ihn dann in einen Korb auf dem Schoß legen. Danach die Seite wechseln. Ergänzen Sie Bewegungen wie sortieren, polieren oder kosten. Diese Übung aktiviert Arme, Rumpf und Vorstellungskraft, ohne dass echtes Obst nötig ist.
Wetterbericht mit Bewegung: Lesen Sie kurze Wetterwörter vor: Sonne, Wind, Regen, Nebel. Die Gruppe findet passende Bewegungen dazu. Sonne kann durch geöffnete Arme dargestellt werden, Wind durch schwingende Hände, Regen durch tippende Finger. Achten Sie darauf, die Bewegungen langsam vorzumachen und genügend Pausen einzuplanen.
Aktivierung mit Bewegung und Gedächtnistraining verbinden
Eine Aktivierung mit Bewegung wird besonders lebendig, wenn kleine Denkaufgaben dazukommen. Die Teilnehmenden können zu jeder Bewegung ein passendes Wort nennen, einen Gegenstand aus dem Herbst beschreiben oder einen Satz ergänzen: „Im Herbst freue ich mich auf …“ Solche Aufgaben fördern Sprache, Aufmerksamkeit und biografisches Erzählen.
Gut geeignet ist auch eine Würfelrunde. Bei einer Eins wird ein Tuch bewegt, bei einer Zwei wird ein Herbstwort genannt, bei einer Drei wird eine Kastanie weitergegeben. Die weiteren Zahlen können mit Klatschen, Fußtippen oder einer Erinnerungsfrage verbunden werden. Halten Sie die Regeln einfach und wiederholen Sie sie bei Bedarf nach jedem Wurf.
Als spielerische Ergänzung zum Thema Herbst eignet sich das Exklusiv-Material Würfelspiel „Herbstspaziergang“. Es kann eine Bewegungsrunde abrunden oder als anschließendes Gedächtnistraining genutzt werden.
Tipps für Menschen mit Demenz
Bei Menschen mit Demenz sollte die herbstliche Psychomotorik besonders klar strukturiert sein. Arbeiten Sie mit sichtbaren Gegenständen, machen Sie jede Bewegung vor und nutzen Sie kurze Sätze. Eine Bewegung pro Aufgabe genügt. Wenn eine Person nicht mitmachen möchte, kann sie den Gegenstand halten, Farben auswählen oder die Bewegung der Gruppe beobachten.
Wichtig ist, dass die Aktivierung mit Bewegung nicht als Leistungssituation erlebt wird. Loben Sie Beteiligung, greifen Sie spontane Erinnerungen auf und passen Sie Tempo und Umfang an die Gruppe an. Auch kleine Bewegungen der Hände, ein Lächeln beim Betrachten eines Herbstblattes oder ein erzählter Satz können wertvolle Beteiligung sein.
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