Gedächtnistraining mit Alltagsgegenständen aus der Strandtasche

Für Ihr Gedächtnistraining mit Alltagsgegenständen finden Sie hier sofort umsetzbare Übungen rund um die Strandtasche, die Sommererinnerungen wecken und Gespräche anregen.

Online-Fortbildungen in kleinen Gruppen. Jetzt Plätze sichern!

Praxisnahe Online-Fortbildungen mit sofort umsetzbaren Ideen für den Alltag in der Betreuung.

✔️ Alle Fortbildungen anerkannt als Pflichtfortbildung für Betreuungskräfte (§53b SGB XI)
📦 Materialien vorab per Post
💻 Teilnahme bequem online per Zoom

Jetzt Fortbildungen ansehen

Eine Strandtasche ist für viele Seniorinnen und Senioren mit vertrauten Bildern verbunden: ein Ausflug ans Wasser, ein Tag im Freibad oder Urlaub mit der Familie. Genau deshalb eignen sich Alltagsgegenstände aus der Strandtasche gut für das Gedächtnistraining. Sie sind bekannt, greifbar und laden zum Erzählen ein.

Wenn Sie kreative Impulse für das Gedächtnistraining vertiefen möchten, finden Sie passende Anregungen in der Online-Fortbildung Flügel der Fantasie.

Material für die Strandtasche

Bereiten Sie eine Strandtasche mit sommerlichen Alltagsgegenständen vor. Gut geeignet sind zum Beispiel:

  • Sonnenbrille
  • Handtuch
  • Sonnencreme
  • Wasserflasche
  • Buch oder Zeitschrift
  • Muschel
  • Postkarte
  • kleiner Ball
  • Sandförmchen
  • Fächer
  • Sonnenhut
  • Kamera
  • Fotoalbum
  • Badekappe
  • Badeanzug
  • Badehose
  • Sandalen
  • Stadtplan oder Urlaubskarte

Übung 1: Gegenstände ertasten

Legen Sie einen Gegenstand in einen Stoffbeutel. Die Teilnehmenden ertasten ihn nacheinander und beschreiben, was sie fühlen. Ist der Gegenstand weich, glatt, rund, kantig oder leicht? Danach wird gemeinsam geraten.

Diese Übung fördert Wahrnehmung, Wortfindung und Konzentration. Besonders schön ist es, wenn anschließend kurze Erinnerungsfragen gestellt werden: „Wann haben Sie früher eine Sonnenbrille getragen?“ oder „Gab es bei Ihnen zu Hause eine Badetasche?“

Übung 2: Was gehört nicht in die Strandtasche?

Legen Sie fünf bis sieben Gegenstände auf den Tisch. Ein Gegenstand passt bewusst nicht zum Thema Strandtasche, zum Beispiel ein Kochlöffel, einen Handschuh oder eine Zahnbürste. Die Teilnehmenden überlegen gemeinsam, welcher Gegenstand nicht dazugehört.

Die Übung kann leicht angepasst werden. Für eine stärkere Herausforderung können mehrere unpassende Gegenstände ergänzt werden. Für Menschen mit Demenz reicht oft eine kleine Auswahl mit klar unterscheidbaren Dingen.

Übung 3: Merken und erinnern

Zeigen Sie vier Gegenstände aus der Strandtasche. Die Teilnehmenden schauen sie sich in Ruhe an. Danach werden die Gegenstände mit einem Tuch abgedeckt. Welche Dinge lagen auf dem Tisch?

Variante: Lassen Sie unter dem Tuch einen der Gegenstände wieder in der Strandtasche verschwinden und decken Sie die Gegenstände dann wieder auf. Die Teilnehmenden erraten, welcher Gegenstand fehlt.

Beginnen Sie mit wenigen Gegenständen und steigern Sie die Anzahl, wenn die Gruppe Freude daran hat.

Übung 4: Sommerwörter sammeln

Ein Gegenstand wird ausgewählt, zum Beispiel die Sonnencreme. Nun sammeln die Teilnehmenden passende Wörter: Sonne, Duft, Urlaub, Badesee, Handtuch, Sand, Freibad, Schwimmen, Pause, Schatten. Die Wörter können laut genannt und auf einem Flipchart aufgeschrieben werden.

Aus den gesammelten Begriffen entsteht anschließend eine kleine Geschichte. Ein Beispiel: „An einem warmen Sommertag packten wir die Strandtasche und gingen zum See.“ Die Gruppe ergänzt Satz für Satz.

Übung 5: Kamera-Erinnerungen

Legen Sie eine Kamera oder einen Fotoapparat in die Mitte. Die Teilnehmenden überlegen, welche Bilder früher im Urlaub gemacht wurden. Waren es Familienfotos, Aufnahmen vom Strand, Bilder vor Sehenswürdigkeiten oder Schnappschüsse beim Picknick?

Diese Übung verbindet Gedächtnistraining mit Biografiearbeit. Sie können ergänzend fragen, wer früher fotografiert hat, wo die Filme entwickelt wurden und wie lange man auf die fertigen Fotos warten musste.

Übung 6: Dinge sortieren

Alle Gegenstände aus der Strandtasche werden gemeinsam sortiert. Möglich sind Kategorien wie „zum Anziehen“, „zum Schutz vor Sonne“, „zum Spielen“, „zum Trinken“, „zur Unterhaltung“ oder „zur Erinnerung“.

Das Sortieren unterstützt Sprache, Aufmerksamkeit und logisches Denken. Gleichzeitig entstehen Gespräche darüber, welche Gegenstände früher wichtig waren und welche heute neu dazugekommen sind.

Übung 7: Reihenfolge merken

Legen Sie fünf Gegenstände in einer Reihe auf den Tisch. Die Teilnehmenden prägen sich die Reihenfolge ein. Danach verändern Sie die Anordnung. Was liegt jetzt anders? Welcher Gegenstand wurde vertauscht?

Diese Übung lässt sich gut anpassen. In einer kleineren Runde reichen drei Gegenstände. Für geübte Gruppen können sechs oder sieben Gegenstände verwendet werden.

Übung 8: Gespräche mit Erinnerungsfragen

Nutzen Sie die Gegenstände als Gesprächsimpulse. Eine Muschel kann an Urlaub erinnern, eine Postkarte an Grüße aus der Ferne und ein Handtuch an Schwimmbadbesuche in der Kindheit.

  • Wohin sind Sie früher im Sommer gern gefahren?
  • Wo gab es in Ihrer Nähe ein Freibad oder einen Badesee?
  • Welche Dinge durften in Ihrer Strandtasche nie fehlen?
  • An wen haben Sie im Urlaub Postkarten geschrieben?
  • Wer hat bei Ihnen früher Fotos gemacht?

Praxistipps für die Durchführung

Arbeiten Sie mit eindeutig erkennbaren Gegenständen, passen Sie die Anzahl der Gegenstände der Gruppe an und planen Sie ausreichend Zeit für Gespräche ein. Manche Erinnerungen entstehen erst nach einer kleinen Pause. Legen Sie die Materialien gut sichtbar auf den Tisch und lassen Sie die Teilnehmenden die Gegenstände, wenn möglich, selbst in die Hand nehmen.

Für Gruppen mit unterschiedlichen Fähigkeiten können Sie die Übungen vereinfachen. Statt zu raten, können Gegenstände benannt, sortiert oder nach Farben geordnet werden. In der Einzelbetreuung bieten sich besonders biografische Fragen und Tastübungen an.

Passend zum Sommerthema können Sie ergänzend unser Exklusiv-Material Klammerkarten Sommer: Lesen, zählen und erkennen einsetzen.

Wenn Sie regelmäßig neue Ideen für Gedächtnistraining, Aktivierungen und Materialien erhalten möchten, abonnieren Sie gerne unseren Newsletter.

Taschen, Tassen, T-Shirts und weitere Produkte mit liebevollen und lustigen Designs. Schauen Sie sich unser Angebot an!

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bücher für die soziale Betreuung von Senioren und Menschen mit Demenz. Finden Sie Ideen aus der Praxis für die Praxis!