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Die ersten Schneeflocken. Eine Liedergeschichte zu “ABC, die Katze lief im Schnee”


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Singen Sie an den angegebenen Stellen die entprechende Strophe des Liedes “A, B, C, die Katze lief im Schnee”

Die ersten Schneeflocken

Endlich fielen die ersten Schneeflocken vom Himmel. Es war noch früh am Morgen als Max am Fenster stand und sich die Nase an der Scheibe platt drückte. Im Nu beschlug das Glas. Draußen war es bitterkalt, heute Nacht war der Himmel noch sternenklar gewesen. Max hüllte sich in seine Bettdecke und sah den Schneeflocken zu, wie sie einzelnd auf die Erde fielen. Der Schnee blieb sofort liegen.
Er stellte sich vor, wie er nachher mit seinem Papa raus in den Schnee laufen würde, um mit ihm zusammen Schlitten zu fahren. Leise summte er das Lied, das sie letzte Woche im Kindergarten gesungen hatten…

A, B, C, die Katze lief im Schnee.
Und als sie wieder raus kam,
da hatt’ sie weiße Stiefel an.
A, B, C, die Katze lief im Schnee.



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Max konnte es kaum erwarten, dass seine Eltern wach wurden. Er schaute auf die Uhr, und obwohl er die Uhrzeit noch nicht lesen konnte, überlegte er sich, dass es für seine Eltern Zeit zum Aufstehen sei. Da es Samstag war, waren Max’ Eltern nicht gerade begeistert, dass ihr Sprößling sie um viertel nach sechs am Morgen weckte. Als sie aber seine leuchtend roten Wangen und das Glitzern in seinen Augen sahen als er ihnen begeistert vom Schnee erzählte, sahen sie ein, dass es sich wohl lohnen würde, aufzustehen. Zu dritt standen sie nun am Fenster und schauten in den weißen Garten. Max summte wieder sein Lied…

A, B, C, die Katze lief zur Höh!
Sie leckt’ ihr kaltes Pfötchen rein
und putzt’ sich auch die Stiefelein
und ging nicht mehr, und ging nicht mehr in’n Schnee.

Nach dem Frühstück war es dann endlich so weit. Mama zog Max seinen dicken Schneeanzug an, legte ihm den Schal um und setzte ihm seine rote Bommelmütze auf. Mit den dicken Schneestiefeln lief er sogleich in den Garten und stapfte durch den weißen Schnee. Mittlerweile hatte es aufgehört zu schneien, die Wolken zogen ab und der eisblaue Himmel ließ den Schnee noch viel weißer erscheinen.
In der Mitte des Gartens blieb Max stehen und drehte sich um. Mit strahlenden Augen betrachtete er seine Fußspuren. Er stand bis zu den Knöcheln im Schnee. Seine Mama stand in der Terassentür und schaute ihm beim Spielen zu. Max rannte nun kreuz und quer durch den Garten und drehte sich immer wieder um, um sich seine Fußabdrücke anzuschauen. Seine Mama summte nun auch das Lied vor sich hin, was sie als Kind so gerne im Winter gesungen hatte…

A, B, C, die Katze lief im Schnee.
Und als sie wieder raus kam,
da hatt’ sie weiße Stiefel an.
A, B, C, die Katze lief im Schnee.

Max’ Papa kam mit dem Schlitten aus dem Keller. Er hatte ihn grob von Spinnweben befreit und stellte ihn so in den Schnee, als wolle er testen, dass dieser auch ja nicht umfallen würde. Als er ihn sah, lief Max sofort zu seinem Papa und setzte sich auf den Schlitten. “Los, los, Papa! Es geht los…”, rief Max ihm freudestrahlend und auffordernd zu. Sein Papa zog sich seine Handschuhe an, nahm das Seil und stiefelte los. Max hielt sich gut fest und ließ sich sichtlich begeistert von ihm ziehen.
Sie liefen zum Hügel am Feld und fuhren ihn immer wieder und wieder herunter. Als sein Papa schon müde vom vielen Schlittenfahren war, hatte Max immernoch ganz viel Energie und bettelte, noch ein wenig weiter fahren zu dürfen.
Irgendwann wurde es ihm aber doch kalt. Er fror an seinen Händen und Füßen, und die Nasenspitze war ganz rot vor kälte. In eine warme Decke gehüllt zog Max’ Papa ihn wieder nach Hause in den Garten. Drinnen wartete seine Mama schon mit warmer Kleidung und heißem Kakao.
Zusammen kuschelten sie sich auf’s Sofa, tranken Kakao und schauten verträumt hinaus in den Schnee…

A, B, C, die Katze lief zur Höh!
Sie leckt’ ihr kaltes Pfötchen rein
und putzt’ sich auch die Stiefelein
und ging nicht mehr, und ging nicht mehr in’n Schnee.

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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