Besuchsverbot und Fenster-Telefonie? Einfache Idee zum Kontakthalten

Als ich es in einem sozialen Netzwerk als Idee entdeckt habe, dachte ich nur „Wie genial und wie einfach ist das denn?“. Es geht um die Fenster-Telefonie und was damit gemeint ist, ist schnell erklärt: Der Angehörige, der nicht zum Besuch in die Pflegeeinrichtung kommen darf, setzt sich mit seinem Handy vor ein Fenster im Erdgeschoss auf einen bereitgestellten Stuhl.  Der Bewohner, der nicht zu dem Angehörigen hinaus darf, setzt sich innerhalb der Einrichtung vor das gleiche Fenster auf einen bereitgestellten Stuhl. Anschließend ruft der Angehörige von seinem Handy aus in der Einrichtung an. Der Bewohner bekommt das Telefon. Der Angehörige und der Bewohner sitzen ganz nah beieinander und können miteinander sprechen. Eine Infektionsgefahr besteht durch das geschlossene Fenster nicht.

So einfach, so genial

Als ich das Foto von dieser Idee gesehen habe, war ich sofort begeistert. Ein Fenster im Erdgeschoss haben die meisten Einrichtungen. Ein mobiles Telefon wahrscheinlich alle. Die Idee lässt sich also einfach und ohne zusätzliche Kosten umsetzen. Hinzukommt, dass die Idee auch für viele Menschen in Frage kommt, die mit einem Telefonat per Skype doch überfordert wären. Auch wenn die Skype-Überforderung auf der Seite der Angehörigen besteht.

Für wen ist die Fenster-Telefonie nicht geeignet?

Es gibt Bewohner, die es nicht verstehen würden, dass sie das Fenster nicht öffnen dürfen. Die nicht verstehen, warum ihr Angehöriger nicht zu ihnen hereinkommt. Für diese Bewohner ist die Fenster-Telefoniererei natürlich nicht geeignet. Mitarbeiter der sozialen Betreuung und Pflegekräfte sollten gemeinsam abwägen für welche Bewohner die Fenster-Telefonie eine Bereicherung wäre.

 
Mit Stift, Papier und Stimme spiel ich mich durch den Tag!

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Ein Zettel, ein Stift und die eigene Stimme: Das reicht, um die Spiele umzusetzen. Für Gruppenleitungen und Kursleitungen ist es hilfreich ein Repertoire solcher Spiele zu haben. So hat man immer eine Idee in der Hosentasche, füllt kleine Lücken in Gruppenangeboten oder veranstaltet eine ganze, abwechslungsreiche Spielstunde ohne Vorbereitungszeit zu investieren.

Welche Spiele gibt es jenseits der Klassiker noch? In diesem Seminar wollen wir sie kennenlernen, ausprobieren und die eigene Ideenkiste auffüllen.

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Lässt sich das bei euch umsetzen?

Habt ihr es vielleicht sogar schon einmal ausprobiert? Ich freue mich über Kommentare mit euren Erfahrungen.

 


Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin, Master of Arts "Alternde Gesellschaften", Gründerin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Natali Mallek finden Sie hier. Fortbildungen mit Natali Mallek finden Sie hier.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Genial!!!!
    Ich bin Seniorenbegleiter von Senioren zuhause und dort geht es ja noch viel einfacher…

    Antworten

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