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An der Saale hellem Strande- Volkslied


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An der Saale hellem Strande,

stehen Burgen stolz und kühn.



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Ihre Dächer sind zerfallen

und der Wind streicht durch die Hallen,

Wolken ziehen drüber hin.

Zwar die Ritter sind verschwunden,

nimmer klingen Speer und Schild.

Doch dem Wandersmann erscheinen

in den altbemoosten Steinen

oft Gestalten zart und mild.

 

 

Droben winken holde Augen,

freundlich lacht manch roter Mund.

Wandrer schaut wohl in die Ferne,

schaut in holder Augen Sterne.

Herz ist heiter und gesund.

 

 

Und der Wandrer zieht von dannen,

denn die Trennungsstunde ruft.

Und er singet Abschiedslieder,

Lebe wohl tönt im hernieder,

Tücher wehen in der Luft.

 

 

Franz Theodor Kugler (1808-1858)


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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren* und Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck*.

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