Sitzgymnastik im Herbst: Über 20 Bewegungsideen, Geschichten, Lieder und Spiele

Im Exklusiv-Bereich finden Sie ausgearbeitetes und sofort einsetzbares Praxismaterial:
Hier finden Sie mehr als 20 sofort einsetzbare Ideen für die Sitzgymnastik im Herbst. Die Sammlung führt Sie zu einer ausgearbeiteten Gymnastikstunde, herbstlichen Bewegungsspielen, Bewegungsgeschichten im Herbst, zwei Bewegungsgedichten und bekannten Liedern mit passenden Bewegungen.
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Sitzgymnastik mit Sicherheit und neuen Ideen anleiten
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Eine fertige Gymnastikstunde für den Herbst
Wenn wenig Zeit für die Vorbereitung bleibt, können Sie auf eine vollständige Stundenplanung zurückgreifen. Die ausgearbeitete Sitzgymnastikrunde zum Thema Herbst aus dem Exklusiv-Bereich ist für etwa 30 bis 45 Minuten konzipiert. Sie beginnt mit einem Bewegungslied, führt durch herbstlich gestaltete Übungen und endet mit einem schunkelnden Ausflug in den Wald. Gesprächsanregungen unterstützen anschließend den ruhigen Übergang in den Alltag. Die komplette Runde steht als PDF zum Ausdrucken bereit.
Herbstliche Aktivierungen und Bewegungsspiele
Bewegung lässt sich besonders leicht anregen, wenn Farben, Gegenstände und Erinnerungen aus der Jahreszeit einbezogen werden. Die herbstliche Psychomotorik-Aktivierung verbindet einfache Bewegungsaufgaben mit Wahrnehmung und Gedächtnistraining. Tücher werden wie Blätter bewegt, eine Kastanie wandert durch die Runde und Wetterbegriffe erhalten passende Gesten.
Für eine größere Veranstaltung eignet sich die Herbstolympiade mit sechs Stationen. Dabei ordnen die Teilnehmenden Blätter zu, werfen Ringe über einen geschlossenen Regenschirm oder rollen Kartoffeln in markierte Punktezonen. Weitere Stationen laden zum Ertasten von Nüssen, zum Schätzen und zu einer Gedächtnisaufgabe mit einem Erntekorb ein. Die Aufgaben können in einem großen Gruppenraum aufgebaut und einzeln mit einer Begleitperson besucht werden.
Das Bewegungsangebot zum Herbstwetter greift Wind, Regen und weitere Wettererscheinungen auf. Dadurch erhalten einfache Bewegungen einen verständlichen jahreszeitlichen Zusammenhang. Die Geschichte eignet sich für eine Aktivierung, bei der die Gruppe beim Zuhören in Bewegung bleibt.
Mit dem Beitrag „Herbstblumen“ unternehmen die Teilnehmenden einen Spaziergang auf der Stelle. Während des Vorlesens werden passende Bewegungen ausgeführt.
Kastanien für die Sitzgymnastik nutzen
Kastanien sind ein handliches Naturmaterial für die herbstliche Sitzgymnastik. In der Sammlung Sitzgymnastikübungen mit Kastanien finden Sie Bewegungen für Hände, Arme und Oberkörper. Die Kastanien werden von einer Hand in die andere gegeben, über dem Kopf weitergeführt oder vorsichtig in ein Ziel geworfen. Auch das gemeinsame Weiterreichen im Stuhlkreis ist möglich.
Mehr spielerischen Charakter bieten die zwei Bewegungsspiele mit Kastanien. Beim Wurfspiel zielen die Teilnehmenden auf markierte Punktefelder eines Bettlakens. Beim Kastanienlauf wird eine Kastanie mithilfe von Kochlöffeln durch den Stuhlkreis weitergegeben. In einer anspruchsvolleren Runde können zwei Kastanien gleichzeitig in entgegengesetzte Richtungen wandern.
Bei allen Übungen mit Kastanien ist eine sorgfältige Begleitung wichtig. Kastanien sind hart und dürfen nicht in Richtung anderer Personen geworfen werden. Bei Menschen, die kleine Gegenstände in den Mund nehmen könnten, sollte ein größeres Gymnastikgerät verwendet werden.
Bewegungsgeschichten im Herbst: Spaziergänge
Bewegungsgeschichten führen die Gruppe durch eine Handlung und geben den Übungen dadurch einen nachvollziehbaren Sinn. Beim „Herbstspaziergang“ durch Wald und Feld zieht die Gruppe gedanklich feste Schuhe und Jacken an, marschiert auf der Stelle und hebt die Füße über nasses Laub. Unterwegs werden Kastanien gesammelt und Bewegungen einer Teepause nachgestellt.
Beim Herbstspaziergang mit Otto wechseln langsames Gehen und schnellere Bewegungen einander ab. Otto steigt über Äste, bewegt seine Füße während einer Pause und pflückt Brombeeren. Dadurch spricht die Geschichte verschiedene Körperbereiche an, ohne dass zusätzliches Material benötigt wird.
Auch „Der verschwundene Gartenhut“ verbindet eine herbstliche Handlung mit Bewegungsaufgaben. Die Geschichte kann langsam vorgelesen werden, während die Teilnehmenden die beschriebenen Bewegungen nachvollziehen. Sie eignet sich als eigenständige Aktivierung oder als erzählerischer Hauptteil einer Gymnastikrunde.
Zwei Geschichten vom Drachensteigen
In „Wir lassen einen Drachen steigen“ bereitet sich die Gruppe gedanklich auf einen Ausflug zum Stoppelfeld vor. Die Teilnehmenden fahren mit dem Fahrrad, rollen eine Drachenschnur auf und beobachten den Drachen am Himmel. Die im Text gekennzeichneten Bewegungen werden im Sitzen durchgeführt.
Die Geschichte „Flieg, Drache, flieg“ arbeitet dagegen mit einem wiederkehrenden Satz. Sobald dieser Satz vorgelesen wird, spricht die Gruppe ihn gemeinsam und führt die Arme vom Oberkörper nach oben. Bunte Tücher machen die Bewegung gut sichtbar und erinnern an einen Drachen im Wind.
Weitere Bewegungsgeschichten im Herbst mit bunten Tüchern
Für die Bewegungsgeschichte „Pflaumenkuchen backen“ erhält jede Person ein gelbes und ein lilafarbenes Tuch. Bei festgelegten Signalwörtern wird das passende Tuch angehoben. Werden Herbst und Backen miteinander verbunden, kommen beide Farben zum Einsatz.
Bei „Kastanien sammeln“ werden ein braunes und ein rotes Tuch verwendet. Das braune Tuch steht für die Kastanien, während das rote Tuch den Herbst begleitet. Die wiederkehrenden Signalwörter erleichtern die Teilnahme und helfen der Gruppe, dem Verlauf der Geschichte zu folgen.
Kurze Bewegungsgedichte für die Herbstgymnastik
Bewegungsgedichte sind eine gute Wahl, wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht. Das Gedicht „Die Blätter fallen“ wird Zeile für Zeile langsam vorgelesen. Nach jeder Zeile führt die Gruppe eine passende Bewegung aus. Die Hände kreisen wie Blätter durch die Luft und zeichnen zum Abschluss einen großen Kreis.
Auch „Der Herbst ist da“ als Bewegungsgedicht verbindet jede Zeile mit einer klaren Geste. Die Teilnehmenden stellen Wind, fallende Blätter und steigende Drachen dar. Das Gedicht endet mit einer einladenden Bewegung für die neue Jahreszeit.
Bekannte Herbstlieder mit Bewegung begleiten
Bekannte Melodien können den Einstieg in die Herbstgymnastik für Seniorinnen und Senioren erleichtern. Bei „Ich hol mir eine Leiter“ entscheidet die Gruppe mit, welche Gesten zum Text passen. Kleine Gegenstände wie ein Apfel oder ein Zweig können einbezogen werden. Wenn das selbstständige Entwickeln von Bewegungen schwerfällt, macht die anleitende Person einfache Gesten vor.
Das Bewegungslied „In meinem kleinen Apfel“ begleitet die einzelnen Liedzeilen mit Bewegungen. Für Gruppen, denen die vollständige Abfolge zu schwer ist, kann nur jede zweite Zeile dargestellt werden. Als einfache Variante wird ein Apfel während des Singens durch den Stuhlkreis gereicht.
„Spannenlanger Hansel“ als Bewegungslied greift ein vertrautes Kinderlied aus der Herbstzeit auf. Die bekannten Bilder des Liedes werden im Sitzen mit Gesten begleitet.
Das Angebot zu „Bunt sind schon die Wälder“ verbindet ein bekanntes Herbstlied mit Bewegung. Die vertraute Melodie gibt Orientierung, während passende Bewegungen die Aufmerksamkeit auf den Text lenken.
Beim Bewegungslied „Wir pflügen und wir streuen“ wird zu jeder Strophe dieselbe Bewegungsfolge ausgeführt. Diese Wiederholung hält den Ablauf übersichtlich. Die Arme werden angehoben und seitlich bewegt, während die Füße zwischendurch auf der Stelle marschieren.
Eine weitere musikalische Möglichkeit ist „Der Herbst ist da“ als Bewegungslied. Das jahreszeitliche Lied eignet sich für eine kurze Aktivierung und kann eine Gymnastikstunde eröffnen. Führen Sie die vorgesehenen Bewegungen zunächst langsam vor und beginnen Sie danach mit dem gemeinsamen Singen.
Bewegungslieder zum Erntedankfest
Für Gruppen mit einem Bezug zu christlichen Festen bietet das Erntedankfest einen vertrauten Anlass. Bei „Wenn das Brot, das wir teilen“ werden wiederkehrende Begriffe mit festen Gesten verbunden. Die Bewegungen wiederholen sich in den Strophen. Eine einfachere Variante arbeitet mit farbigen Tüchern, die bei den Signalwörtern angehoben werden.
Auch „Brich mit den Hungrigen dein Brot“ wird über wiederkehrende Wörter begleitet. Die Teilnehmenden deuten beispielsweise das Brechen eines Brotes oder das Weitergeben an. Am Ende einer Liedzeile kann zusätzlich geklatscht oder mit einem Fuß auf den Boden getippt werden.
Beide Lieder können vollständig im Sitzen ausgeführt werden. Teilnehmende, die nicht mitsingen möchten, dürfen sich auf die Gesten konzentrieren oder einfach der Musik zuhören.
Die Übungen individuell anpassen
Nicht jede Bewegung muss vollständig ausgeführt werden. Auch kleine Bewegungen gehören vollwertig zur Stunde. Gesundheitliche Besonderheiten sollten vorab mit den zuständigen Pflegefachkräften oder behandelnden Ärztinnen und Ärzten abgestimmt werden.
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