Eine Herbstolympiade gestalten: 6 Stationen für Senioren

Im Exklusiv-Bereich finden Sie ausgearbeitetes und sofort einsetzbares Praxismaterial:
In diesem Beitrag finden Sie sechs ausführlich erklärte Stationen, mit denen Sie eine abwechslungsreiche Herbstolympiade für Seniorinnen und Senioren vorbereiten können. Die Spiele verbinden kleine Bewegungsaufgaben mit Wahrnehmung und Gedächtnistraining. Dabei lassen sich alle Stationen an unterschiedliche Fähigkeiten anpassen.
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Bewegung ist ein wichtiges Angebot. Gleichzeitig erleben viele in der Praxis Unsicherheit.
Welche Übungen sind wirklich sinnvoll? Wie vermeide ich Verletzungen? Wie kann eine Gruppe sicher angeleitet werden?
Start am 6. Oktober 2026. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Die Herbstolympiade vorbereiten
Für die Herbstolympiade eignet sich ein großer Gruppenraum oder eine Cafeteria. Bauen Sie die sechs Aufgaben vor Beginn als kleine Stationen auf. Achten Sie dabei auf ausreichend breite Wege, damit sich auch Menschen mit Rollator oder Rollstuhl sicher durch den Raum bewegen können.
Eine Betreuungskraft oder Pflegekraft kann jeweils eine Person zu den Stationen begleiten. Alternativ wird jede Station von einer eigenen Person betreut und fittere Teilnehmende können die Stationen in kleinen Gruppen absolvieren. Dadurch lassen sich die Regeln direkt erklären und die Aufgaben individuell anpassen.
Bereiten Sie außerdem einen Laufzettel vor, auf dem entweder nur das Absolvieren jeder Station oder eventuell auch Punkte eingetragen werden. Im Mittelpunkt stehen in beiden Fällen das gemeinsame Erleben und die Freude am Mitmachen.
Bewegungsangebote sicher und abwechslungsreich anleiten
Die Herbstolympiade zeigt, wie leicht sich Bewegung in ein jahreszeitliches Angebot einbauen lässt. Schon kleine Veränderungen beim Abstand, bei der Sitzposition oder beim verwendeten Material entscheiden darüber, ob eine Aufgabe gut zu den Teilnehmenden passt.
Im Online-Intensivlehrgang Sitzgymnastik lernen Sie, sichere und motivierende Bewegungseinheiten im Sitzen zu planen. Neben Mobilisation und Kräftigung geht es auch um Koordination sowie den sinnvollen Einsatz von Kleingeräten. Die Übungen werden live erprobt und durch fachliches Feedback ergänzt. So gewinnen Sie mehr Sicherheit beim Anleiten und können Bewegungsangebote gezielt an verschiedene Voraussetzungen anpassen. Entdecken Sie jetzt den Intensivlehrgang und entwickeln Sie neue Ideen für Ihre praktische Arbeit.
1. Blätter den passenden Bäumen zuordnen
Für die erste Station benötigen Sie Bilder von Laubblättern und die Namen oder Abbildungen der dazugehörigen Bäume. Legen Sie die Baumkarten oder die Namen der Bäume gut sichtbar auf einen Tisch. Anschließend erhält die teilnehmende Person nacheinander die verschiedenen Blätter und ordnet sie dem passenden Baum zu.
Dafür können Sie auch unser Zuordnungsspiel mit Blättern aus dem Exklusiv-Bereich nutzen.
2. Ringe über einen Regenschirm werfen
Für den Regenschirm-Ringwurf benötigen Sie einen geschlossenen Regenschirm und mehrere leichte Wurfringe. Eine begleitende Person hält den Regenschirm sicher fest. Die Spitze zeigt dabei von den Teilnehmenden weg. Nun versucht die teilnehmende Person, den Ring über den Griff des Schirms zu werfen.
Durch die Variation von Abstand und Höhe kann die Schwierigkeit reguliert werden.
3. Kartoffeln in Punktezonen rollen
Stellen Sie für das Kartoffel-Zielrollen einen länglichen Tisch so auf, dass die teilnehmende Person bequem an einer kurzen Seite sitzen oder stehen kann. Markieren Sie zunächst mit Kreppband eine Startlinie. Anschließend teilen Sie das hintere Ende des Tisches in drei Punktezonen ein. Für die vordere Zone können zwei Punkte, für die mittlere fünf Punkte und für die hintere zehn Punkte vergeben werden.
Jede Person erhält bis zu drei Kartoffeln. Diese werden einzeln über den Tisch gerollt. Nachdem alle Kartoffeln liegen geblieben sind, werden die Punkte zusammengezählt. Eine Kartoffel, die vom Tisch fällt, erhält keinen Punkt.
Da Kartoffeln nicht vollkommen rund sind, rollen sie anders als ein Ball. Gerade diese unvorhersehbare Bewegung macht die Station unterhaltsam. Die begleitende Person stellt sich am Tischende auf, damit herunterrollende Kartoffeln sicher aufgefangen werden.
4. Nüsse und Herbstfrüchte ertasten
Füllen Sie einen undurchsichtigen Stoffbeutel mit geschlossenen Walnüssen, Haselnüssen und weiteren Herbstfrüchten. Kastanien oder Eicheln sorgen für zusätzliche Unterschiede beim Ertasten. Legen Sie von jeder verwendeten Sorte ein sichtbares Beispiel neben den Beutel.
Die teilnehmende Person greift in den Beutel und sucht eine vorher genannte Sorte. Die Aufgabe kann zum Beispiel lauten, eine Walnuss oder zwei Kastanien herauszuholen.
Bei Menschen, die kleine Gegenstände in den Mund nehmen könnten, wird die Aufgabe eng begleitet. Lässt sich das nicht sicher gewährleisten, wird diese Station ausgelassen.
5. Nüsse oder Gewichte schätzen
Für die Schätzstation füllen Sie eine vorher abgezählte Menge Nüsse in ein durchsichtiges Gefäß. Notieren Sie die genaue Anzahl verdeckt auf einem Zettel. Die Teilnehmenden betrachten das Gefäß und geben anschließend ihre Schätzung ab. Je näher das Ergebnis an der richtigen Anzahl liegt, desto mehr Punkte können vergeben werden.
Alternativ kann auch das Gewicht von Herbstfrüchten geschätzt werden. Geben Sie der teilnehmenden Person einen Apfel oder einen kleinen Kürbis in die Hand und lassen Sie dessen Gewicht schätzen. Anschließend wird der Gegenstand auf einer Küchenwaage gewogen.
6. Den Inhalt des Erntekorbs erinnern
Legen Sie zunächst vier bis zehn gut erkennbare Herbstgegenstände in einen Korb. Decken Sie den Korb bis zum Beginn der Aufgabe mit einem Tuch ab. Danach darf die teilnehmende Person den Inhalt für eine vereinbarte Zeit betrachten.
Nun wird der Korb wieder zugedeckt. Die Person nennt alle Gegenstände, an die sie sich erinnert. Für jeden richtig genannten Gegenstand kann ein Punkt vergeben werden. Falls das freie Erinnern schwerfällt, stellen Sie gezielte Fragen oder zeigen Sie Bildkarten zur Auswahl.
Die Schwierigkeit lässt sich außerdem über die Anzahl der Gegenstände steuern. Bei geübten Teilnehmenden kann nach dem Abdecken ein Gegenstand unbemerkt entfernt werden. Anschließend wird überlegt, was im Korb fehlt.
Abschluss für die Herbstolympiade
Kleine Urkunden würdigen die Teilnahme, ohne einzelne Leistungen zu stark miteinander zu vergleichen. Bei Teilnehmenden, die einen Wettbewerb schätzen, können Punkte gezählt und Preise verliehen werden.
Planen Sie während der Herbstolympiade ausreichend Pausen ein. Ein herbstlich gedeckter Tisch mit Getränken bietet dafür einen angenehmen Treffpunkt.
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