Kartenspielvarianten für große Gruppen in der Seniorenarbeit

Für große Gruppen in der Seniorenarbeit finden Sie hier 15 Kartenspielvarianten, die sich mit wenig Material vorbereiten lassen und auch mit vielen Teilnehmenden übersichtlich bleiben.

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Kartenspiele sind vielen Seniorinnen und Senioren vertraut. Spielkarten lassen sich gut erkennen, anfassen, weitergeben und in einfache Aufgaben einbinden. Besonders in großen Gruppen ist es wichtig, dass die Regeln klar bleiben und möglichst viele Teilnehmende gleichzeitig beteiligt werden.

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15 Kartenspielvarianten für große Gruppen

  1. Kartenfarben sammeln
    Jede Person erhält eine Karte. Die Gruppenleitung nennt eine Farbe, zum Beispiel Herz oder Pik. Alle Teilnehmenden mit dieser Farbe heben ihre Karte hoch. Danach kann gemeinsam gezählt werden, welche Kartenfarbe am häufigsten vertreten ist.
  2. Höher oder niedriger?
    Eine Karte wird offen gezeigt. Die Gruppe rät, ob die nächste Karte höher oder niedriger ist. Bei großen Gruppen können zwei Seiten gebildet werden. Eine Seite entscheidet sich für höher, die andere für niedriger.
  3. Rote Karte, schwarze Karte
    Bei einer roten Karte nennt die Gruppe ein Wort zu einem vorher festgelegten Thema. Bei einer schwarzen Karte wird eine kleine Bewegung ausgeführt, zum Beispiel klatschen, winken oder stampfen.
  4. Karten als Gesprächsimpuls
    Jede Kartenfarbe bekommt ein Thema. Herz steht zum Beispiel für Familie, Karo für Feste, Pik für Arbeit und Kreuz für Freizeit. Wird eine Karte gezogen, erzählt die Gruppe passend zum Thema. Die Themen können am Flipchart festgehalten werden.
  5. Paare finden
    Bereiten Sie passende Kartenpaare vor, zum Beispiel zwei Herzen, zwei Könige oder zwei Karten mit der gleichen Zahl. Jede Person bekommt eine Karte. Die Gruppenleitung zeigt nacheinander Karten hoch und fragt: „Wer hat die passende Karte dazu?“ Die Teilnehmenden können dann ihre passende Karte hochhalten.
  6. Karten-Bingo
    Die Teilnehmenden erhalten einfache Bingofelder mit Kartenwerten oder Farben. Die Gruppenleitung zieht Karten und nennt sie laut. Wer ein passendes Feld hat, deckt es ab.
  7. Alles auf eine Karte
    Eine Karte wird gezogen. Zu jeder Zahl nennt die Gruppenleitung eine Aufgabe. Bei einer 7 nennt die Gruppe sieben Dinge aus der Küche. Bei einer 5 werden fünf bekannte Kartenspiele gesammelt.
  8. Ass, König, Dame, Bube
    Die Bildkarten erhalten besondere Aufgaben. Beim Ass wird ein Liedanfang ergänzt. Beim König nennt die Gruppe ein Fest. Bei der Dame wird eine Erinnerung an Kleidung oder Tanz gesammelt. Beim Buben geht es um Spiele aus der Kindheit. Die Regeln können am Flipchart für alle sichtbar aufgeschrieben werden.
  9. Kartenreihe legen
    Mehrere Karten werden offen ausgelegt. Die Gruppe bringt sie gemeinsam in die richtige Reihenfolge. Das kann nach Zahlen, Farben oder Kartenfamilien geschehen. Die Übung eignet sich gut für Gedächtnistraining in großer Runde.
  10. Welche Karte fehlt?
    Legen Sie fünf Karten aus. Die Gruppe betrachtet sie kurz. Dann wird eine Karte entfernt. Die Teilnehmenden überlegen gemeinsam, welche Karte fehlt. Für leichtere Runden können nur drei Karten genutzt werden.
  11. Sprichwörter mit Karten
    Die Gruppenleitung beginnt eine Redewendung. Die Teilnehmenden ergänzen sie. Beispiele sind: „Alles auf eine Karte setzen“, „Gute Karten haben“ oder „Sich nicht in die Karten schauen lassen“. Anschließend kann über passende Alltagssituationen gesprochen werden.
  12. Reihum Karte ziehen
    Die Teilnehmenden ziehen reihum eine Karte vom Stapel. Bei jeder roten Karte wird ein Begriff genannt, die anderen Teilnehmenden nennen dazu passende Worte. Bei jeder schwarzen Karte macht der Teilnehmende eine kleine Bewegung vor, die dann von der Gruppe nachgemacht wird.
  13. Karten und Kopfrechnen
    Zwei Karten werden gezogen und die Werte zusammengezählt. Die Gruppe rechnet gemeinsam. Für stärkere Gruppen können drei Karten genutzt werden. Für leichtere Gruppen reicht es, die höhere Karte zu benennen.
  14. Erinnerungen an Spielerunden
    Die Karten liegen sichtbar in der Mitte. Die Gruppenleitung fragt: Welche Kartenspiele wurden früher gespielt? Wurde zu Hause, im Urlaub oder im Verein gespielt? Wer erinnert sich an Skat, Rommé, Mau-Mau oder Doppelkopf?
  15. Die Wunschkarte
    Zum Abschluss darf die Gruppe eine Wunschkarte bestimmen. Dann werden reihum Karten gezogen. Wird die Wunschkarte gezogen, gibt es eine gemeinsame Aufgabe: ein Lied singen, einen Applaus geben, ein Sommerwort nennen oder eine schöne Erinnerung teilen.

Tipps für große Gruppen

Bei großen Gruppen sollten die Spielregeln kurz und deutlich erklärt werden. Zeigen Sie jede Karte gut sichtbar hoch und wiederholen Sie die Aufgabe bei Bedarf oder notieren Sie die Regeln auf dem Flipchart. Große Spielkarten sind hilfreich, damit alle Teilnehmenden die Karten gut sehen können.

Planen Sie lieber mehrere kurze Spielrunden als eine lange Einheit. So bleiben Aufmerksamkeit und Beteiligung erhalten. Wer nicht antworten möchte, kann trotzdem  zuhören, Karten ansehen oder kleine Bewegungen mitmachen.

Für gemischte Gruppen können die Aufgaben unterschiedlich schwer gestaltet werden. Einige Teilnehmende benennen Farben oder Zahlen. Andere ergänzen Sprichwörter, zählen Kartenwerte zusammen oder erzählen von früheren Spielerunden. So bleiben die Kartenspielvarianten für viele Fähigkeiten zugänglich.

Ergänzend können auch die 50 Quizfragen zum Wörterbingo Sport und die Wörterbingo-Sport-Bingokarten in 3 Schwierigkeitsgraden aus dem Exklusiv-Bereich eingesetzt werden.

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