Aktivierung mit Schrauben, Zollstock und Holz

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- 13.07. ⏳Empathische Kurzbegegnung
- 17.07. 🎨Bildnerisches Gestalten
- 27.07. 🔧Männliche Interessen
- 29.07. 🎲Mit Stift, Papier + Stimme
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Schrauben, Holzstücke und ein Zollstock laden zum Anfassen, Ausprobieren und Erzählen ein. Viele Seniorinnen und Senioren kennen diese Gegenstände aus dem eigenen Haushalt, aus der Werkstatt, vom Beruf oder aus der Familie. Schon das Klappern von Schrauben in einer Schale oder der Geruch von Holz kann Gespräche anregen. Die Materialien wecken Erinnerungen an handwerkliche Tätigkeiten, Reparaturen, Hausbau, Gartenarbeit und viele praktische Alltagserfahrungen aus früheren Jahren.
Wenn Sie sich intensiver mit typischen Interessengebieten vieler Männer in der Seniorenarbeit beschäftigen möchten, empfehlen wir Ihnen die Online-Fortbildung „Männliche Interessen im Fokus“.
Zehn Übungen für die Aktivierung mit Werkzeugmaterialien
- Schrauben betrachten und sortieren
Legen Sie verschiedene Schrauben auf den Tisch. Die Teilnehmenden können sie nach Größe, Länge oder Form sortieren. Dabei entstehen Gespräche darüber, wofür man welche Schraube gebraucht hat und welche Arbeiten früher selbst erledigt wurden. - Mit dem Zollstock messen
Klappen Sie gemeinsam einen Zollstock auf und messen Sie Gegenstände im Raum. Das können Bücher, Tische, Stühle oder Holzstücke sein. Fragen Sie, wer früher beim Renovieren, Möbelaufbauen oder Ausmessen von Gardinen geholfen hat. - Holz mit allen Sinnen erleben
Reichen Sie verschiedene Holzstücke herum. Glattes Holz, raues Holz und geschliffenes Holz fühlen sich unterschiedlich an. Die Teilnehmenden können beschreiben, was sie spüren und woran sie der Geruch oder die Oberfläche erinnert. - Werkzeugwissen aktivieren
Zeigen Sie Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, einen Schraubendreher oder ein Stück Schleifpapier. Die Teilnehmenden benennen die Gegenstände und überlegen, wofür sie verwendet werden. Bei Bedarf geben Sie einfache Auswahlmöglichkeiten vor. - Was gehört zusammen?
Legen Sie Schraube, Mutter, Unterlegscheibe, Holzstück, Schraubendreher und Zollstock gemischt auf den Tisch. Die Gruppe sucht passende Paare oder kleine Gruppen. Zum Beispiel: Schraube und Schraubendreher, Holz und Schleifpapier. - Schrauben fühlen und erraten
Legen Sie eine größere Schraube, eine Mutter oder ein kleines Holzstück in einen Stoffbeutel. Die Teilnehmenden greifen hinein und versuchen, den Gegenstand zu ertasten. Diese Übung eignet sich gut für ruhige Runden und für die Einzelbetreuung. - Erinnerungen an die Werkbank sammeln
Fragen Sie nach Werkbänken, Kellerräumen, Garagen oder kleinen Reparaturecken im Haus. Wer hatte früher Werkzeug zu Hause? Wer hat Fahrräder repariert, Regale gebaut oder Spielzeug aus Holz hergestellt? Schreiben Sie einzelne Erinnerungsworte auf dem Flipchart auf. - Reihenfolge einer Reparatur legen
Legen Sie einige Materialien bereit und überlegen Sie gemeinsam eine einfache Reihenfolge: messen, anzeichnen, bohren, schrauben, prüfen. Die Teilnehmenden können erzählen, welche Schritte sie kennen und worauf man früher besonders achten musste. - Sprichwörter und Redewendungen ergänzen
Nutzen Sie passende Redewendungen als Gedächtnisübung. Zum Beispiel: „Da ist der Wurm drin“, „Nägel mit Köpfen machen“, „Das passt wie angegossen“ oder „Wer misst, misst Mist“. Die Gruppe ergänzt, erklärt oder erzählt passende Situationen dazu. - Kleine Gesprächsrunde: selbst gemacht
Stellen Sie die Frage: „Was haben Sie früher selbst gebaut, repariert oder verschönert?“ Daraus können Erinnerungen an Möbel, Gartenhäuser, Zäune, Vogelhäuschen, Renovierungen oder Bastelarbeiten entstehen. Passende Materialien auf dem Tisch helfen dabei, die Gespräche lebendig zu halten.
Passende Materialien zur Vertiefung
Wenn das Thema Werkzeug bei Ihrer Gruppe gut ankommt, können Sie die Aktivierung erweitern. Besonders gut passen dazu das Zuordnungsspiel „Werkzeugkasten Teil 1: Grundausstattung“ sowie das Zuordnungsspiel „Werkzeugkasten Teil 2: Für Profis“ aus dem Exklusiv-Bereich. Die Materialien greifen vertraute Werkzeuge auf und eignen sich gut für Gedächtnistraining, Gesprächsrunden und biografische Aktivierungen.
Achten Sie bei der Durchführung auf sichere Materialien. Spitze Schrauben, kleine Muttern und scharfe Kanten sollten nur unter Aufsicht eingesetzt werden. Für viele Gruppen reichen wenige gut ausgewählte Gegenstände aus. So bleibt die Aktivierung übersichtlich und die Teilnehmenden können sich in Ruhe auf das Thema einlassen.
Zur Aufbewahrung eignen sich transparente Sortierkästen aus dem Baumarkt, in denen Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben übersichtlich getrennt werden können und für die nächste Aktivierung schnell griffbereit sind.
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