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Kostenlose Sprichwortgeschichte: Eine Ausbildung hat Hand und Fuß

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Es ist nicht immer einfach sich im Berufsleben durchzusetzen. In meiner Ausbildung zum Bäcker hatte ich einen sehr strengen Chef. Manchmal hat er uns Lehrlinge auch angeschrien. Ich wollte mich darüber beschweren. Doch meine Mutter war eine sehr ängstliche Frau. Sie riet mir:

Beiß nicht in die Hand… die dich füttert.

Ich wollte damals schon gerne Konditormeister werden. Vielleicht hätte ich auch da schon die Möglichkeit gehabt eine Lehrstelle als Konditor zu bekommen, doch mein Vater war der Meinung, dass ich erst meine Bäckerlehre beenden sollte. Er unterstrich das mit dem Sprichwort:

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Besser den Spatz in der Hand… als die Taube auf dem Dach.

Wir waren insgesamt drei Bäckerlehrlinge und haben uns immer untereinander geholfen. Wenn einer ein Rezept nicht mehr wusste, hat der andere ihm aus der Klemme geholfen. Es ist schließlich bis heute so:

Eine Hand… wäscht die andere.

Nur einmal, war ich etwas sauer, auf einen meiner Lehrlingskollegen. Damals hatte mich Erwin um Hilfe beim Backen der Milchhörnchen gebeten. Helfen tue ich ja immer gerne. Leider war es am Ende so, dass ich die Milchhörnchen ganz alleine gebacken habe. Daraus habe ich gelernt:

Wenn man jemandem den kleinen Finger gibt… nimmt er die ganze Hand

Heute bin ich meinen Eltern dankbar dafür, dass ich die Bäckerlehre beendet habe. Dadurch habe ich die Dinge von der Pike auf gelernt. Auf eine ordentliche Ausbildung kann man bauen. Man kann auch sagen, eine Ausbildung:

Hat Hand… und Fuß

Nach der Bäckerlehre hatte ich das Glück auch noch eine Lehre zum Konditor machen zu können. Dei Ausbildung fiel mir sehr leicht, da ich vieles schon in meiner Lehre zum Bäcker gelernt hatte. Doch filigrane Torten und kreative Pralinenkreationen stellten mich nochmal vor eine ganz besondere Herausforderung. Es hat mit richtig viel Spaß gemacht. Da habe ich dann verstanden:

Erst kommt die Pflicht… dann die Kür.







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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften".

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