Anzeige

Biografiearbeit in der Altenpflege. 3 Wege Biografie sichtbar zu machen


Anzeige

Die Biografiearbeit ist in der Altenpflege, und der Arbeit mit Senioren und Menschen mit Demenz im Allgemeinen, das zentrale Element. Klassische Biografiebögen werden in den meisten Einrichtungen genutzt. Mancherorts wurden sie aber im Zuge der Entbürokratisierung abgeschafft. Ob mit Biografiebogen oder ohne: Für viele Menschen mit Demenz ist es eine Bereicherung, wenn die eigene Biografie sichtbar gemacht wird. Im Folgenden möchte ich drei Möglichkeiten dafür aufzählen.



Anzeige
  1. Die Pinnwand. Wenn eine “echte” Pinnwand auf Grund der Nadeln zu gefährlich ist, kann natürlich auch eine Magnetwand genutzt werden. Auf dieser Pinnwand werden die wichtigsten Lebensstationen in großer Schrift angepinnt und mit passenden Bildern dekoriert. Am schönsten ist es natürlich, wenn Fotos aus dem Leben des Betreuten genutzt werden können. Wenn keine Fotos vorhanden sind, funktioniert es aber auch mit symbolischen Bildern.
  2. Die Lebenszeitung. Mit Klebe, Fotos, Bildern und Stiften werden Schlüsselmomente und Lebenssituationen in einem Heft zusammengetragen. Die Zeitung hat den Vorteil, dass man sie überall mit hinnehmen kann und wunderbar für Kurzaktivierungen zwischendurch nutzen kann.
  3. Die Fotostrecke.Man braucht nicht mehr als ein gespanntes Seil und Fotos oder Bilder (hier gilt natürlich auch der Tipp, dass symbolische Bilder genutzt werden können). Hinzu kommen Wäscheklammern. Man kann schon hübsch dekorierte Wäscheklammern kaufen oder Wäscheklammern aus Holz hübsch dekorieren.

Bei der Erstellung aller Materialien für die Biografiearbeit ist es wichtig individuelle Besonderheiten zu beachten. Manchen Menschen hilft es, wenn unter einem Foto der Name der Personen und der Verwandtschaftsgrad aufgeschrieben wird. Denken Sie auch daran die richtige Größe für Fotos, Schrift und Bilder zu wählen. Oft lässt die Sehfähigkeit im Alter nach und es ist schade um die viele Arbeit, wenn die Betreuten die Bilder und Schriften nicht erkennen können. Die Position der gestalteten Werke ist auch nicht zu unterschätzen. Wenn der Betreute den Blick oft nach unten gerichtet hat, kann es schnell passieren, dass die Schöpfung zu weit oben aufgehängt wird.



Anzeige






Anzeige

Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren* und Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck*.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


  • * Links, die mit einem Sternchen gekennzeichnet sind, sind Werbelinks / Affiliatelinks
Top