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3 Tipps für ein erfolgreiches Gedächtnistraining bei Demenz

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Gedächtnistraining leidet manchmal unter dem Vorurteil nur für Menschen mit Demenz von Relevanz zu sein. Das ist natürlich nicht der Fall. Gedächtnistraining hat bei jeder Zielgruppe Relevanz. Trotzdem kommt dem Gedächtnistraining bei Menschen mit Demenz eine entscheidende Rolle zu. Eins sei aber vorweg genommen: Bei den meisten demenziellen Erkrankungen kann auch ein Gedächtnistraining keine Heilung verschaffen oder dazu beitragen (es gibt einige wenige Ausnahmen bei der Rehabilitation von sekundären Demenzen).

Gedächtnistraining bei Demenz.

Welche Ziele hat ein Gedächtnistraining für Menschen mit Demenz?

Wenn ein Gedächtnistraining die Demenz nicht zur Heilung führt, was sind dann die Ziele? Ein wichtiges Ziel bei einem Gedächtnistraining für Menschen mit Demenz ist der Erhalt der kognitiven Fähigkeiten. Wenn man Sie auch nicht oder nur geringfügig und in einzelnen Bereichen verbessern kann, so ist es doch sinnvoll etwas für den Erhalt der kognitiven Fähigkeiten zu tun.

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Natürlich ist ein Gedächtnistraining auch immer eine Aktivierung und der Übergang zwischen Aktivierungen in der Altenpflege und einem Gedächtnistraining fließend. Nicht zuletzt kann ein Gedächtnistraining für Menschen mit Demenz auch zur emotionalen Stabilität beitragen.

Damit sie ein erfolgreiches Gedächtnistraining für Menschen mit Demenz durchführen können, habe ich 3 Tipps zusammen gestellt:

 

  1. Ressourcen-orientiertes Gedächtnistraining. Es gibt genug Situationen in denen Menschen, die eine Demenz haben, mit ihren Unzulänglichkeiten konfrontiert werden. Dies kann negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl haben und einem erfolgreichem Gedächtnistraining entgegen wirken. Wenn Sie ein Gedächtnistraining für Menschen mit Demenz vorbereiten, sollten Sie sich immer an den Ressourcen der Teilnehmer orientieren. Sorgen Sie dafür, dass ein Gedächtnistraining auch immer mit Erfolgserlebnissen einher geht. Wenn ein Teilnehmer eines Gedächtnistrainings keine Erfolgserlebnisse mehr hat, sollte auf das Gedächtnistraining in der gewählten Form verzichtet werden. Führen Sie stattdessen lieber eine 10-Minuten-Aktivierung durch.
  2. Wer nicht will- der will nicht! Dieser Tipp erscheint vielleicht etwas sonderbar- in der Praxis kommt es aber leider immer wieder vor, dass die Wünsche und Vorstellungen der Menschen mit Demenz nicht wahrgenommen und respektiert werden. Auch wenn Betreuende oder Pflegende glauben, dass ein Gedächtnistraining einem Menschen mit Demenz gut tun würde, so entscheidet doch der Mensch mit Demenz selbst, ob er teilnehmen möchte- oder nicht. Respektieren sie die Wünsche der Menschen mit Demenz.
  3. Keine Unterforderung. Eine Überforderung zu vermeiden ist wichtig- das sollte aber nicht zu einer Unterforderung der Menschen mit Demenz führen. Viele Menschen mit Demenz, gerade diejenigen in einem früheren Stadium können mehr als nur Sprichwörter vervollständigen. Ermöglichen Sie den Menschen mit Demenz Erfolge und eine Bestätigung ihres Selbstbewusstseins. Vermeiden Sie Überforderung- aber eben auch Unterforderung.

 

Gedächtnistraining sollte Menschen mit Demenz Spaß machen und zu einem positiven Lebensgefühl beitragen. Wenn Sie das immer im Blick haben, können Sie bei einem Gedächtnistraining für Menschen mit Demenz eigentlich nicht viel falsch machen. Auf Mal-alt-werden.de finden Sie viele Übungen für das Gedächtnistraining.







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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften".

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