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3 Gründe dafür, warum die Biografiearbeit in der Altenpflege immer mal wieder vernachlässigt wird


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Heute haben wir uns damit beschäftigt, warum Biografiearbeit in der Altenpflege immer mal wieder vernachlässigt wird.

Warum kann man Wünsche und Gewohnheiten eines Bewohners nicht täglich beachten? Warum wird so oft gesagt, dass Biografie so wichtig ist. Aber doch fehlt der biografische Bezug.  Im eigenen Handeln, immer mal wieder. In der direkten Umsetzung. In der Arbeit mit dem Bewohner.

Drei Gründe sind uns auf Anhieb eingefallen

Die fehlende Zeit und die knapp geplanten Abläufe  – Wir denken schon, dass Mitarbeiter der Pflege und der Betreuung gewillt sind dem Bewohner, der es zum Beispiel  gewohnt war alle zwei Tage Baden zu gehen, dies auch in einer stationären Pflegeeinrichtung zu ermöglichen. Leider ist dieses jedoch in der Regel nicht möglich. Und warum?  Feste Vorgaben und knapp geplante und bemessene Abläufe. Die Individualität und die Wünsche des Bewohners gehen dabei leider oft verloren.

Die fehlende Informationsweiterleitung und die Pflege der Biografie – Es ist schön und eine wichtige Information wenn Frau Mücke, dem Pfleger Tom vertraut und erzählt “wissen Sie, ich hab ja jeden Morgen immer  Kölnisch Wasser aufgelegt “.  Wenn Pfleger Tom  dies jedoch nicht weitergibt und den Biografiebogen nicht aktualisiert…. dann bleibt es eine wichtige Information. Die aber dann schlussendlich nur zwei wissen – der Pfleger und Frau Mücke.  Es beginnt am Morgen mit dem Kölnisch Wasser. Zum Nachmittag sind es die noch nie gemochten Kartoffeln. Am Nachmittag das Gruppenangebot “Bingo”, obwohl Spiele in Gesellschaft noch nie Gefallen haben. Am Abend das fehlende Glas Rotwein, was es sonst immer gab.  Ein Stück Lebensqualität geht verloren.

Die Möglichkeit biografiebezogene Daten herauszufindenImmer mal wieder steht man vor dem Problem, dass einem biografiebezogene Daten fehlen. Zum Beispiel lehnt Herr Maus es ab Angaben zu seiner Biografie zu tätigen. Oder er ist aufgrund seiner körperlichen Verfassung nicht mehr in der Lage dazu. Sind keine Angehörigen oder weitere Personen da, wird es schwierig biografische Informationen zu erhalten.

Fazit: Biografiearbeit in der Altenpflege ist ein wichtiger Baustein, der von allen Berufsgruppen berücksichtigt werden sollte. Biografische Daten sind ein Stück Lebensqualität. Die Biografie eines Menschen endet erst mit seinem Tode.

Übrigens: Es gibt durchaus Bewohner, die ihr Leben lang etwas getan haben, aber nun in der Pflegeeinrichtung sagen:

“Nein, dass will ich nicht. Das habe ich mein Leben lang getan. Nun ist Schluss damit”

Schöne Ideen für die Biografiearbeit finden Sie auch in dem Buch:
*Biografiearbeit – Ratespaß mit Senioren: Aktivieren & Beschäftigen. Band 2: Haus & Garten, Tiere*



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